Des Klosters St. Galtet r?-
ix.
L. » 8cem8.
Der Seelige Klemms / aus Schottland. M
^A^EN Clemens ein gebohrnen fertigen Todt / für einen heiligenSchottläyder/ und Mönch zu Mann/ und wahren Religio-
St. Gallen / haben seine Mit- fen gehalten / und ver-
brüder/ und alte Vätter/ fo ehret,
wohl bey Lebzeiten / als nach seinem
Von lhme schreiben koleerLräaz ia Ubri; castium Oallealiunr , 8c 8e^neäiLtlouum. IttM ^bbas krancilcus, Qisbercus, in seinem Buch. Sdist auch seyn Gedachtnuß zu St. Gallen in dem Capitelhauß / doch ohneZahrzahl seines Lebens / und Sterbens.
x.
Z. VlLl-OK, Lremiru.
Der Seelige Einsidler Victor.
Im Jahr97s- 4» den;i. Imma.
^8^^Er seelige Victor von hohem A-LAsF del/ Rhätiä/ oder BündtnerLands gebohren/ nähme denH. -Orden S. Bentdicti in S.Gallen Kloster an/ studierte wol/ undwegen seines hohen Verstands/ undIngeniums/übertraffe er anWeißheit/und Kunst den mehrentheil feinet Mit-brüder / und Condifcipeln. Darne-ben aber war er freudig/ muthig/undaußschweiffig / auch mehr wider seinenStand/ Weltlich als Geistlich. Undals er aus ein Zeit wider seines Präla-ten willen / in der Welt hin-und her»agierte / und / zöge/ und vil Muth-willens tribe/ wurde er aus Göttli-cher Verhengnuß Blind. Doch ent-zöge ihme der barmhirrtzige / und mitteGOtt seyn Gnad nicht / sonder er er-leuchtete ihme seyn Hertz/ daß er seynfreches Leben / Ungehorsam / rmd andereseine Sund erkennen / zu seinem Klosterwiderum kehren/ und strenge Büßwürcken möchte. Eben um dise Zeit/daß ist im Jahr 965. vor/ oder nach/war Erchenbaldus Bischoffzu Straß-burg / ein naher Bluts - verwandterdes Victors/ der begehrte von denVattern des Gottshauß St. Gallen /daß sie ihme einen gelehrten MannWcketen/ der die Schulen zu Straß-
burgeuffnen/ und in den ersten blühen-den Stand wider bringen könnte. Undob wol das Gottshauß St. GallenMit hochgelehrten Männern wohl ver-sehen/ so wäre doch der Blinde Victorzu solchem Merck (ohne AnsehenderVerwandfchafft mit dem Bischoff)zudem Allertauglichsten und geschicktistengeachtet/ und erfanden worden. DaNUN Victor gen Straßburg kommen /allda wohl empfangen/ und in die Schulgetrettk war / schaffete er so grossen Nutzmit Lesen / und Docieren/ und wider-bringen der löblichen Sitten / Bräuch/und Privilegien/ daß die < Schul zrrSrraßdurg eine under denfürnehmstendiser Landen geachtet wurde. Nachabsterben des Bischosss Erchenbaldi /zöge Victor von Srraßburg in dasHochfeldische Gebürg/ aus grossen Eyf-fer zu einem Einsidlischen Leben/ undaus Liebe mit GOTT seyn überigesLeben zu verzehren / tratte in einesvor wenig Tägen verstorbnes Einsid-lers Cellen/ gesagtes HochftldischenGebürgö/ lebte allda in grosser An-dacht/ und geistlichen Übungen / star-ke in seinem hohem Alter/ und leuchte-te in seinen Lebzeiten/ und nach demTodt mit mancherley Wun-wercken.
L kl^licus, L Vo^nr.
Vom Seeligen Notkero / der Arhney M
Dottor.
ß§^Otkerus ein frommer gottseeliger ctor der Artzney / und deßwegen Phy-AK Mönch/ und Religiös zu St. sicus/ wegen künstlicher Mahleren /Gallen/ein fürtrefflicher Do- Notkerus Pictor/rrnd endlich wegenk. k. Klarer, Die H. Schwery. Z 2 sei-