Im Jahrnji. dcn2s. Febr.
k.
t.
Im Jahr1178. rcn27. Dünk-
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Von vier Heiligen/n.
8. ^bb38.
(E^Ls nun der GottseeligeFreyherrConradus von Seldenbüren /das Engelbergische GottsharrßGott dem Allmächtigen zu Lob/Mariä aber der Himmels-Königin zuehren/ in dem 1119- Jahr angefangenzubauen in dem Land Underwalden /und solches mit einem Abt / und etli-chen Brüdern St. Benedicti-Ordens/besetzen wolte/ bekäme er einen Gott-seeligen/ andächtigen/ und mit allenTugendten gezierten Vatter/ mit Nah-men Adelhelmum/ welchen er zu einemHaubt/ und Abt des Gottshauß vor-setzete. Und sollen so wohl der AbtAvelhelmus als die andere Brüder ausdem Fürstlichen Gottshauß Einsidlen/oder nach anderer Meynung ( sonder-lich des Ehrwürdigen Convents Engel-berg ) aus dem weitberühmten Gotts-hauß Hirschau beruften worden seyn.
Der Gottseelige Abt Avelhelmusstunde disem neu angehenden Klosterin die n. Jahr mit groM Nutz vor /die geistliche Kloster-Zucht/ die Hal-tung der Regul/ und Gottsdienst ord-nete er mit grossem fleiß also an/ daßwas er andern zuhalten gebotten hät-te/ verrichtete er zuvor mit grossemEyffer/ und Andacht/ und war demseinigen ein Spiegel/ und Exempel ei-nes rechten geistlichen-und vollkomnenKlvsterlebens. Dannenhero gescha-he/ daß durch Adelhelmi H. Leben /auferbaulichesExempel/ undvileheyl-same Ermahnungen der Stiffter Con-radus die Welt verachtete/ und ver-liesse / von des H. Abts Händen St.Benedicti-Ordens-Kleid an sich näh-me / ein Gottseeliger Leyenbruder wur-de / und die Gehorsame verspräche/ rc.
wie oben angezeigt ist worden/ iavi-
ta L. Eonbach c. Z.
In den eusserlichen Geschähen / o?. r-Und Vollziehung des Klosterbaus warder S. Adelhelm fleißig/ und eyfferig;dann zu Zeiten seiner Regierung ist dieKirchen gewyhen/ die Päpstliche Bul-len/ und Privilegien von dem PapstCalixto II. wie auch die Protektion /und Beschirmung samt der Bestätti-gung der Stifftung von Käyser Hen-rico dem IV. (sonsten dem v. ) erlan-get worden. Nach Visen/ und an-dern so wohl geist - als weltlichen - Ge-schäfften/ ist er voll aller Tugendten /guten Wercken/ und der Weissagung/erkrancket / und Gottseeliglich gestor-ben/ auf den 25. Hornung des nzr.Jahrs. Er war in der grossen Kir-chen begraben/ da rastete er über diefünffthalb hundert Jahr. Zu unsernZeiten Anno 1611. auf den 14. TagHeumonat war er von bannen/ theilsmehrer Ehren halben/ theils auch we-gen Erneuerung der Kirchen/zwischenbeyden Altären der H. z. Königen /und der H. Vättern St. Benedicti-^Ordens/ zur rechten feiten des Chorsehrwürdig/ und mit grosser Andachtwider in die Erden gelegt/ und mit ei-nem anschlichen erhöchten Stein be-deckt. Da er so wohl / als in seinerersten Begräbnuß vil Wunderzeichengewürckt hat/ und noch würcket. Des-sen H. Grab noch heutigs Tags vonden frommen Menschen besucht wird/ sowohl Ehren/ und Andacht halben/alsauch seyn Fürbitt / und Seegen Me-langen. Endlich seynd seine Weis-sagungen auch erfülletworden.
m.
, Lc Confellor.
!er Weelige Wrowin / Übt / und Brich-
tiger.
S. Frowin war ein Gott- erwählet/deme er auch über 25. JahrseeligerReligiös St. Benedic- nützlich/ und wohl vorstünde. Diesti Ordens, eintweders zu Ein- weil er nun ein andächtiger / undfromssidlen / oder Engelberg ( dann mer Ordens-Mann wäre; hielte er seynein jedlicher ihne für seinen Professen / Convent in guter Zucht / Andacht/ undund einverleibtes Glid will haben. ) klösterlichen VoMmmenheit/und Dis-Es war aber Frywinus wegen seines ciplin. Und weil er auch fürtrefflichfrommen andächtigen Lebens/ hoher in Verstand/ und Geschicklichkeit wäre/Geschicklichkeit / und Verstand zum an- das Kloster aber an Büchern arm/kauft-dern Abt des Gottshauß Engelberg te er vil schöne / und gute Bücher in
Per-