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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem H. Benno / Bischoff/ und Beichtiger 225

ße an einem so H. Orth ihme zuwoh-nen vergünstigen wollen. Erlangtsvon denen/ und zöge St.- Venno mitden seinigen/ und nothwendiger Zuge-hör im Jahr 906. dahin / wurde alldader ander Einsidler nach St. Megin-rado / oder Meinrad.

In seinem Antritt fände der stetigeNllswird ' Ritter den erwünschten H Orth gantz?,'dk» j»ge§ baufällig / weilen in so vileN verstossnenM Jahren sich niemand weder der Capel-len/ noch der Teilen selbe im Bau zu-halten / angenohmen- Derowegenseyn erstes bedenckcn wäre/ nach Ver-richtung seines gewöhnlichen Gebetts /daß unser lieben Frauen Capell widererneuert/ das Bruderhäußlein darne-ben erweitert/ und der umligende Waldaußgeremet/ und zu einer Wissen/ 0-der Matten (welche jetzt der Brül ge-bannt ) zngerüstet wurde/ desgleichendas Berglcin so jetzt BenNau/ von VeN-Nöne seyn Nahmen hat/ da auch nurWäldung gewesen / jetzt aber schöneMatten dastlbsten zubereit seynd wor-begebe den. Also käme dis H. Örth in einU'^ch glücklichen / und zierlichen Stand / undSt. Bcnnonis Befreunde/ wie auchAm ' mehr andere Andächtige wurden be--ivoid. wegt die Welt zUverlassen; SinteMahlsie ein Wohlgefallen so wohl an Be-quemung des H. Orths/ als an SttBennonis unstrafstichem Leben / undWandel geschöpfft / den Geistlichen- - Stand bey / uNd mit ihm anzutretten /N E. Undhinfüro zuleben. Weilen aber CiN-H sivlen vonNarur ein kaltes Okth/ und»nd Rkn ^ der Feldbau übel da fortzubringen/ em-psienge der H. Benno von der Abttis-sin zu ScckingeN zulehen die Znsul Uff-naw / im undern Züricher-See/ beyder Brücken Rapperschweil/ die lich-tete er/ uud pflantzet sie zu AufeNthal-tung seiner Brüdek. Bischoff Adel-berto von Basel käme Mich in den fin-stern Wald/ die H. Capell/ St.BeN-Uonem/ und seine Mitbrüder heimzusu-chen. Als er aber derer Eyffer/ undAndacht wargenohmeN/ Übergabe erder H. Capell / Und ihnen seyn Theil/und Gerechtigkeit an dem Dorfs Gie-rens in dem obern Elsäß/ und er St.Benno vermachte eben an dis Orthall seyn Vatter und-Mütterlich Erb-schafft/ so nicht muß gering gewesen, ftym

z. Da der H. Benno wie gehört/ dieSachen mit Göttlichem Beystand weiß-lich angeordnet/ Und samt den seinigenihr Zeit in grosser Lieb / Andacht / Bet-ten/Fasten/ und Wachen zubrachten/Und sich gantz darzu ergeben / in ange-fangnem Stand zu verharren/ in sol-

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chem Gottsdienst das Leben zubeschlies-stn. Da scherdte von distm Leben imJahr Christi des Herren 925. der from-me eyfferige Bischoff zu Metz Wirge-rus ; An dessen statt war unser Seli-ger Benno von den Thumherren/ we-gen seines H. Lebens/ erwöhlet/ dawUrde er nicht allein abgefordert/ son-der gezwungen / dem Bischthum außdem finstern Wald wider seinen Willenzu zuziehen / da er schon 19- Jahr demEinsidlcrischen Leben ergeben war. Ver-liesse also Persöhnlich den Orth/ Undseine Mitbrüder/ dessen Sinn/ undGemüth er doch niemahl von denen ab-legen können/ tröstlicher Hoffnung wi-der dahin zukommen. Versähe siedannoch zur Nothturfft/ theils von derJnsul Uffnaw/ und Dörff Gierens /theils auch auß seinem BsschthuM. INwelchem so bald er ankommen / fiengter an die Laster/ Mißbrauch/ und son-derlich die Bürger zu Metz in öffentli-chen Predigen zustraffen / und um Bes-serung anzumahnen/ und dis bey vrlcnNicht ohne Frucht. Aber etliche rei<che/ hochprächtige/ und hartnäckigeBürger/ welche nicht allein sich nichtbekehren wollen / sonder stelleten demfrommen / treu wohlmeineden Hirtengar nach dem Leben : und nach dem er2. Jahr das Bischthum verwaldet / er-griffen sie deN / stachen ihme die Augenauß/ damit er ihre Sünd/ und Lasternicht mehr sehen solle / und dardUrch ih-re Mißhändel nicht straffen könnte. DieThäter aber wurden in Concilio Driß-burgensi in Eleven/ in den Ban/ undvon dem Käystr Heinrich dem Erstenin die Acht gethan / und wo sie bettel-ten wurden/ vorn Leben zum Todt ge-richtet.

Dis zuverfügte Übe! nähme St. Ben-no mit dem gednlttgö Job von der HandGdttes/nicht allein gern auf/sonder hiel-te darfür daß es ihme zu seiner Seelen-Heyl/und Seeligkeir dienstlich seyn wur-de/und dardUrch gute Gelegenheit ha-ben Möge/ wider in den gewünschten fin-stern Wald / und Einsidlisches Lebenzugelangcn. Übergabe darauf dasBischthum denen so ihn erwöhlet/ MitVermeidung/ daß er dcme weiter vor-zustehen nun Mehr untauglich gemachtsehe. In dise Übergebung / und Ab-trettung zubewilligcn/ beschwerten sichso wohl das Capitel / als noch vil an-dere fromme Bürger zu Metz / und wol-tens nicht gukheffsen. Aber St. BeN- erhielt dem Kampff/ Und überwän-de sie/ Und nach dem Adelbero ein Ed-ler Herr/ nach ihm erwöhlet wurde /begäbe der H. Benno im Jahr Chri-sti 927; sich mit freuven wider zu St.

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G. Bem»wird Bi-schoff zu

Metz-

EtlicheI'iirqer,siech» n iWdie Augenauß.

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