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Won etlichen Heiligen/
seine Tugenden / und guten Verstanderkannten/ haben sie ihme das Heil.Ordens-Kleid mitgetheilt/ und nachgethaner Profeßion/ die Schul anbe-Mn.s fohlen. In der Lehr/ und vorlesen/»"d war er so anmüthig / und verständlich/vueylvcil. manniglich ein grosse Liebe / undEyffer hatte ihne anzuhören/ deßwe-gen er einen grossen Zugang von Mön-chen/ Stifftherren/ Priestern / undWeltlichen Persohnen hatte/ und vilherrliche / und hochgelehrte Männervon seiner Schul Herfür kamen. Vilverneinten/ und gäbe es die Erfahr-nuß an Tag/ daß er die Gnad vonGOtt empfangen habe / die grobe / undharte Köpff/ Ingenia/ und Verstandzuerleuchren / und geschickt zu der Lehrzumachen.
r. Nach etlichen Jahren / war unserPson wird S. Pson/aus ernstlichem Anhalten/undn»w "ae Bitt des KönigsRudolphi in Burgund/Mkt. ' von seinem Abt Hartmanno zu gesag-tem König in Burgund geschickt / undimKlostcr Grandivallensider Schul für-
gesetzt/ zu welcher vil Zuhörer/ undDiscipultvon allen Orthen deß Frank-reichs / und Burgund kamen. Vielgelehrte/ und hocherleuchtete Männerkamen ihn nur allein zusehen/ oder nurein Stund in dem Domren anzuhören/damit sie seyn Weiß / und Form zule-sen/ und rudisputieren ertehrnen möch-ten. Aber so gelehrt war Pson nicht/er wäre in der Demuth / Einfalt/ An-dacht / und Gnaden der Miraculorumoder Wunderzeichen/ von GOtt nochmehr erleuchtet/ und sezieret/ undschritte also von allen Tugenden zu ei-nem seeligen End. Starke im Gotts-hauß Grandivallensi/ in dem Münster-lhall Baßler Bischthums / im JahrChristi 872. eines seeltgen Todts/den6. Aprill / ward in S. Gemani Kir-chen begraben/ und leuchtet mit Wun-derzeichen/ von bannen war des Gott-seeligen Psonis Leichnam heimlich ent-frembdet / und in eines mächtigenHerrens Kirchen geführt /und da begraben.
Im Jahrrr4 >4«
Zanuauj-
IV.
8- L08^8108, 2c Oonteüor.
Der Seeltge Waldbrudcr Eusebius /
Beichtiger.
^A^Usebius aus Schottland gebür-rig/ käme aus Andacht/ undmit GOttes Hilff überMeerins GottShauß St. Galrli/ und nähme den H. Orden an/ leb-te under den Brüderen Fridsam / ingrosser Andacht / und Vollkommenheit.Er bekäme mitler Zeit einen grossenEyffer / und Liebe zum Einsidler Stand/daß er mit Bewilligung seines Präla-tens zu St. Gallen Grimaldi/ in St.Victors - Berg / Vogelburg genannt/in Rhätia/ oder Bünvtnerland/ anein rauches / und wildes Ort zöge. Dahübe er ein so heiliges/ und strengesLeben/ und Wandel an/ daß er vonGOTT mit einem Prophetischen Geisterleuchtet worden/ und dem Käyser
CaroloCrasso/ viel zukünfftige Sachenkönnte vorsagen/ deßwegen dann ge-sagter Käyser offtermals Gesanden /und sürnehme Bottschafften zum gott-seeligen Eusebio in die Wildnuß St.Victors-Berg hat abgefertiget / sei-nen Naht/ und Trost zupstegen. Eshatte auch das Gottshauß St. Gal-li / in vilen Sachen seiner Eusebij ge-nossen/ und den Käyser Carolum de-sto günstiger / liebreicher / und freygä-bigcr gespürt. Wie nun der gott-seelige Eusebius 50. Jahr in seiner Ei-nöde nützlich / From / und heiliglich hat-te zugebracht / starke er eines seeligenLodts / im Jahr 884. Ruhet inseiner Einöde des Vogels/oder Victors - Berg.
In, Jahr878 - *r>c»z>. Janua.
V.
6. I^KlNOl.08, HrcliiepitLOpm, 2c Oonfellor.
Ekligen Mtz -WlschoffUandolt/
Beichtiger.
o?- i^^Andolus / Landalochus / den schlecht / davon die Grasten von Hab-andere auch Landolinum / und shurg ihren Ursprung haben. In sei-Lancelinum nennen / war ein ner Jugent war er in das Gottshaußgebobrner Graf von Alten- S. Gallen von seinen Eltern zuerzie-burg / und Windisch / aus dem Ge- hen / und die freye Künsten neben der
An/