Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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8. NOUkkUä, Lalbuluz Lonsessor.' i 8z

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l>» rem Mbm/ und Mschichten

deß H. Mönchs / und Beichtigers Rot-ten/ und etlichen Miraculen/ so GOttdurch seine Verdienst gcwürcket hat.

Starbe in dem Jahr Christi 912. den 6. Äprill.

Sein Leben hat mit sonderm Fleiß beschuhen Lclcers^u^ X 4 inimnz ve-Lsnu; zu S. Gallen/ und ist bey dem ^eickior Heimisfeld Goldasten/ ^l-lemgüiilLgru ri kt.erum l. r>sr. r zu leftn / darauß wir das Unseligegezogen/ und uns darnebenderKürtze beflissen. örevwnum Oaiieole, aufden 6. Aprill. Doch wird sein Festtag Jährlich in dem Chor / und mitdem Gottsdienst gehalten/ auf den Sonntag Iubilate nach Ostercn. Es.gedcncken auch deß Notkcri andere Gallensische Chronicken / und Scriptores/sonderlich aber k. loäocus ^erler Statthalter zu Wyl in seinem Buch

Oe viri8 kllustridus ^lonasterij 8. Oalli parre l cap. ri. kucke,rn-

v; ^bbas 8panbeimensi8 Oe viris lllustcibus Oräinis 8. st-neäl^i, !j!i. r §c 4.

kol. 4;. k >4Z. v. )oL0lles rvioa indem Baum deß Lebens S BencdictlOrdens Ud. 5. cap. und <5. äst. wie er die Sequentzen erfunden habe.)0Lliaer 8cumpkim in seiner grossen Schweitzerischen Chronick ich. 5 cäp s.5 ol. Z^I. z6z. x>7. Z8i. 444. Der hochgelehrte krsacil'cus OulllimannuzOe U.ebus klelveciorum , Ich. >. e^p. s. und ich. 4. cap. i N.. ? /^moniuskolkevinu; 8oe. sküi M seiNtM ^pparsru sacro, in dtM NahMkN Notkerus.Doch ist zu wissen / daß S. Gallen Gotkshauß drey scelige Notkeros ge-habt hat/ einen Physicum/ den andern Labium- und den dritten unsernBalbulum. Welche Posscvinus under einen Nahmen setzet.

Qtkerusmit dem ZunahmenBalbulus ( dieweil er von^R(U)! Kindheit anstatzlete / undim reden mit der Zungenanstiesse / ) ist zu HeiligöU. Augia Sancta im Tur-

gou/ so jetzt under Elck genannt wird/in dem Züricher Gebiet / und Graf-schafft Kyburg gelegen / von hohemStammen Caroli Magni / und der al-ten von Sax aus Bünden oder Rhe-tia gebohren / im Schloß Elck ob demFlecken / da sein Geburtsstatt noch kangezeigt werden/ wie ichs LollLÄorllu-M operis selber gesehen habe. Aussonderbahrek Forschung GOttes aber/wurde ihme in dem Heil. Tauff derNahm Notkerus aufgeben / der aufLateinisch Augmentum/ und aufTeutscheinzunehmen heißet / damit er in allenLugenden / Andacht / Geistlichkeit /und freyen Künsten zunehme / demeer auch auf daß fleißigest ist nachkom-men / wie es das nachfolgende Lebengenug bezeuget. Der H. Notkerus

würd in seiner Jugend von seinenhochadelichen / und frommen Eltern indem Gottshauß S- Gallen GOttauf-geopffert/ und dem Abt Grimaldo da-selbsten übergeben / welcher das Kinddem sehr berühmten Mönchen Psonizulehren / und auszuziehen / anbefoh-len / bey deme er in Gottsforchk / undftudiren bald trefflich zngenommeu/ al-so daß er letstlich so wohl in allen Tu-genden / als in den freyen Künsten /und stnderbahrer Weißheit weit be-rühmt / und bekannt worden. Nachdem er nun von dem Abt Grimaldoden -Orden empfangen / beflisse er sichder Vollkommenheit / übte sich indemGebett / Fasten/ Wachen / und Klö-sterlichen Disciplin/ liebte sehr die Ein-same/ und das Stillschweigen / und waralso eingezogen / daß er niemahlen wol-te zn dem Kloster ausgehen / als wannihn die Gehorsam darzu verursachre/und wann er ausgehen müßte / begä-be er sich zuvor in dre Kirchen / knye-re nider vor den Altaren / und befähle

sich

Kom,

S-Gäi.

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Mönch.

S Nvlkm'Tugendteni