Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Des Gottshauß zu Emswlen. Lzz

ftynd sie beyde widerum in ihr Kloster- und Lebens. Nach ihrem Todt istlem Friese nebenFeldkirch gezogen/ Uldaricus m seines Vatters Kirchenallda seeljglich gelebt/ und gestorben / ohn fcrrn von ibme/ Cunoaberin St.«icht ohne Wundexzeichen/ und Hm-- Anwnij Capellen oarhinder zuderlassung eines Heiligen Nahmens / Friesen begraben worden.

VII.

8. Lc (^onfejsor.

Nom Wecligm Übt / und Beichtiger

Gregorio.

das Jahr JEsu Christi neunHundert / regierte in Engellandder König Eduardus/ welcherbey seiner Königin/ oder Germählein drey Söhn Adelstanum/ Ed-mundum/ und Gregorium/ und einLochtet Elgidim erzeuchre. Adel-stanus / und Edmundus / oder Egmun-Lus regierten das Königreich Engel-land nach einander nach ihres VattersTodt: Elgidis bekäme zu der Ehe Kai-ser Otten / des Nahmens den ersten /Hertzogen zu Sachsen / mit demZunah-men der Grosse.

^p- r. Gregorius aber wäre von JugendAlanen aufeinfrommer andächtiger/ und hoch-WIung. verständiger Jüngling / nähme biß zuM'chell seinen Männlichen Jahren in allen Tu-vrand. genden zu. Darnach würd ihme sei-nes Königlichen Stammens gemeß emGespons / oder Hochzeiterin angetra-gen / und vertrauet/ aber der frommeJüngling Gregoriuö um der Liebe Got-tes willen / und Erhaltung seines Jung-fräulichen Stands/ nach dem Exem-pel des H. Alexij / und Sebaldi / ver-liesse seyn adeliche/ und tugendreicheGespons in der Nacht der gehaltnenHochzeit / verliesse auch seyn Haab, undGg^/ seyn Vatterland/ und Gebrü-M gen der m Jahr 949.MW zöge in PilgrambS-^ weis/ und unbekannt/ von Andachtwegen gen Rom; und als er ein Zeitlang zu Rom auf dem Berg Cälio ge-wöhnet/ und die H. Plätz/ und Oer-rher mit Andacht besucht hätte/ bekä-me er einen grossen Eyffer/ und An-muthung zu dem Geistlichen Emsidler-Stand / und die Weld / Vatterland /auch alle Königliche Zierden / und Wol-lüst zuverlassen. Als nun Gregoriusmit solchen H. Gedancken umgienge /und von GOtt durch emsiges / und eyf-feriges Gebett Leitung/ und Anwei-sung begehrte / wohin er ziehen solte /und wo er GOtt andächttgUch in demgeistlichen Stand recht/ und vollkom-menltch dienen möchte; da würd er drey-mahl zu Nacht von einem Engel ermäh-net/ daß er solle in das Teutschland zie-^ ven / an das Orld in dem Schweitzer-

länd so St. Meinradi Cell in dem fin-stern Wald genannt. Der H. Gre- S- Enga»goriuö zöge von Rom/ aus Ermah- rios iiedlnung/ und Lenung des H. Engel Got- yeniLm,id,tes / und käme zu dem GonseeligenAbt Eberharden / und Thretlanden inden finstern Wald gen Einsidlen durchWeegweisung eines frommen Pügers/und Bürgers der Statt Zürich/ wel-cher dem Gregorio allen Verlaust aufdem Weeg der Engelweyhung/ so invorgehendem Jahr in der H. Emsidli-schen-Capellen geschehen / erzehlie /und under anderm Gespräch meldete erauch das Gottseclige/ und H. Leben/so die Bruder indem Kloster führten/dardurch würd Gregorius höchlich er-freuet/ daß ihn GOTT der Allmäch-tig an so ein heilige Wahlstatt berustenhätte.

Da nun Gregorius zu Einsidlen an- e-p.gelangt / und freundlich empfangen war/ Wiro eil»legte ihme hernach der Abt EberharduSauf sein bitrliches begehren/ den Heil.Benediktiner Orden an thäte nach ver-ssvßner Zeit die Profeßion / und wardie Täg seines Lebens ein Gottseekiger/und heiliger Einstdler/ und allen Brü-dern lieb / und angenehm. Derohal-ben nach 12. Jahren von seiner An-kunfft / und Klösterlichen Stand/ alsjetzt EberharduS Abt GOtt seeljglichgestorben/ und Abt Thietlandus fünstJahr dem Gottshauß Einsidlen vorge-standen / und wegen hohen Alters /auch schwärer/ und unerträglichen Bür-den im Jahr 96?. die Abtey sreywil-lig aufgäbe / war der Gottseclige Mail Er wirdGregorius von den Vrüdernzum drit- AbtruEia,ttn Abt emhelliglich erwöhler. Er resgierte das Gottshauß 2z. Jahr mitgrossem Lob / mehrere die Zahl der Bru-der/ und nähme under andern auch inden Orden auf den H. Wolssgangum /so hernach Bischofs zu Regenspurg wor-den / und vil Wunderzeichen vor/ undnach seinem Todt biß zudiserZeitwür-ckete. St. GeroldUs Hertzoq vonSachseu ergäbe sich / und seine beydeSöhn Cunonem / ^idarrcum samt ih-rem Klöstertejf» / und Emöde zu Frie-sen