25L Von dem Seeligm Eberhards/
fromme Grast in dem zwölfften Jahr ches der Arme zwar empfienge/ aberAnno 1064. das Gebäu hätte vollen- vil mehr seyn Gesicht zu erlangen be-det/ stifftete er allda für zwvlff Mön- gehrte. Nun geschahe es daß di- Er Mkchen zu ewigen Zeiten zuwohneni (nach ser Graffseyn Herberg in des blinden 1 !."^der Zahl der H. Apostlen/ und den Manns heimet nam/ welches als esdreyzehenden ordnet er ihnen zu einem der Blind vernähme / gienge er in desAbt/ Vatter / und Hirten.) Das Brassen Herberg/ begehrte von denMünster/ Kirchen/und Gottshauß Dienern/daß sie ihme das Wasser zuwar auf St. Bartholomwi deß Heil. geben vergünstigen wolten / mit welsApostels-Tag von dem Bischofs Ru- chem er dre Händ gewaschen. Diemelden zu Costantz/ in obgesagtem Diener gaben dem blinden Mann dasJahr in der Ehr St. Salvatoriö / und begehrte Wasser/ und als er seine Au-Aller Heiligen gewyhen/und von dem gen damit wüsche/erlangte §r vonGrasten Eberhards / stattlich mit Gült/ stund an widerum seyn verlohtnes Gr-und Renten/ Hoffen/ Gütern / Wäl- ficht/ und wurden seine Augen hell /den/ Wässern / und Flecken begäbet, und klar. Derohalben danckete disevEr besetzte auch seyn Gottshauß mit arme Mann GOtt dem Herren um vi-12. Mönchen von Hirschau/ und ei- se Gnad/ rühmte den S. Grasten wesuem Abt mit Nahmen Sigefrido. Auf gen seiner Verdienst / und zeigte sol-daß aber der seelige/ und fromme Graf che Wolthat jedermann an.
Eberhard nichts underliesse/ was zu
der Ehr Gottes/ und seines neuen Ein anders Wunderwerck erzeigte 0.5^Klosters Beförderung/ Memmen/und der allmächtig GOtt durch seinen ge-Befreyung dienen könnte/ oder möch- treuen Diener Eberhard in dem Deutsch-te. Ritte er mit einem ehrlichen land. ES hatte Grass Eberhard /Eomitat in eygner Persohn gen Rom/ einen Sohn mit nahmen Burckhard /um das Jahr 1066. das Gottshauß den schickte der Vatter vor ihme aufmit Leuth/ und Gut auch allem was einer Reiß / mit etlichen Reutern eindas Gottshanß jetzt/ oder über lang Herberg zu bestellen/ als sie aber alsohaben / und bekommen / under den fortritten / fiele der junge Graf aufSchirm des Päpstlichen Stuhls/und dem Feld ohnversehens in ein tödtlicheordentlich regierenden Päpsten/als da- Kranckheit / die Diener zeigten Visenzumahl under dem Schirm Alcxandri Zustand dem Vatter eylends an / wol-des II. zugeben / Undzubefehlen. Wel- re er seinen lieben Sohn noch lebendigches dann Papst Alexander mii herrli- sehen/ solle er sich nicht lang säumencher Freud aufnahm/ und zu beschützen/ sonder ineyl kommen. Der fromme Er Mund zu beschirmen verspräche/laut Grass käme bald zu seinem Sohn / A»übergebner Päbstlicher Bullen. Auf knyere vor ihm nider/ und bettete eindiser Römischen Fahrt/wolle der All- weil/nach welchem »ahme er zweymächtige GOtt seines treuen Dieners Höltzlein von der Erden/ legte diesel-Fromkeit/ und H. Leben offenbaren / ben Lreutzweis in ein Geschierr/ gössemit nachfolgendem Wunderzeichen. Es Wasser darüber/ und gab dem Soyrrwar in dem Welschland ein blinder darvon zutrincken. Als nun derMann/ dem käme nächtlicher Zeit in Sohn gerruncken/ stunde er widetumdem Schlaff oft für/ wie er von einem frisch / und gesund auf. Dessen sichteutschen Grasten/ so gen Rom reisen männiglichverwunderte/ und GOTTwurde/ seyn Gesicht widerum erlangen dem Herren danckete.solle: derowegen der Blind oft / und
alle Tag an der Römer Strassen sase / Es hatte der Grass Eberhard ei- 4seines Heyls zu erwarten. Als aber nen edlen Ritter am seinem Hoff/ mitder Grass Eberhard neben dem Blin- Nahmen Mangoldus / der verliesse dieden mit seinem Comitat fürüber reifes Welt/ und war ein Mönch in S. Ge-te / und der Blind das getvß der Pfer- orgij Kloster zu Stein an dem Rhein /den horte/ fragte er was dis wäre: und hernach auch des gesagten GottS-da ward ihme geantwortet/ wie ein hauß Abt/ und Vatter. Als aberteutscher mächtiger Graf gen Rom reis nach etlichen Jahren Mangoldus absete / mit einer ehrlichen Gesellschafft dem Kloster-Leben/und Geistlichen-von Geist-und Weltlichen Herren. Stand einen Verdruß schöpffte / kämeHierauf fienge der blinde Mann an zu- er endlich soweit/ daß er dem Klo-schreyen/ und den Grasten zubitten / ster-Stand samt dem Orden verliesse/daß er sich über ihn erbarmen wolle, und tviderum in die Welt gienge. Di-Der barmhertzige Grassvermeinte/daß sen ellenden Stand Mangoldi betaur-der blinde Mann ein Allmusen wolle te den Grasten Eberhard höchlich/ undhaben / befähle bald seinem Allmusen- als sie ohn alle gefähr auf ein Zeit eingeber/ ihme eines mit zutheilen/ wel- andern auf der Strassen begegneten /
red-