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Bischoff/ und Beichtiger.
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Ein JägerMt ihn indtt'Lild.«uß/mästeL'dttinftmEischkhnm.
^»Mt liit«krn auß
Elchen.
er.
lichtz Freud / und Liebe zu G-OTT /und himmlischen Betrachtungen/ de-ren Süsse / gegen der Trübsal / so groß/daß dieselbe beschwerden nicht zuachten.Über die fünff verfahrne Jahr/ wolteGOtt den Regenspurgern ihren Hirten/und Bischoff wider zukommen lassen :Da geschahe/ daß ein Jäger Gemb-sen/ und Rehböck zufangen außgieng/diser ersähe St. Wolffgangen in derWildnuß / und könnte ihn schwärlicherkennen/ wegen Veränderung vorigerBestallt/ durch vil Fasten/ und ande-re Bußwerck/ doch letstlich kante ihnder Jäger / und grüssete denselben.Des-sen sich St. Wolffgang etwas entsetzt/inBedenckcn/ erwerbe zu Regenspurgvon dem Jäger verrathen werden/ undalso gezwungen/ die Einöde zu verlas-sen/ wie dann auch geschehen. Dannals der Jäger gen Regenspurg kvmen/und beeder Geistlich - und Weltlicher -Oberkeit angezeigt / wo St. Wolffgangwidet zufinden/ fteueten sie sich allezumahl/ wurdest also bald etliche ab-gefertiget/ den Bischoff aus der Wild-nUß wider nach Regenspurg abzuholen.Nach dem aber die Gesandten nach desJägers Anleitung / zu seiner Wohnungkommen / lhme was Ursach sie ankom-men/ zu wissen gemacht/ wolte der H.durch aus nicht mehr von bansten/weiler aus Göttlichem Willen dahin beglei-tet war. Als über beiderseits wichti-ge Ursachen für getragen würdest/wa-rum St. Wolffgang da zu verhärten /anderseits aber warum sie ohn ihrenHirten nicht wider abweichen wöllen ;ergäbe sich doch letstlich der H. Bischoff/wolte er nicht mit Gewald genöthigetwerden/ und verliesse seinen bequemenOrth/ und Wohnung. Ein Wun-derding : In dem er seiner Capellen ab-gnaden / und darvon ziehen wolte/wen-dete sich die CapellenauchuM/ als wol-te sie ihme nachziehen/ da befähle diserder H. Bischoff an ihrer alten stelle zubleiben/ dann es werde sich zutragen/daß vil Menschen dis Orth mit An-dacht zu besuchen / und ZU verehren /werden ankommen. Welches derAugenschein noch heutigs Tags bewei-set.
sKp- r- Wie zu Regenspurg ihres Bischoffswiderkunfft kunvtbar worden / giengeh'rgmit lbm männiglich hinauß entgegen / ihnMen in die Stadt m<t Frolockung / und Freü-
Mangm. den- Gesänger in St. Petri Thum-Kir-chen/ und dann in seinem BuchöffljchenHoff wtder einzusetzen/ und zubeglei-ten. Nach dem er aber die fürnehm-§e Bischöfliche Geschäfft/ so aufseynAnkunfst verschoben worden / verrichtet/wurde er zu dem Käyser Dttone ge-
fordert/ da dann neben vilen wichtigenfachen/ den Böhmen auch ein Bischoffvon St. Wolffgang zugesandt worden/(Adalbertus mrt Nahmen, welcher letst-lich auch die Mater - Cron erlangt hat:)
Es genosse auch seiner Freygebigkeit die Freygebig,Außländische/ welche ihm nicht anbe kr"'"gros.fohlen waren. Dann m großer Lheu- Img 'rungszeit / gäbe er seinen Amptleuthenbeselch/ daß ste allen denen / jo von derFrembde ankommen/derer kein geringezahl war/ jo vil Korn geben/ so vilsiewollen/ doch nur den» beding / daß die-selben daheim den halben theil under dieArmen tyeileren / verkokte auch lernestDienerst kein Gaab / oder Verehrungdargegen Zunehmen/ ja wann ihme et-was darfürzugebracht/odec zugeschicktwurde / steuere er es mit danckbarerVergeltung wider zu / und daß nochMehr : AIS ihm einer auß eusserster Ar- KeinMuth ein stuck von dem Fürhang seines Bomber.Berhs entftembder hätte / Und im auß -rcissen erdapt / gefangen / dem Bljchoffvorgestellt/ und zum Todt verurtheiltworden/ entschuldigt den Thäter St.Wolffgang in eygner Persohn/ nähmesich besten Handel an / spräche ihn loß /fürwendenl: der K ämmerling wäre mehrzustraffen als der Dieb / daß er dasGemach nicht beschloßen hätte. Her- Sempra,tzog Heinrich auß Bäyern liebte St. MschenWolffgang sonderlich / und hätte ihn ingrossen Ehren/ undergabe ihm seine 4 . gung.Kinder Zu underweisen/ nemlich Hen-ricum/ BrüstoneM/Gisilam/undBri- »giktam/ welche er offt mit hohen Tiru-len nettttete auß Göttlichen Einsprechen/und Prophetischem Gnst / welches aberdazumahl die so es hörten / nicht wargenehmen nbch verstanden; biß mitder Zeit dise vier Kinder Könige/ Kö-nigin / Bischöff / und Abrißin worden.
Dann Henricum pflegte er König zu-Nenncn / der wurde hernach Käyser /der ander diß Nahmens / und underdie Zahl der Heiligen geschriben. Bru-stonem hiesse er Btschvss / welcher auchBischoff zu Äugspurg worden. Gisi-lam ein Königin/ welche Stephansdem Ungarischen König verheyrathetwurde. Brigitta käme zu Regenspurgin ein Kloster / wurde auch indem Ab-tißlst. Vil anders hat er prophecey-tt / auch was sich vorhin Zugetragen /gewüßt / und da es mit Frucht / undNutz geschehen könnte / offenbahret.
Mit Käyser Ottone dem II. und seinemgantzeN Kriegsheer / begäbe sich St.Wolffgang im Jahr Christi 975- wi-der den König Lotharium den drittenM Franckreich/ weil er lhmgantz Loth-ringen emgenohmen. Da brkameKäyser Otto das gantz Hertzogthumwider; zöge darüber auf Pariß / ver-
brann-