Bischoff / und Beichtiger-
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nahet fliegen/ daß sie an die Schrof-fen erbärmlich stießen/ und in deinflugin das Wasser sielen / und letstlich nichtohn grosse Noth- und Zwang- sich«'Em widerum heraus schwungen. Als nunUUlcu diss H. Männer ein gute Zeit disemPeyn. Spectacul zusahen / und die Vogel vonihrer Peyn nicht walten nachlassen/ver-merckten sie wohl daß dise zween Vogelarme Seelen wären/ die ihre Sund andisem Orth aus Göttlichem geheimen
, Urtheil/ büßen müßten ; Hiemit außgrossem Mitleyden giengen sie widerumin das Schloß - das H. Meßopffer fürdie arme Seelen/ GOttdem Allmäch-tigen auszuopffern. Der H. Cvnra-dus gäbe seinem Gast St. Ulrich den> Vorzug als dem Eltern / und allerlieb-sten Freund. Wie nun S. Ulrich seyn
Gebe«/ und H. Meß vollendet hatte/sahe man daß ein See! in Vogels ge-stalt verschwunden. Nach solchemgienge auch St. Conrad mit grosser An-
. dachr zu dem Altar / und nach vollbrach-ter Meß war auch die ander Seel erlö-set/ und durch solcher Heiliger Män-ner Geben- und hohes Opffer derH.Meß von ihrer Peyn/ und Matter er-lediget.
d.?. 5. Auf ein Zeit begäbe es sich an ei-nem Ostertag/ wie St- Conrad in derLhumkirchen zu Costantz dasAmptderMeß verrichten wolte/ und allbereit diegewöhnliche Wort der H. Lonsecrati-vn über den Wein im Kelch abspre-chen / daß sich ein grosse Spinn von 0-ben herab auf den Altar gelassen/ undvhnversehens / oder villeicht aus Schi-ckung Gottes/ in die Mine des Kelchsgefallen. Wiewohl aber der H. Mannwohl erachten könnte/ in was Gefähr,lichkeit des Lebens/ natürlich darvonzureden/ er wäre/ so er sie messen wur-de : dannsch damit dem gedachten Hoch-würdigsten Blut IEsu Christi kein Un-ehr bewissen wurde/ hat er dassrlbigeH. Vlut mit der Spinnen in einem fe-sten Glauben/ und gutem vertrauen inGOtt/ mit einander empfangen/ undgenossen/ darnach vollendet er das H.Ampt der Meß. Nach dem nun derH. Mann von der Kirchen in seinemHoff angelangt - und darauf zu Tischgesessen/ neiget er seyn Haupt in bey-de Händ/ und sitzet ein weilstillschwei-gent. Ab Visen Gebärden warenseine Diener erschrocken mit Verwun-derung /was ihme zugestanden / und be-gegnet wäre. Er aber tröstet sie mitfreundlichen Worten/ und ermahnetesie/ daß sie sich nicht sotten fürchten /noch bekümmern / dann er eines beson-dern Gastes zuerwarten habe / undgleich Barauf kröche ihme die Spinn le-
bendig / und unversehrt widerum ari-dem Magen / und Mund. Darnachzeigte er ihnen an/ wie es ihme ergan-gen wäre/ deßwegen sie alle sämtlichGOtt dancketen/ und lobten.
Nach dem er nun zu einem hohen s.Alter kommen/ hat ihn GOtt der Herr/ S-Comünach Ablauffung42.Jahren seiner glück-fettigen Regierung seeliglich aus disemJammerthal beruffen in die immerweh-rende Freud / welches geschahe/ als manzehkt nach Christi Geburth 976. Jahr/auf den 26. Tag Wintermonats. Erwürd ausserhalb des Thumö/ an die Ca-pellen St. Mauritij (die er selber hatbauen lassen) under den blossen Himel /wie er daß in seinem Leben/ aus De-müthigkeit begehrt/ begraben. Esgeschehen aber bey seiner Begräbnußan den armen/ und presthassten Men-schen/ welche ihn um Hilff/ und Für-bitt gegen GOtt angeruffen haben/ vilwunderbahrliche Zeichen/ durch die derallmächtige G-Ott seyn Heiligkeit kundt-bar/ und offenbar machen wollen. Ausdenen wir etliche wenig aufs «verkür-zest einführen/ dann andere wegen län-ge der Jahren vergessen / auch vil ausEinfalt der Menschen nicht verzeichnetworden-
Und zum ersten ist bewüßt / daßzu underschidlichen Zeiten zwo Persoh-nen/ so von ihrer Geburt an stock Blindgewesen/ bey dises Heiligen Grab /nach vollendtem andächtigem Gebett /sehend worden seynd.
AM«Blindewerden -tzsehend.
Ein anderer der 4. Jahr lang Krum/und Lahm war / hat sich zu des Heil.Grab an Krücken kriechend begeben /sich 6. Monat bey dem Grab aufgehal-ten/ und Tag/ und Nacht den Heil.Conrad um Hilff/ und Gesundheit mitvilemandächtigem Gebett/und Senff,tzen angeruffen. Als nun diser lang-müthige lahme Mensch mit höchster An-dacht GOtt den Herren in seinem Hei-ligen anrußte/ siele er uhrblvtzlich aufdie Erden/ und gäbe kein Zeichen mehrseines Lebens; die herum stehende Men-schen erschracken / und giengen hirpu ,ihne zubegraben. Bald daraussien-ge der vermeinte todte Mensch an seineAugen/ und Mund aufzuthun/ seinelahme Fuß allßzustrecken / und in ei-nem Augenblick wäre er widerum frisch/und gesund.
Ein LaS»mcr wir-gesund-
Ein junger K na b / so an allen vie-ren Krum/ und Lahm / begehrte von sei-nem Vatter/ daß er ihne zu deß H. Con-rads Grab tragen solle / dann er hoffteallda seyn Gesundheit zu erlangen ; der
' Vat-