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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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242 Von dem Heiligen Wolffgang/ Bischoff/ und Beichtiger.

brannte allda die Verstatt / verhergteRhemis / Sueßion/ und Laubun dieKoMwim, Hertzogthum. Zm heraus kehren§ber?in^ lrber / als das völlige Kriegsvolck anwüd Was- den Fluß Axona kommen / welcher ber-ste. mästen zugenohmen / und angeloffett /daß er wederzuFuß noch zuSchiffüber-zukommen bequem wäre / die Frantzo-sen aber mit aller Macht auf die Kai-serlichen setzten; ermahnete St. Wolff-gang die seinige in GOttes Nahmendurch das Wasser zugehen. Als aberetliche sich vor der Gefahr entsetzten /begab er mit erstem sich in die Gefahr/gienge also er / der Käyfer Otto / undauf sie das gantze Kriegsvolck durch /seynd also ohne Schaden den Frantzo-sen entrunnen.

*«? , Die 22. Jahr / in denen er Bi-schofs war / wolle er weder bessereSpeiß noch Kleidung die etwas zierli-cher wären/ noch bessers Bethgewandbrauchen / als wie er zuvor gewöhnetwar. Er hielte sich in dem Wachen /und Gebttt gleich wie zuvor/ dannofftist er zu Mitternach heimlich aufgestan-den / und heimlich in die Kirchen gan-gen / darin» biß auf die Metten ver-harret / wann dise geendet / und derTag noch nicht angebrochen / rastete eralso m allen Kleideren/ seine abgemüd-te Glider etwas zuerquicken. Dasstillschweigen hielte er vor der Prim /und nach der Complet so fleißig / alsob er noch im Orden wäre. In allenseinen Reden/ und Conversation/ warer bescheiden/kurtz/ und sanfftmüthig.Wie er aber in dem Opffer/ nndNies-sung deß H. Fronleichnams sich ver-halten/ dasselbig mit Zäheren / undThränen verricht / und genossen / sichdarneben GOtt inniglich mit demüthi-gem zerknirschtem Hertzen aufgeopffert/ist nicht zuerzehlen. , Zu Tisch gienger mehr ausNothturfft/ als aus Wol-lust / und unordenlicher Begierd / inessen / und trincken mäßig/ und brachedem Begirv noch vil ab/ liesse ihmeal-lezeit zu Tisch lesen / damit sein SeelGroße auch gespeiste wurde. Er heylete al-WmMr. lcrlcy Kranckheiten / erledigte die Be-icichm bcy stssnen/und mit Auflegung seiner Hän-rcocn. ^11 thät er grosse Wunderzeichen /durch das geweichte Brod so er denK rancken schickte machte er vil gesund.Summa sein gantzes Leben war wun-derlich / und ein Spiegel aller Vollkom-menheit. Wenig Täg vor seiner hin-fahrt / zöge er Geschafften halben /nach dem Stättlein Pechlaren in niderOesterreich / im Regenspurger Bifch-thum gelegen als er die Thonau hinabschiffele biß gen Puggingam / ergriffeihn ein starckes Freber/ und da er wus-

ste sein Sterbstündlein vorhanden zu-seyn / und aus Göttlicher Offenbah-rung verstände / es wurde bald erfül-let werden / was ihm vor Zeiten zuEinsidlen St. Othmak vorgesagt / lies-se er sich meine Kirchen / und Capellenzu St. Othmari Ehr gewyhen/ tragen/und für den Altar setzen ; da beichteteer seine Sund / und Fähler mit gros-ser Reu/ und Leydwukde mit dem zar-ten Fronleichnam IEsu Christi verse-hen. Auf dises spräche er den umste-henden zu / solren sich deß ChristlichenGlaubens/der Hoffnung / guter Wer-cken/und Liebe befleißen; befähle sich/und alle ihm anbefohlne GOtt demHErren / und seinen lieben Heiligengantz inniglich. Nach solchem legteer sich zu boden/ wolle daß alle gegen-wärtige seinem End auswarten / undbefähle daß niemand ausgeschlossen welc-he. Nach gehaltner tröstlicher Er-mahnung / thäte er die Augen zu ebenals schließe er / gäbe also sein seeligenGeist aus / in die Händ seines Erlö-sers / den letsten Weinmonat in demJahr 99z. wie Christophorus Hart-mann / Baronius aber 999. Sigeber-tuS aber / und andere 994. vermeinen.Seines Bischöfflichen Ampts im 22^Jahr. Nach 7. Lägen würd sein H.Leib von Hartwico Ertzbischoff zu Saltz-burg / und Grass Aribone (deren An-kunfft St. Wolffgang vor seinem Endaus Prophetischem Geist / vorgesagt /und befohlen ihnen die Zimmer zuzurü-sten ) nach Regenspurg in St. PetriMünster mit grossem Leyd / und Thrä-nen / hoch/ und nidern Stands-Per-söhnen geführet / und begleitet. Son-derlich aber die Armen / Witwen/undWeisen / beweineten ihren Vatter / undgewesne Zuflucht. Nach gehaltn«»Aemptern / und gebräuchlichem Kir-chcngepräng / wurde der H. Leichnamin St. Emmerani Kloster getragen /als er befohlen / und ehrlich begraben.Nach 58. Jahren aber / daß ist im IahtChristi 1052. als Papst Leo IX. istTeutschland aus hochnöthigen Geschaff-ten sich begeben / hat er vil von grossenWunderzeichen St. Wölffgangi / vongrossen Fürsten / und Herren auch vi-len andern gehört; durch derer bittlichErsuchung / und Anhaltuna bewegt /hat er ihn in die Zahl der Heiligen ge-sprochen / und erklärt / befehlen! daßman ihn andächtig verehren / und sei-nen Tag feyrlich halten solle. Über577 . Jahr als sein H- Leichnam bey St.Emmerano verborgen läge / seynd imJahr Christi 1614. seine Gebein widergesunden / und von Bischofs Wolffgan-qo dem n. mit grossen Freuden / An-dacht/und Pomp / an ein beqUeMers /

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