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s L0>lK.^OU8, kpiicopus. Lc dorckellor.
stein mit Strick heraufgezogen / zerrißdas Gell / und der Srein fiel hinab aufeinen Jüngling mit Nahmen Conrad /der zu änderst stunde ; und hat rhn alsozerschlagen / daß man ihn nicht allein fürtodt/ sonder an allen seinen Glidern zer-knirscht/und zerbrochen gehalten. Aberdie Männer so heroben gestanden/ seyndgeschwind in die Grub hinab gesprun-gen/ daß sie dem zerknirschten / undtodten Jüngling zu hilff kamen. EinWunderding zusagen ; als man denStein hinweg geweltzet/ war der Jüng-ling gleichsam wäre er verzückt / Leben-dig gefunden / auch frisch / und gesundvon der Erden aufgehebt / als man inhiesse ein wenig ruhen/ undverschnauf-fen/ ist er unverdrossen wider zu derArbeit gangen / und hat die Traurig-keit in Freud verkehret / GOtt sey eselobt. Wie nun alle Ding gesäu-ert waren/und derEingangdeß Grabsgeöffnet/ ist der Bischofsberuffen wor-den/ so mit Bischofflicher Kleydungangethan / und wenigen Persohnen indie Kirchen kommen / in die Krufst hi-nab gestrgen / und den H. Leichnamoder Gebein / samt noch andern stuckenvon deß H. Bischoffs Kleydung / dienoch nicht von alters wegen verzehrtwaren/ an der rechten feiten bey sei-nem Haupt ein silberne Büchs ( nachetlicher aussag ) war das H. Blut Chri-
sti/ und andere Heiligthumer darin»aufbehalten gefunden. Es war auchdarbey gefunden ein zimliches grosses /und verschloßnes Trücklein/ daß gantzmit Heiligthumer erfüllet war. WaSsich nun für Wunderwerck so wol mitdem damahlen regierenden Bischofs /als Probsten zu St. Georgio/ in Er-hebung St. Ulrichs zugetragen / undwas für grosse/ und unzählbare Mi-racul / und Wunderlichen geschehen /deren wir über Die dreysßig erzehlenkonnten/ lassen wir es kürtze halbenverbleiben ; weil man solche in einembesondern zuAugspurggetrucktenBuchweitläufiger findet zulesen / dahin wieauch den Leser gewisen wollen haben.Über diß alles ist genugsam bewüßt /was der barmhertzige / und wunderrei-che GStt für gnadenreiche öffentlicheZeichen/ und Wunder würcket durchSt. Ulrichs Erden / in welcher sein H.Leichnam verwesen / wider die schädli-che stinckende Ratzen : Jnmassen sichim Grund / und Warheit befindet / daßdergleichen Unziffer weder in Augspurg/noch in dem gantzen AugspurgischenBischthum gefunden/ noch auch an denEnden/ und srthen da dises H. Er-dreich hingebracht/ und in gebürendetReverentz gehalten wird / blei-ben kan.
on dem »den, lind Werde» des
Heiligen Komadi, Bischoffs zu Ko-stantz.
Stürbe m dem Jahr des Herren 976. den 26. Aovemb.
Deß H. Conradi Leben hat sonderlich bescheiden Uäall-icu8, desNahmens der erste Bischoff zu Costantz/ an Ihr Heiligkeit CaltMm n.zu Erhaltung der Canonisation/ in dem Jahr Christi r 120. Item ^cvbusmüu; von Brcgentz/ in seiner Bischöffiicher Costantzer Chronick. Des
H. Conradi gedenckM auch HulT LccleÜX LonttLnrienür. ^olsnn,Vemoctmres in rsbulls äe Sacrificio Aiissgr. Lwisr Laronius, und ?ecru 8Lgnißu; in ihren ^larc^roloZiis. Lrevisrium Oonstsarienle , in dein Som-mcrthess kranciscus QuililMSNNUS üb. l. k.erum kielveciX csp. ulcimo./rrcbgrizz Nippels earrkußanus. kraaciscus kkarwüs, auf dm 26. ^ag'Wintermonats» l^. Lbrickopborug kiarcmanvus LeneäiLillluz , Propstbey St. Geroldo ob Feldkirch/ in seinen ^nnrlibm tteremicnrum, aufdas 948 Jahr» )->Lobu5 lUerclr. Pfarrherr in Simmaringen. Undu. ?. iviLctiLuz n.gäeru8in seinem zierlichen Werck LsvariL 8gn<I-r z.R-. k. ^rroläus Mou in dem Bu(H/ der Baum des Lebens/ ersten Theil
in