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242 Von dem Heiligen Wolffgang/ Bischoff/ und Beichtiger.
brannte allda die Verstatt / verhergteRhemis / Sueßion/ und Laubun dieKoMwim, Hertzogthum. Zm heraus kehren§ber?in^ lrber / als das völlige Kriegsvolck anwüd Was- den Fluß Axona kommen / welcher ber-ste. mästen zugenohmen / und angeloffett /daß er wederzuFuß noch zuSchiffüber-zukommen bequem wäre / die Frantzo-sen aber mit aller Macht auf die Kai-serlichen setzten; ermahnete St. Wolff-gang die seinige in GOttes Nahmendurch das Wasser zugehen. Als aberetliche sich vor der Gefahr entsetzten /begab er mit erstem sich in die Gefahr/gienge also er / der Käyfer Otto / undauf sie das gantze Kriegsvolck durch /seynd also ohne Schaden den Frantzo-sen entrunnen.
*«? , Die 22. Jahr / in denen er Bi-schofs war / wolle er weder bessereSpeiß noch Kleidung die etwas zierli-cher wären/ noch bessers Bethgewandbrauchen / als wie er zuvor gewöhnetwar. Er hielte sich in dem Wachen /und Gebttt gleich wie zuvor/ dannofftist er zu Mitternach heimlich aufgestan-den / und heimlich in die Kirchen gan-gen / darin» biß auf die Metten ver-harret / wann dise geendet / und derTag noch nicht angebrochen / rastete eralso m allen Kleideren/ seine abgemüd-te Glider etwas zuerquicken. Dasstillschweigen hielte er vor der Prim /und nach der Complet so fleißig / alsob er noch im Orden wäre. In allenseinen Reden/ und Conversation/ warer bescheiden/kurtz/ und sanfftmüthig.Wie er aber in dem Opffer/ nndNies-sung deß H. Fronleichnams sich ver-halten/ dasselbig mit Zäheren / undThränen verricht / und genossen / sichdarneben GOtt inniglich mit demüthi-gem zerknirschtem Hertzen aufgeopffert/ist nicht zuerzehlen. , Zu Tisch gienger mehr ausNothturfft/ als aus Wol-lust / und unordenlicher Begierd / inessen / und trincken mäßig/ und brachedem Begirv noch vil ab/ liesse ihmeal-lezeit zu Tisch lesen / damit sein SeelGroße auch gespeiste wurde. Er heylete al-WmMr. lcrlcy Kranckheiten / erledigte die Be-icichm bcy stssnen/und mit Auflegung seiner Hän-rcocn. ^11 thät er grosse Wunderzeichen /durch das geweichte Brod so er denK rancken schickte machte er vil gesund.Summa sein gantzes Leben war wun-derlich / und ein Spiegel aller Vollkom-menheit. Wenig Täg vor seiner hin-fahrt / zöge er Geschafften halben /nach dem Stättlein Pechlaren in niderOesterreich / im Regenspurger Bifch-thum gelegen als er die Thonau hinabschiffele biß gen Puggingam / ergriffeihn ein starckes Freber/ und da er wus-
ste sein Sterbstündlein vorhanden zu-seyn / und aus Göttlicher Offenbah-rung verstände / es wurde bald erfül-let werden / was ihm vor Zeiten zuEinsidlen St. Othmak vorgesagt / lies-se er sich meine Kirchen / und Capellenzu St. Othmari Ehr gewyhen/ tragen/und für den Altar setzen ; da beichteteer seine Sund / und Fähler mit gros-ser Reu/ und Leydwukde mit dem zar-ten Fronleichnam IEsu Christi verse-hen. Auf dises spräche er den umste-henden zu / solren sich deß ChristlichenGlaubens/der Hoffnung / guter Wer-cken/und Liebe befleißen; befähle sich/und alle ihm anbefohlne GOtt demHErren / und seinen lieben Heiligengantz inniglich. Nach solchem legteer sich zu boden/ wolle daß alle gegen-wärtige seinem End auswarten / undbefähle daß niemand ausgeschlossen welc-he. Nach gehaltner tröstlicher Er-mahnung / thäte er die Augen zu ebenals schließe er / gäbe also sein seeligenGeist aus / in die Händ seines Erlö-sers / den letsten Weinmonat in demJahr 99z. wie Christophorus Hart-mann / Baronius aber 999. Sigeber-tuS aber / und andere 994. vermeinen.Seines Bischöfflichen Ampts im 22^Jahr. Nach 7. Lägen würd sein H.Leib von Hartwico Ertzbischoff zu Saltz-burg / und Grass Aribone (deren An-kunfft St. Wolffgang vor seinem Endaus Prophetischem Geist / vorgesagt /und befohlen ihnen die Zimmer zuzurü-sten ) nach Regenspurg in St. PetriMünster mit grossem Leyd / und Thrä-nen / hoch/ und nidern Stands-Per-söhnen geführet / und begleitet. Son-derlich aber die Armen / Witwen/undWeisen / beweineten ihren Vatter / undgewesne Zuflucht. Nach gehaltn«»Aemptern / und gebräuchlichem Kir-chcngepräng / wurde der H. Leichnamin St. Emmerani Kloster getragen /als er befohlen / und ehrlich begraben.Nach 58. Jahren aber / daß ist im IahtChristi 1052. als Papst Leo IX. istTeutschland aus hochnöthigen Geschaff-ten sich begeben / hat er vil von grossenWunderzeichen St. Wölffgangi / vongrossen Fürsten / und Herren auch vi-len andern gehört; durch derer bittlichErsuchung / und Anhaltuna bewegt /hat er ihn in die Zahl der Heiligen ge-sprochen / und erklärt / befehlen! daßman ihn andächtig verehren / und sei-nen Tag feyrlich halten solle. Über577 . Jahr als sein H- Leichnam bey St.Emmerano verborgen läge / seynd imJahr Christi 1614. seine Gebein widergesunden / und von Bischofs Wolffgan-qo dem n. mit grossen Freuden / An-dacht/und Pomp / an ein beqUeMers /
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