Beichtiger zu St. Gallen. r Z-
1 -en m ihren Nöthen / und Anligengeholsscn härte; derowegcn verlobtesiedas Kind mrt einem wächsinen Schereckel / und gewissem Gcbett zu deß Heil.Mannö Grab / verspricht darneben /feinen Lag alle Jahr ihr Lebenlang zu-feyren/ und den ersten Sohn so sie her-nach wurde gebähren / mit deß Heil.Notkeri Nahmen zunennen. Alssie solches Gelübd gethan / hortedas Tochterlein alsbald auf zu schreyen/der Schmertzen miltert sich / war besservon Lag zu Tag mit ihme / und end-lich würd es vollkommen gesunde
Hans Kolcr Bürger zu S. Gallen/hatte einen fünffIähnqen Sohn / derLahm an Händ/und Füssen war/ daßer nicht gehen könnte; dessen Mutterwürd ermähnet von ihrer Nachbäu-rin / Heinrich Maurers deß ScherersHaußftauen / daß sie das Knäbleinzu deß Heil. Norkcri Grab tragen sol-te. Da solches geschehen / ward als-bald dem Kmd geholffen/ daß es gleichdenseibigen Tag gehen könnte.
Margaretha Langurichin ein Bür-gerin zu S. Gallen / litte sehr grossenSchmertzen an dem lincken Schenckel /daß sie deßwegen weder Essen nochSchlaffen mochte. Die ward gemah-net/ durch ihre Nachbaurin / sich mitgewissen Gcbett/ und LiechternzudeßH. Norkeri Grab zuversprechen / alssie dises verriebt / fienge es gleich anbesser zu werden / und ist hernach sol-cher Schmertzen gantz vergangen-
Barbara Fügerin aus dem Ried-holtz / hatte einen Sohn / der war ineiner Scheur ab der Bünne in dasThenne hoch herab gefallen / dardurcker den Hals also verletzet / daß er inneun Wochen das Haupt weder auf-heben / noch um sich wenden möchte.Die Mutter verlobt / und thut mitdem Knaben ein Fahrt zu S. NotkeriGrab / so bald er in desselben Capellkommen / sienge der Knab an aufzu-schreycn: Mutter ich kan obsich sehen/sie laufft herzig weinet vor freuben /und findet die Sach also znseyn/wurd al-soderK nabhernachgantz gesund.Gcmel-te Barbara war hernach eines Kindsgenesen / daß sie nur 21. Wochen ge-tragen / und aber für Tod geschätztwar. AIs fie solches mit einem leben-digen Hpffcr zu dem Heiligen Notkeroverlobt / erzeigte sich alsbald das Le-ben an dem Kind/ und es war geiaufft.
Genoveva Sprdllin von S. Gal-len / hatte ein vier Jähriges Knäb-lein/ daß war in einer Nacht von sei-
ner Mutter gantz gesimd in daß Bethgelegt. An den Morgen aber fändesie seinen Leib mit Vlareren gantz um-geben / als wann es von Neßlen ge-brannt wäre. An dem andern Taghernach wäre der gantze Leib voll böserGeschwür / und sehr geschwollen Dasolches deß Kinds Großmutter gesehen/ermähnet sie die Mutter ein Fahrt zudem Heiligen Notkero für das Kindzuverloben. AIs sie solche Wallfahrtmit ein andern verrichteten / wäre andem dritten Tag daraufder Knab gantzfrisch / und gesund.
Heinrich Geißbiirer von Betznau/Bürger zu S. Gallen/ hatte auf einZeit ab einem Fuder Heu / die Achselaußeinander gefallen / da er sich ver-sprach zu dem H. Notkero / ward ergleich wider geheylet/ ohn alle HilffderArtzten.
Barbara Studerin von S. Galilenz hatte ein z. Aäynges Knäblein/als sie es in einer Nacht in o.is Bethgelegt / schrye das Kind : -0 Mutter esist ein Weib bey mir gewesen/ an demMorgen fände die Mutter das KindLahm an einem Arm / da sie aber fürdasselb 2. wachsinc Arm verlobte / ei-nen unser lieben Frauen in dem Gotts-hauß S- Gallen/ den andern dem H.Notkero / da sie solche Gelübd ausrich-tete/ war der Knab in drey/oder vierTagen widerum gesund.
Eberhard Holtzmann Stattknechkzu S. Gallen / als er im Kneg wäre /da die Eydgnossen das Schloß Lowisin Lombardey belärgerten / war außdem Schloß auß einem grossen Stuckherauß geschossen / daß die Kugeleinen Stein antrafst der in kleine Stück-lein zersprang/ deren etliche gemcltemEberharden an beyde Bein / oderSchenckel sprangen / und ihn hart ver-letzten. Auch schösse ihne ein Schützmit einem Pfeil in einen Schenckel / daßvon solchem etliche Stücklein im Fußvcrbliben. Wiewohl er aber auf selbi-ges mahl von den Wundartzten gehey-let ward / hat doch / nachdem er widerzu Hauß kommen/ der Schenckel ihmevon neuem angefangen zu schwellen. AISer aber sich zu S. Notkero verlobte-und sein Grab besuchte / seynd gleichdenselben Tag/ die Stücklein vomPfeil auß seinem Fuß gangen/ und erward witler Zeit gantz gesund.
Gallüs Schlosser Bürger zu G.Gallen/ ob er schon etliche Jahr v,I ge-hört von der Heiligkeit S- Notkeri /achtet er die doch ein weil wenig / undAa? trug