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i86 Von dem Heiligen Notkero/
der Mefiner daher/ wolle sehen was sonst verbotten würd / selbigen Tagdaß für ein Getümmel wäre / und als er mergend hinzugehen / möchte er es dochdas Creutz von dem Boden aufhebte/ nicht halten. Er war eben dasselbigentranne hiemtt der Höllische Hund: mahl ob dem Schreiben/Md seine letsteund well dem heiligen Mann Angst war/ Wort / die er geschriben hatte / warendaß er den Stab zerbrochen/ erzehlet dise - Inciplebar emm mon^das ist/er dem Meßner den gantzen Verlaust/ er fienge an zu sterben. Da wüschet erund batte ihn er wvlte den Stab wider alsbald auf/ laufst dem Glockenthurnrum lassen machen/ und die Sach nie- zu/ und wolt in denselben hinauffstei-mands offenbahren / welche ein Zeitlang gen / daß er in das Feld hinauß schau-verborgen bliben/ aber hernach offen- en/ und seine Augen / und Gemüth hie-Dcr Teu^ hahr morden. 2luf ein andere Zeit / mit belustigen könnte. Als er auf derNo"k?!!im a<s Notkerus nach seinem Brauch den Stiegen ob dem Altar der HH.Jung-grrnschM- Himmlischen Beschaungen oblag / und stauen kommen/ gäbe ihme wie glaub-ten. also darinnen verzückt war / daß er da-- lich der böse Feind einen Stoß / daß er
rob die Nonzeit zu betten vergaffe/sa- hinab fiele/ und den Hals zerbräche,he er nach der Complet aus einem Bal-- Die Brüder liessen herzu / bringen ihmecken/ da er übermahlen nach Gewöhn- das Heilige Sakrament / welches erheit / in dem Gebett war / den Teuffel nach gethaner Beicht genossen. Daetwas an die Bünne schreiben. Da man aber ihne auß der Kirchen in dasfragte er: was er schriebe ? der Teuft Krancken-Hauß tragen wolle/sprächefel antwortete: die Non schreib ich auf/ er : lasset mich zuvor die H H. Jung-die du heut versäumt hast. So bald stauen anrüsten / dann sie wissen / obnun der heilige Mann die Non zu bet- ich schon der Sünden voll / daß ich dochten anfienge/ löschete der Teuffel gleich keines Weibs niemahlen schuldig wor-
widerum auß was er geschriben hatte / den. Under disem käme auch der hei-
unv als der heilige Norkerus under dem lige Notkerus darzu / dem botte derGebett sich auf die Knye begäbe / warft Krancke die Hand / und sagte : lieberfe der böse Geist das Brett / aus das Vatter / und Vetter / dir / und dener zuvor geschriben lMte / herunder; HH. Jungfrauen/befihleich meine sün-Notkerus aber weichte auß dem Wurst/ dige Seel. Der heilige Mann betrüb-dcssen der Teuffel lachete/ und sprach : te sich sehr / fiele nider auf seine Knye/eben daß hab ich wollen/ daß du mir und sprach : 0 IhrHH.Jungfrauen/auffstehen müssest. Der heilige Mann auß Vertrauen so ich zu euch habe /aber sagte: wann du mir widerum wie und trage/ nimme ich über mich disesneulich in Hunds / oder Schweins Ge- Bruders Sund / und thu uns beydestall kommen wirst / so will ich dich glei- euch befehlen. Aufdsses trüge man ihncher Form empfangen. Solches haben zu der Kirchen hinauß / er aber begehr-andere Brüder/ die auch in der Kir- te etwas zu ruhen/trucket dem H.Not-chen hin und wider heimlich ihr Andacht kero starck die Hand / und gäbe hiemitverrichteten / alles gesehen / und gehört/ vor der Äirchcnthür seinen Geist anst.und hernach offenbahr gemacht. Dessen Leib der H. Mann gewaschen /
in die Todtenbaar gelegt/ und zu dere-p Es underliesse aber der Teuffel kein Erden bestatten helffen. Vetket etlich
Gelegenheit/ damit/ er könnte dem Tag eyfferig für deß Abgestorbnenheiligen Notkero / und seinen Brüdern Seel. An dem sibenden Tag hernach /Geschäfit/ und Unruhe machen. An da er übernacht in der K irchen verblibe /einem Tag zu Morgens Zeit erschiene er und in dem Gebett aufden K'nyen vordem H. Notkero / und sagt zu ihm:heut der Metten - Zeit ein wenig entschlieftwerde ich dir / und deinen Brudern ein fe / käme ein Engel zu ihme in Gestaltböse Nacht machen. Notkerus ant- deß Raperti/seines Mitbruders/ weck-wortet ihm / und sagt: Ein böser Vo- te ihn auf / und sagte zu ihm: demgel hat ein böses Gesang. Notkerus Verstorbnen seynd vil Sunde verzihen/aber thäte solches seinen Brüdern bald weil er vil geliebt. Notkerus wie ge-sund/ und ermähnet sie alle / daß sie gemelt/ vermeinte es wäre Rapertus/sich denselben Lag wohl hüten / und sich sprach zu ihme: lieber wohero weist dunut andächtigem Gebett Gütt befehle dises ? er aber schleicht hinweg / demeWo!» S. sollen. Einer auß denselben / mit Nah- gienge Notkerus nach / und vermeinte
* men Wolo / ein junger Grass von Äy- er wäre darum hinauß gangen / daß er
Sohn bw'g/ deß H- Notkeri Schwester in der Kirchen nicht reden wolle/fände
Mt. Sohn / auch ein wohlgelehrter Iüng- aber niemands mehr. Darauff er ein
ling/ sonst aber etwas umschweiffig/ Liecht angezündet / und suchte Raper-dessen er doch ojst ermähnet/ und ge- tumin ferner Gellen/ findet ihn ebenstrafft würd/ achtete deß Heiligen Er- von dem Beth auffstehen / sich auch vormahnungen wenig / und wiewohl ihme der Metten-Zeit zu dem Gebett in die
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