Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Des Gottshauß Engclberg.

Pergament geschriben/ ( dann selbiger mit einer Rinckmaur/ und Porten /Zeit die Druckerey noch nicht in ihrem machte es damit beschlossen / und ver-wesen wäre) mit grossen kosten. Nil waltete dem Kloster das Hauswesenliesse er durch seine Conventuales ab- wohl/ und löblich; darnach starbe erschreiben. Er selber schribe von neu-, im Jahr 1178. auf den 27. Mertzen /em etliche Bücher/ under deren der und solle mit Wunderzeichen gekeuchtTractat vo liboro ^rbicrio in siben haben / deßwegen er von dem Engel-Bücher getheilt / nit das geringste ist / bergischen / als ein seeliger Patron /so noch in dem Gottshauß Einsiblen biß auf dise Zeit verehrt /vorhanden. Der Gottseelige Frowinus und gehalten wird.

trmfienge das Gottshauß Engelberg

ö. I. I)

IV.

8, ^1)1)38,öcLonfellor.

O Beichtiger

Im Iaht>197 denz. Nov-

Tr.^r' §)^Ertholdus warein Conventual/ dieBiblioteckmit grosse NutzdesGotts-»h^i und Profeß des mehrgesagten Hauses beförderte/und vermehret?.

Indien, Gottshauß Engeiberg iu Un-

derwalden / er stige von Iu- Als nun der H. Abt Berkholdus 19. c-.pgend auf von einer Tugend zur andern/ Jahr in aller Heilig und-Sorgfältigkeit Nasser indaß er in wenig Jahren zu grosser Voll- des Lebens Hütte zugebracht/ und jetzt zukommen-und-Heiligkeit kam/ deßwe- seinemSterbstindlem kommen ware/unvgen seine V'üder ihn auch würdig ge- seyn seelige Seel seinem Schöpffer/ undachtet haben / daß er in der Prälamr Erlöser aufopffern woltezbegehrte er vondes Gottshauftö/ seinem gortfeeligen seinen geliebten Brüden,/urd umsteh-Vatter Frowin nachfolgen / und die enden Persohnen einen frischen trunckdritte Stell der Abtey verwalten solte. Wassers von dem nechstgelegnen kaltenIn welchem stand stellet? er sich selber Bronnen an dem K losten der ist bald ge-für seine Brüdern zu einem Spregebund hollet/ und dem seelrgk Mann dargebot- ^Exempel aller Vollkommenheit / und ten worden/da befände er im trincken /Tugenden/ und bewegte auch durch sei- daß es Wein/ und nicht Wasser wäre/nem H. Wandel / seiner Brüder Her- begehrte derhalben mit demüthigt Wor-tzcn so sanfftmüthig / daß sie mehr frey- ten Wasser / Und nit Wein von den feini-willig seinem H. Leben/ und Tugend- gen/ die willfahrten ihm §um andernten nachsolgeten / als mit Ermahnun- mahl Mit Hollung eines kühlen trunckgen/ und scharpffen Worten/ und Wassers/ aber das Wasser würd zumStraffen. Er läse alle Tag mit gross andern mahl durch Gottes Barmhcr-ser Andacht Meß/ und so gar auch an tzigkeit/ in einen Wein verändert: Als' dem Tag seines Ablcrbens. Er bat- der Gottseelige Vatter trincken wolte /te auch ohn underlaßfur die Abgestorb- und den Wein empfände/ beklagte erncn / und die Christliche Seelen in dem sich gegen Gott/ daß er von den seini-Fegfeur/ sonderlich aber für seinen Bru- gen nicht einen kühlen trunck Wassersder / und Conventherren einen/ derih- vor seinem End bekommen möchte. Da .me aus göttlicher Bewilligung letstlich man aber zum dritten mahl zu demBron-auch erscheiute / und um die erzeigten nen käme das Wasser mit treuen zuhol-Wolthat/ und liebe der Fürbitt danck lenz und dem Gortfeeligen Abt darzu-sagte. - reichen/ ist widerum das Wasser in

Wein / durch die Krafft Gottes verän-r. Der Gottseelige Vatter Berthol- dert worden ; derhalben erkannte derbUs war auch mit einem Prophetischen seelige Abt die mächtige Hand Gottes/

Ul' und Geist/ und grosser Geschicklichkeit von und lobte ihn in seinen wunderbahrli-Mick. GOtt begäbet. Dann er ein gute Zeit chen Werckett- Letstlich gäbe unser Er st,MWar. §odt des Käysers Friderichs deö Gottseeliger Abt GOtt dem Allmächti-erften/ Barbarossa genannt/ ( so in gen seyn Seel auf/ den dritten TagArmenia m einem Wasser im Jahr Wintermonat im Jahr Christi 1197.

1190. den io. Brachmonat ertrun- seiner Regierung wie gesagt/in dem 19.cken ) vorgesagt. Und erscheinet auch Jähr / und würd von den seinigen mitseyn grosse Geschicklichkeit under andern trauren/ und klagen/ ehrlich begrabt.

Thaten aus seinen Büchern/die er eint- Dsser vorgemelte Bronnen behaltet >weders selbst geschriben / vderabschrei- noch biß auf Visen Lag den nahmen /ben lassen / daran er weder Mühe/ und daß man ihn nennet des AbtsArbeit/ noch Kosten sparrte / sonder Bronnen-

k. k. lVlurer - Die H. Schweig. K kL KtM