8. Virgc), 8c cum focislru8 suir. ^ 19 t
Ist von den Hunnen gemarkyret worden / inr Jahr 92 z. den 2 . Mais.
on dm Ueben / und
«der
heiligen Jungfrauen Wyborada / und ih-
ren Mitschwestern/ leuchtet mit Prophe-
tischem Geist/und vilcn Wunderzeichm
MG
Ihr Leben haben bescheiden zween geistliche Convcntsherm / Ecker-,mdus/ und nach vilcn Jahren auß ihme «epiäanus; wie solches bey Mel-chior Heimisseld ToldastkN ^omö 1 . ^llemsnuicarum tverum, parce 2 .-loi. zrz. zu lesen ; und ist diß unser Leben darauß gezogen. Ztem »ermLll-VU8 Lon^act,^. Etliche Gallensische Vätter / und Lonventhcrrcn/ sonder-lich kt. O. ^oclocu» /Vierler in /^unLllbuz, und cie viris Iliuttnbus 8 Oslli.LrLviarum propi-ium O 8. OaUH ?. ?eorux L-,ni6us 8«e. skl'u, M stl-
nem Teutschen ^srcyl-oiogM , auf den andern Maycn. )«-,5>ne8 8.UMPV.U-,und kraiicitcuL Oatiümanuu;, in ihren Chromckcn/ an mehr gesagten Stel-lungen.
Pborada von Klingen in Kinder gegen ihrer Eltern. Als der H.dem Turgöu gebohren/ Wyborada Eltern noch m hohem An-von fast adelichen El- sehen/und wohlhäbig/und in guter Ge-tern/die an Tugenden/ sundheit lebten ritten sie an einem be-und Christlicher Am sondern hohen Festtag zu der Kirchen/dacht reicher / als an den Gottsdienst anzuhören / nahmenZeitlichen Gütern waren. Dises Jung- auch ihre Tochter Wybvradam mit sich/stauletr, gäbe in seiner Kindheit / und die wolte in ihren gewöhnlichen / undblühender Jugend genügsame Anzei- einfältigen Kleidern aufziehen ; diefettigen / und voltkomm- Eltern aber crmahneten sie / daß sieneu vebens / in dem es sich aller K'in- sich nach ihrem Willen solte bekleiden /derspthl / Freud / Tantzen / und der- dem hohen Fest zuehren / und ihremgleichen einschlagen; und sich zu ihrem Stand gemäß. Wyborada gehorsa-Schöpffer / und Seeligmacher gewen- mete den Eltern/ zierte sich mit Klei-der hatte. Und obwohl ihres Vat- dern / und Weiblichem Geschrnuck /ters Adeliches Schloß/ und Wohnung saß auf das Pferd / und ritte in diezimlich weit von der Pfarrkirchen ge- Kirchen den Gottdienst anzuhören,legen / besürderte sie sich doch täglich / Auf dem Weeg aber ohngefährt stiesseund setzte alle Geschäfften hindann / da- die Heil. Jungfrau ein grosses Haupt-mlt sie die Kirchen mit blossen Füssen/ wehe an / daß sie von denstPferd ster-oder Parfuß besuchen / und ihr An- gen / und alle Zierd von dem HaUptdacht verrichten könnte. Ihrer Freun- reisten gezwungen würd. Darausden achtet sie wenig / und noch vil we- merckte die H. Wyborada wohl/ daßniger der frcmbden Persohnett / und GOtt sie von dem Weltlichen PrachtGastenmähren. Als nun ihre Eltern zichen/und zu einem geistlichen Leben de-in ihrem Alter in die Armuth / und in ruffen wolte. Deßwegen einschlüge siemancherley Kranckheiten gerathen wä- sich von diser Stund an / aller weltli-ren / pflegte Wyborada ihnen mit al- chcn Geschafften / und Händlcn/ wol-len Flerß m Waschen / und säubern/ in te nichts von Ehesachen / und verhcu-misiulid niderlegen/ in baden / und artz- rathen hören / sonder ihr Jungttau-myen/in Darreichung der Speiß/und schafft behalten/und dieselbe GOttauftdefi Trancks / welches sie offrermahls opffern-mit saurer Arbeith zuwegen brachte /
doch machte die Liebe der Tochter ge- Wyborada ist sö vil gesagt / als cmgen ihren Eltern alles gering- In Sum- Rathgeberin der Weiber / oder Weib-ma sie wäre ein schönes Exempel der lichen Geschlechts ; hatte zwo Schwe-
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