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Von der Heiligen Idda/ *
ne Kinder gebliben. Nach dem sieaber aus Andacht St. Iddä ein Opstfer verheissen/ ist die Gnad Gottesdarauf erfolget/ daß die Frau einesKinds schwanger worden/ und Dassel-bigegkkklichgebohrenhat/ damit män-nrglich St. Iddä Fürbitt desto mehrbekannt wurde.
In demselbigen Jahr lebte ein an-dere ehrbare Frau von Vatzenheid/mitNahmen Verena Baumbergerm / mitbösen Blätteren hefftig beschwert / wel-cher kein Artzethelften könnte. Die ver-hieffe sich auß sonderbahrer Andacht zuder Heiligen Frauen Idda/ und nachihrer Verheißung/ liesse sie eingesnug-nes Ampt zu Fischingen halten/ undvpfferet ein lebendiges Opffer. Da-raus ist sie alsbald frisch/ und gesundworden. >
15. Item in dem Iaht 1518. ist gen Fi-schingen kommen der ehrbare HansMerlich von Nördlmgen/ der ein 5.jähriges Kind hatte / welches wederreden / gehen/ noch stehen könnte. Erverhiesse dasseibige Knäblein mit einemhalben pfund Wachs zu der H. Frau-en Idda/ durch welcher Fürbitt Dassel-bige Kind alsbald anfienge ohn alleranderer Menschen hilft/ und mitte!/zu-reden/stehen/ und gehen/ darüber sichmanniglich verwunderte/ und GOTTden Herren in St. Idda lobte»
Ohnlang hernach / nehmlich imJahr Christi des Herren 1519. ist auchzu diser Begräbnuß kommen der ehr-bare Heintz von Rappenschweil / ausder Graffschasst Toggenburg; dieweilseyn Haußfrau mit der Lahme / undbösen Blätteren schwerlich K'ranck läge/und ihr kein Artzek mehr helffen könnte.Derowegen ihr Ehemann hoch beküm-meret war/ und folgete guter LeUthenRath/ daß er sich mit einemqesungnenAmpt/ und Opffer zu St. Idda ver-helften/ und solche Wallfahrt dahinverrichten wolte. Nach vollbrachtemOpffer/ ist seyn krancke Frau gesund /und durch Fürbitt der Heil. FrauenIddä/ von allem Schmertzen erledigetworden.
Disem ist nicht ungleich so sich be-gäbe rm Jahr Christi 1576. welches/ männiglich wohl bewüst / daß ein alterehrbarer Mann in der Graffschasst Tog-genburg wohnhaft! / unversehens dasGehörvcrlohren/ also daß er den Glorckenthon/ ja kein Wort/ wann manschon ihme laue schrye / vernehmen möch-te. In solchem Leyd verhiesse seynSohn für seinen gehörlosen Natter ein
Wallfahrt mit ihme zu der Heil. Iddazuthun. Als er nun zu Fischwgen mSt. Iddä Capell ankom.n n war / u.Dman jetzt mit allen Glocken zu der H.
Meß geleuren hätte / hat gedachter ge-hörloser Mann solchen Thon, und Klangnicht mögen hören. Folgents knye-te er für das Grab der Heil. FrauenIddä nider/ und opfferte seyn andäch-tiges Gebett zu lob Gottes/ der H.
Iddä auf/ biß man zu Erhebung de-hochwürdigen Sakraments leutete; dafragt er seinen Sohn/ warum man jetztleuten thäte ? dann es wäre thme durchFürbitt der stetigen Frauen zur selbenStund geholffen / daß er vollkommen-lich hören möchte / wie er hernach zumöffrernmahl selbst bekannt hatte.
Drey Jahr hernach / nehmlich imJahr Christi 1579. verwuchs einerFrauen der Mund so nach zukamen /daß sie kein Spekß / so grösser als einbrosemBrod/ niesten könnte/ derowe-gen sie in solcher Noth aus Rath etli-cher frommen Christen / ein Wallfahrtzu der H. Idda verlobte/ und nachVerrichtung derselben / halft ihr GOttzu ihrer vorigen Gesundheit.
Über daß hat sich neulich bey unfern er?.Zeiten begebe, in dem IahrChristi 1586.um St. Martini des H Bischofts Tag/daß Sara Künin/ des ehrbaren Io-sue Scherers Haußfrau zu Langensteinin der Graffschasst Toggenburg wohn-hafft/ in ein schwere/und grosse Haupt-kranckheit dermaßen siele / daß sie ohnunderlaß acht Tag lang jämerlich schrye /und weder Speiß noch Tranck niessenmöchte. Da nun solches »chwcresHauptwehe nicht wolte nachlassen / ver-hießen sie beyde ein Wallfahrt gen Fj-schingen/ die H. Frau Iddam heim-zusuchen/ und von ihrem Grab einenRoscnkrantz mit gebognen Knyen zu-sprechen. Nach dem nun solche Ver-lobung geschehen / bekcnnete diestlbrgeFrau/ daß sie in einer halben Stundaller ihrer Ungestimmigkeit / undSchmertzen des Haupts erlediget wor-den. Darauf sie des folgcnten 87.Jahrs treulich ihr Wallfahrt verrich-tet hat.
Under der Regierung des AbtsMathiä/ im Jahr Christ» 1009 warVicror Hässy von Glarus / Volgkzu Schwartzcnbach / in d.n Dienstenrhrer Fürstlichen Gnaden Herren Prä-laten zu St. Gallen/ dessen Gcmahelauch von Glarus. Als dist beyde,in gesagtem' Jahr von Glarus genSchwarkcnbach wideeum reuen wol-len/ und kamen gen Wattwyl, aufdit
Lhur-