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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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L. N.UVH?NU3, ?uer, k Llarcye.

rs seelm Kiakens K»ff/ »der

Rudolffen unmenschliche Marter / undTodt/ welchen er zu Bern von denGottlosen Juden aus und überstanden.

Jnr Jahr deß HErreN 123z. den t/. Apritl.

Von ihme schreiben p.. p. Perms eaniüns in feinem teutschenryroloZio, den 17. Aprtll. Item ein alte geschribene Bcnwchc-Chromck/so Anno t47O. vollendet / wie dann auch Her; Michael Steltler m- ftlnceneuen zu Bern Anno 1627. gedruckter Chromck/ deren wir uns zumtheil in disem Leben beholffen iaiva c^moiica Kei-Alone.

e°Lp. 1.WiedieIu»den bis aus«terwöhlteÄolck ge-wesen.

Ihr Un-danckbnr,kcit.

Mlaugbar - und sonderetzweiffel ist es/ daß dasJüdisch - Geschlecht vor al-len Nationen / und Völ-ckern under der Sonnenvon GOtt dem Allmächtigemit dem allerherrlichsten Seegen über-schüttet worden/ so Menschlich von 0-ben herab zuerwünschen. Dann zeit-lich hat er dieselben mit dem versproch-nen fruchtbaren Land Chanaan verse-hen / herrliche Patriarchen / Richter /und König hat er ihnen gegeben / dar-neben hat er ihnen auch HH?Prophe-ten/ Lehrer/ und Gesatz-Priester Her-für leuchten lassen ; seine Tempel mit-ten under sie gesetzt/ die rechte Wac-hest seiner Gebott ihnen offenbahret /und über daß/ der gantzen Welt Hey-land aus ihrem Samen/ Maria derunbefleckten Jungfrauen/ lassen geboh-ren werden. Nichts desto minderseynd sie / als ungehorsame rebellischeKinder / ihrem so misten / und gnädi-gen GOtt/ und Vatter/ umso unsäg-liche grosse Gutthaten undanckbar ge-wesen/ haben dise überschwäncklicheGaben gering geachtet/ die ProphetenWahrnung verworffen/ an statt derEhren sie verfolget / durch gottloses Le-ben sich selbsten in die schwere Babylo-nische Dienstbarkest gebracht/ und wel-ches das gröste ist / den versprochnenMeßiam/ und Heyland der WeltJE-sum Christum nicht angenohmen/ ihnverachtet / verlacht/ verspottet / vcr-speyen/ und gecreutziget : dardurchGOtt der Allerhöchste schwerlich erzür-net/ ihnen den Seegen entzogen / undihme aus andern Heydnischen Völckern

em heilige christliche Kirchen zuwege»gebracht; Also / daß die zuvor eru See-gen/ zum Fluch/ und hingegen die wel-che zuvor ein Fluch gewesen / zu demSeegen gerathen / und al,o vor demVatter der Gnaden/ desen Kinder sieworden / jetzt an statt derselben / in dieSchooß seiner Barmhertzigkcit aufge-nommen. Es ist aber dste Verbitte-rung der Juden gegen dem Heyland / ,Und einigen Seeligmacher JE,U Chri-sto nach seinem bittern Leyden, undSterben auf seine geliebte Gliderdie wehrte Christenheit/ gleichsam alserblich erwachsen/ wie wir dann desenleydcr nun zuvil lebendige Exempel vorAugen haben/ und solches nicht allemmit ihrem öffentlichen jüdischen Wucher/dardurch mancher ihrenthalben mußverderben/ sonder auch heimlich mirunersätlichem Durst des Bluts derChristglaubigen/ wie an folgendem un-menschlichem doch denckwürdigem Ex-empel erscheinet.

Als Honorms IV. die H. Römi-sche-Kirchen/ und Rudolphus I. dasRömisch Reich regierten ; auch dieStadt Bern bey 100. Jahren von ih-rer Erbauung an gestünden/ (inwel-cher nicht wenig Juden wohneten/ soihren grimmigen/ und angebohrnenNeyd/ und Haß erzeigten gegen demChristenblut) im Jahr Christi 1288.auf den 17. Tag Aprill ( ist villeichtdie Wärter-Wochen vor Ostern gewe-sen ) nahmen die Juden zu Bern einjungen Knaben zu sich / Puff/ oderRudolph genannt/ in einen Keller ei-nes Hauß (unden in der Marit Gas-sen

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