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solchem Wunderwerck aber / war derböße Feind zuschanden worden / dannwas er der gortseeligen Frauen zu leyd/und Nachteil fürnahme/ und anthäte /daß wendete GOtt ihr zu dem Ruhm/Und Ehren. Derhalben liesse er sichhernach zufriden/ und dörffte ihr keinschaden/ und Unruhe mehr zufügen.
'Wie könnte aber sie letstlich üheksterben/ welche in disem heiligen/ undstrengen Leben also lang verhärtete/Und aufdie Zukunfft Christi ihres Bräu-tigams so sorgfältig wachere/ dann derLauffihres gantzen Lebens/ nachdemesie sich Christo dem Herren ergeben /und verheißen hatte / war nichts än-derst/ dann ein rechte Vorbereitungzu ihrem letssn Stündlein/ und seeli-
Jdda gen Hinfahrt. Alw gäbe sie ihrenGeist aus dem ewigen Vatrer/ undschlde begieklrch auß disem Jammerthalan einem Mittwoch den nächsten Tagnach aller Seelen/ daß ist den z-Wm-kermonat. Es ist auch kein zweiffelsie werde in ihrem Lodibethlein die H.H. Sacramcnra begehrt / und empfan-gen haben. Ist auch wohl glaublich /daß sie mehr werde geredt/ und gethanhaben/ dann Ein der Histori gefunden /und gelesen wird. Nach ihrem see-sltgen Abteiben ist nach ihrem begehrenihr Leib in daß würdige GottshaußFlschingen gebracht / und bey dem Al-tar des H. Bischoffs Nrcolai/ in einetabgesönderten Capell/ und erhebtenvon Huaderstucken steinenem Grab be-graben worden. Welche Capell Zwarvor alten Zeiten klein / und eng war /aber im Jahr des Herren 1625. durchden hochwürdigen Herren PlacwumAbt zu Fischingen erweiteret/ und mitdreyen Altären gczieret worden. Vonihren H. Gebeinen / und Hetligthum/zu was Zelten die H. Jdda erhebt wor-den sene / wird in unserem Buch Hwa.tro Tcdeüaüico t-lelveriorum in Be-schreibung des Gvllöhauß Flschlngn /gchandlet werden. Allhie wollenwir zum Beschluß diser H-siori etlichewenig Wunderzeichen einführen/ underzehien / die der Allmächtige GOttdurch die treue Furbitt seiner Gespon-sert der H. Iddä bey ihrem Grab gerwürcker hat/ und noch täglich würcret.
' u. Es haben zwo eheliche/ und from-me Persoynen aus dem Hörnlcm ober-halb F,schlugen /. gewöhnet / aus denenwar die Frau mit dem bösen Siechtagangegriffen/ und jämmerlich geplagt /al'o day ihr die eure ^eucn lahm ge-bliben/ und sie nichts mehr red.« kvn-te Nichts desto weniger ist sie als-hald/ unv ebm zur stund von der
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Kranckheit erlediget worden / da ihrfrommer Mann vor St. Iddä Grabknyete/ und für ihr Heyl/ und Ge-sundheit seyn Christliches Gebett ver-richtete. Darum dieselbige EheleuthGOtt dem Herren beyde fröhlich danckssagten/ der in der H. Jdda so kräff-tig/ und mächtig wäre zu Widerbrm-gung der verlohrnen Gesundheit.
Es geschahe auf ein Zeit in derStadt Rapperschweil/ daß ein Kindmein grosses Geschirr/ oder Wasser-gelten siele/ und für Todt von dansnen getragen würd/ darum seyn liebeMutter ein groß weinen / und klagenführte/ vil LcUkh wegen des Kinvs-Fall zusametr ließen / und ein mitleyden.hätten. Da war von einem gerathenMan solle in solcher Noth die S. F>auIddam amussn/ welches alsbald vondem gegenwärtigen Volck geschehen.Slhe / da fienge dasselbige Kind wun-derbahrlich an Nicht änderst als aus ei-nem Neffen Schlaff zuerwachen/ undöffentlich zuschreyen. Und «st al odie Krafft Gottes/ so durch S- IddäFürbut gewürckt hatte / von männlg-lich erkennt/ und gelobt worden.
Über daß ist es nicht ein geringes/daß zu Ft-chmgen in dem Gottshaußgeschehen im Jahr 1414- den 6. TagMertzen/ als daß gantze Gottshaußsamt aller K rrchen Zier verbrunnen/un-der solchen Kirchen-Zierd war auch daswürdige Haupt der seeliqen FrauenIddä in ein Bild eingefasset/ undver-würcket/ welche Zierd allerdings vondem Feur verzehrt worden / das Hauptaber ist unversehrt überbliben/ undgantz an dem dritten Tag widerum ge-funden worden / nicht ohn besondereGnad/ und Vorsehung Gottes / derdaßelbige Haupt nicht wolle beschädi-gen lassen / sonder vllen Christen zutröst/ und nutz in dersilbigen Kirchengantz behalten. Welches H. Hauptjetzt über roo. Jahr / neben andernHetligthum nrchr mehr in dem Gotts-hauß Ft-chingen zusehen / sonder zuAnfang der Veränderung des Glau-bens/ von bannen an ein sicheres Ortgestöhner moiden / da es dannoch ehr-lich aus behalten wird/ biß es durchdie Göttliche Gnad wider geoffenbah-ret/ und gen Fischingen gebracht wer-den möchte/ wie man dann wünschet/und hoftet.
So ist auch unverborgen das zwoeheliche/ aber doch unfruchtbare Per-fohmn/ in der N. rchs Stadt Ulm ge-sessen / da man zehltc nach Christi Ge-burt 154V. welche zwölft Jahr langoh-
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