Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von den Heiligen / des Gottshauß zu Einsidlen.

ro für ein seelige Matronen gehalten / Leuth / und Gerechtigkeiten/ vonwel-und verehret worden. Sie hat ihrem chem hernach dem Gottshauß Einsid-H. Sohn Adalrico zu dem Erbgut hin- lcn solches / als ein Profeß / und Con-derlassen was sie gehabt hat zu Pfeffi- ventual daselbstcn / vermacht /cken / Steffe / und Wolbrau an Land/ und vergäbet worden.

II.

tz. Lc 0-.nfeÜor.

iceligm Aietland/ M

Beichtiger.

und

Im Jihr

96z iM»8. Maij

c-r>. 1. E^lHjetlandus ein gebohrner Grassvon Buchhorn / Lintzgöu /Rheinthall/ und obern Thur-göu/ ist des Burckhardl desandern / Hertzogs zu Schwaben ( wel-ches HertzogthumBnrckharvus imIahrChristi 910. wegen seiner Mann-Weiß-und Klugheit/ und grosser Reichthumvon demRömuchen KönigConrado demI.zu Leh^n bekommen / undzehen Jahr^ besessen / auch Üblich regiert/ und ge-mehrer hat: Er war auch ein Natterdes H. Adalrici von seiner andern Ge-mähtem der H. Regulinda / wie hicvorzufinden ) leiblicher'Brudcr gewesen.

». Es wäre aber der S. Thietlan-dus von Jugend auf ein züchtiger/ from-mer/ und. andächtiger Jüngling/ derseyn Jugend / und Alter in dem stu-Vieren/ und Gottseeligem Leben nutz-dus »2 zubrachte. Als er nun bey gu-s«,Eins ten Tagen / und Jahren wäre/ um«li. das Jahr Christi yz8. entschlösse er sichin den finstern Waid gen Emfidlen zUden Gottseeligen Nattern Veunone /und Eberharden sich zubegeben / zu de-nen er sich' geselltte/ die Welt / undweltliche Geschafft verliesse/ und lerst-lich den Emsidier Stand / und St. Be-ncdicri Orden/ und Regn! annähme.Wie nun discr Gottseeligc Thietlandusalso siben Jahr im solchem heiligen Le-. den / und aller Voukommenheit nutz-. lich zugebracht / würd er von dem AbtWird Cöi Eberhard» im Jahr 945. zu einem Mit-«viurv. regierer/ oder Heister des schweren

Kloster- Baus /und täglichen Gelcbäff-len erfordert; weichem Ampt er Thiet-landuö vierzehen Jahr lang löblich undfleißig vorgestanden / und dem Gott-seeligen Abt Eberhardo treulich undnützlich mit Rath/ und That beyge-sprungen. .Als aber nach vierzehen WirdMJahren im Jahr 9z 8. der Gortseelige zu Ei.G.Abt Eberhardus von drser Welt ge- lcn.scheyden/ würd Thietlandus von demEhrwürdigen Lonveut zu Einsidlen miteinhelliger Summe/ zu einem Abt er-wählet. Der hat hernach seyn Ge-schicklichkeit in einem Tractar/ oderBuch / der Welt hindertassen / in wel-chem er die Epistel des H.Apostels Pau-li außgelegr / und Lommenriert hat ;wie Hermannus Lonrractus bezeuget.

l

Wie nun Thietlandus dem Gotts-hauß Einsidlen sünff Jahr/ und neunMonar/ mitgeistllchem/und zeitlichemNutz vorgestanden / und jetzt ein gros-ses Alter erlanget/ und vil außgestan-den hatte/ gäbe er dem Lonvenr zuEinsidlen die anbesohlnc Abtey um Ru-he willen/ im Jahr Christi des Her-ren 96z. damit er sich dem Dienst Got-tes Mißlich ergeben möchte/ frcywil-lig auf. Lebte also in grosser Heilig-keit biß an seyn End/ welches dochbald vorhanden'gewesen/ dann er den28. Tag Mayeno selbigen Jahrs, ver-schwelt/ und bey dem S- Eberharden/.vor unser Lieben Frauen Capeli begra-ben/ als er sechs und zwantzig Jahran disem Orth gelebt hatte»

III.

I) ^ I. I 0 8 , donfcllor

W

»rs^; den»-.Ecpt.

». (K^^Urckhardus des Nahmens derandrr / Hertzog in Schwaben'/ein gebohrner Grass von Buch-horn/ Rheinthall , und ObernThurgöu/ erzöge bey seiner andernGcmählein der Gottseeligen Regulin-Zween L>öhn/ und ein Tochter.Vurchhardum den dritten/ so hernach

ss. lVlurcrj Die Schweitz»

auch Hertzog in Schwaben war; Bet-thum die dem König von Burgund /Rudolpho dem andern vertraut wor-den, undden serilgen Adalricum/ oderAlarieum; wie die alten EinsidlischeChronlck/ und Schriffrcn bezeugen. .Adalricus der fromme Jüngling ver- Adalncusliesse in seiner blühenden Jugend um Am. *Ff 2 das