173 Von etlichen Heiligen /
ernsthafft; und weil er fast gelehrt/ hin/ Profeßhauß zu St. Gallen/ um daSderliesscer vil schöne Schrifften/ Hym/ Jahr 896. nicht ohne Titul einer grossnos/Verß/und Gesänger/ deßqlci/ sen Heiligkeit/undgottseeligen Todts/chen auch schöne Gemähler/ künstliche würd in S. CatharinäCapell (diejetztMathematische/und Astronomische In/ S> Tutelonis Capell/ und Kirchhoffstrumenten / und Kupfferstuck von sei/ genannt wird ) zu der rechten Seitk desCr stirbt freyen Künsten. Endlich nach vi/ Altars / mit einem Epithaphio begrasler außgestandenerMühe/ und Arbeit/ ben/ dessen Todt St. Notkerus/ alsstarbe er mit vilen guten Wercken ge/ seines besten Gesellens / sonder/ziehret / eines sanfften Lovts / in seinem lich beweinte.
VII.
Vom Seeligm Märtyrer Hermanns.
^^^Erseelige Hermannus von adö/ Christlichen Glaubens willen ist ensslichemGeschlecht/ wareinLey/ hauptetworden/ unddieMarter/Cronenbruder in mehr gesagtem auf den i z. Tag Weinmonat erlanget/Gottshauß St. Gallen/ ei-- um das Jahr Christi des Her/nes frommen / aufrechten / und unsträss/ ren ungefährlich 925.
lichen Lebens ; welcher auch um des
VIII.
^ L -rbb-> 8 . Sc LonLssor.
L/''" Von dem Seeligen Diethmar/ Abt/ und
Beichtiger.
r. Diethmarus war von Arnois
do dem Vatter/ und Helvi/ge der Mutter/ in dem LandSchwaben von frommen/ undehrlichen/aber nach der Welt lauff/ar/m> n Eltern gebohren. Käme in dem st/bendcn Jahr seines Alters in das weit/berühmte Gottshauß S. Gallen/ darin/mn er zwei vornehme Lehrmeister Hart/wondum / und Adelardum des Götts/hauß Conventuales gehabt / die ihnenin Geistlichkeit/ und allen freyen Äün/sten so zierlich / und wohl underwisen/(dann er von GOtt mit einem hohenVerstand/ und Jngenio begäbet war)daß er bald alle seine Mitgesellen über/S. Dicth- traff/ und so wohl in geistlichen Ubun/mariHrM- gen/als freyenKünsten/ in ein hohesAn/sehen / neben wahrer Demutss / An/dacht / und seiner sechsten Verachtung/käme. Nach dem nun DiethmarusProfeß gethan/ und das 28. Jahr sei/nes Alters erreicht hatte; ward er zuErwirb einem Priester geweyhet. Über übenAbr ;n Jahr hernach / daß ist in dem zz. JahrHlijch,,». seines Illters / aber nach der heylsamenGeburt JEsu Christi 925. Jahr / warder Gottseelige Diethmarus auf den14. April / in das Gottshauß Hirschauin dem Land Wiktenberg gelegen /zu der Abtey beruffen/ wahre dersechsste Abt.
Ünder der Regierung der Abteyzu Hirschau / führte er durch siben undZwantzig Jahr ein heiliges / und unsträsssliches Leben ; er leuchtete seinen Under/gebnen Brüdern mit gutem Exempel /und Lehr vor / in Essen / und Lrinckenwar er mäßig / die zerfallene klvsterli/che Zucht/ und die Regul St. Vene/dicti/ richtete er zu Hirschau wider auf/liebte die Frommen/ und tröstete dieBetrübten/ dann weil er Gelehrt/undin Lateinischer/ und Teutscher Sprachhoch erfahren war/ könnte er leichtlichder Menschen Hertzen gewinnen / undzu einem glücklichen End bereden. EshauseteMich Diethmarus seinem Gotts-hauß Hirschau wol/ mehrere den Gotts/dienst/ und derBrüderZahl/ das jähr/liche/ und zeitliche Einkommen / dieKirchen zierte er mit köstlichen Heilig/thumer/ und -Ornaten/ die Bibliothe-cam mit andächtigen/ und nützlichenBüchern / und verliesse letstlich ein gros-ses/ und frommes Convent/ die her/nach herrlich in Heilig / und Geschicklich/keit leuchteten/ und vilen Klösternwur/den vorgesetzt. Er stürbe aber see/liglich den 4. Tüg Maij des 952. JahrsChristi / seines Alters in dem 62. derRegierung 27. Jahr / ward mit grosssem Leid von den Seinigen zu Hir-schau in St. Aurelij Kirchen begraben.
IX.
L-p.