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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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rv6 8. Lckremira.

Meinrads Gellen / da wurde er mit sreu-den / und nritleyden empfangen ; mitfteuden empfiengen sie ihren Vatter /mit schmertzen/ daß er des Liechts be-raubt wäre. Welches doch St. Ven-us wenig achtete / und dienere GOttdem Herren / und seiner außerwöhltenPatronin / und Fürsprecherin Mariädir überige iz. Jahr seines Lebens.Von dem er vilfältigen siissen Trost /und Heimsuchung underdessen empfan-gen / dann was ihme an leiblichen Au-gen entzogen / daß erstattete GOTTin grösserer Erleuchtung des Gemüths.Etlich Jahr vor seinem Todt schickteihme GOtt auch zu in den finstern Waldden Seeligen Eberhardum ThurmVrobsten zu Straßburg/ deine inEin-MerischenLeben nachzufolgen/ und demGottshauß den Anfang/ und Fort-pflantzung zu geben: dessen sich St.Benno höchlich erfreuete mit dem al-

ten Simione sprechend : ckimlrris

Oomine leruum ruum in psce, guiavicierunr oculi mei, öcc. Jetzt Herrlassest du deinen Diener im Fridenfahren / dann meine innerliche Augenhaben meinen Nachkömmling gesehen/welcher dir ein andächtiges Hauß in di-ser Wildnuß bauen wird. Und alser Z2. Jahr im Einsidlischen Stand zu-gebracht/ nehmlich 19. Jahr vor dem/daß er zu Metz Bischofs erwöhlet wor-den / und dann nach Übergebung desBischöfflichen Ampts / noch iz. Jahr/starke er Seeliglich im Jahr Christides Herren 940. den z. Augstmonat/und würd mit grossen Leyd wohl desAbts Cberhardi/ dessen Blutverwan-der er solle gewesen seyn / als andererMitbrüder/ vor unser lieben FrauenCapell zu der Erden bestattet/ daseyn H. Leichnam noch rastet.

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Fas scellge Kcbm/ und NbsteMn

dksHkiligm Cberhardi Emsidlers/understen Abts im finstern Wald/ oderEmsidlm.

Starke im Jahr Christi 9;8. den Lri Attgstmonar.

Von ihme schreiben/ und melden hochehrlich l^ermsnnu; OomrsK»»in feiner Ehronick. ^oarmes ^rickcmius Xdbss bpLlcheiwensss, 6c virl8 lilu-ttrlbus 0rä. 8. keneäiÄi lib. c. rrf. BkrN0 der ZO. AbtiN dtt Reichen-au/ im Leben S. Ulrichs zu Augspurg. ^.rl-oiäu; iVlvll I.i§ni VNS! den1 1 . Mertzen. Endlich die kleine Teutsche Emsidlcr Chronicken in den Jah-ren I s 87 - I6OZ. und 16ZO. außgangen. Item (Nirlstoxkorus kigrcm-m^nus tll , auß welchem diß Leben gezogen.

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Sein Hcr-konimcn.

Di? se 4 igLh:«».Probst/jichcl in

jBERHARDUSaus deStammen der Hertzogevon Francken /Hessenund Wetterau gebohrenein Bruder oder nächster Blutsfreund HertzogHermanne zu Schwaben/ vonIugenauf zur Gottsforcht / Andacht / ungeistlichem Stand gezogen / und zeiilich an das Bischthum Straßburg blfördert/ aufwelchem Thumstifft erst«dermassen from / und weißlich gehaten / daß er allda Thum-Probst erksen/ und eingestellt worden. Weaber Eberhard zeitliche Ehr / undden / Delr / und Gut / und allen ai

dern weltlichen Pracht germg schätzte /und aus gantzem Hertzen verachtete / Wa>^auch seine Gedancken mehr dahin ge-wogen waren/ wie er GOtt seinemHeyland in einem abgesonderten Orth/und Geistlichem Stand / vollkommlichdienen könnte / und bey GOtt disesinnständig mit sondern Eyffer zueslan-gen sich in täglichem Gebett beflisse /wäre er im Jahr Christi 9Z4- zu Herbst-zeit zum drittenmahl durch ein himm-lische Stimm ermähnet - Er solle sichin den Unstern Wald zu deß heiligenMeinradi Cellen begeben. Er folgtedsser Anleitung / zöge / und käme zugemeltem Ortb / allda fände er den

Gott-