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Von dem GottseeligenAmandoi
verrichtem Gesang stund der S. Suso ihn hefftig plagte / allda sahe er Fleischauf/ und folgete der keuschen Kind- essen / und guten Wein trmcken / undbetterin mit feiner geisilichenKertzk nach/ darneben müßte er vil Spottwort vonund hatte sie daß sie in ihme die brin- ihnen hören/ bald daraufgiengeer mitmnde Fcurstamen des göttlichen Liechts betrübtem Hertzen widerum hinaus,niemahl wolle erlöschen lassen. Als In der nachfolgenden Nacht ist ihmeer zu der Schaar der andächtigen / und ein himmlische Erscheinung geoffenbah-Gottsförchtigen Menschen komm war/ ret worden / und geduvckte ihne / erfienge er an zu singen rkala- wäre in einer Kraücken-Stuben / und
mum, öcc. und ermahnete sie/ daß sie hörte voraussen ein himmlisches Gesang/ihren Heyland mit Begierd/ und An- daß alle Naturen sich darüber entsetzendacht emvfangen / und die Kindbetter möchten. Da nun der Diener derrin ehrlich begleiten sollen/ und führte ewigen Weißheit disem Gesang zuhör-also sie mit geistlichem Lob/und Gesang te / vergase er alles seines Hungers /für die Thür deß Tempels. Darnach und Dursts / und vermeinte daß eintratte er mit hertzlicher Begierd hersilr zwölffjähriger Knab also singe / und«he daß die Kindbetterin in den Lern- spräche zu ihme selber : Ach wer kanpel käme/ und degr alten heiligen Mast doch so lieblich singen / deßgleichen ichSimeoni den Heyland auf seine Armb auf Erden niemahl gehört hab. Dagäbe / knyete nider vor der Mutter Got- antwortet ihme ein schöner Jüngling:tes/ und hatte siedemüthiglich/ daßsie (der ohne zweiffel sem Schutz-Engelihm auch das Kindlein zeigte/und ihme war) du solt wissen daß diser wohlauch dasselbig zu küssen erlaubte/ und singende Knab dir singet / da sprachals sie chme ihr liebes Kindlein darge- der Diener der Weißheit: Q du himm-botten/ empfienge er es mitseinen Arm- lischer Jüngling sagedaß er mehr singe/ben/ in einer Stund tausend mahl/ er da sänge der Knab widerum so hell/undbeschauete seine hüpsche Augelein/und klar / daß es in dem Lufft erschalle,besähe seine kleine Händlein / er küßte Nach vollendtem Gesang käme disersein zartes Mündelein / und verwun- Knab in den Lüfften zu dem Fenster /
. derre sich ab seinön Kindlichen Glidlein; und brachte dem Jüngling ein schöne-re sahe oft gen Himmel/ schreye/ und Zweiglein/ das war voll rohterFrüch-wrinete in seinem Hertzen/daß derHim- ten/ als wann es Erdbeer waren/da-melrager so groß / und jetzt so klein ist/ nähme der Jüngling / und Übergabe esso schön in dem Himmelreich / und so kin- dem Diener der ewigen Weißheit / spre-disch auf Erdreich / letsilich gäbe er das chend: Dise röhre Frücht schickt dir di-schöne Kindelein der Mutter widerum/ ser Knab/ dein himmlischer HErr/ undund gienge mit ihr hinein bis es alles Sohn des himmlischen Vatters / dervollbracht wurde. dir auch gesungen hat. Der Diener
^ ^ ^ der Weißheit svrach r Eya wohl meinem
Wann die Faßnacht herzu käme deß Hertzen/ das ist mir ein angeneme Sen-in der Faß, Abends / da man das Alleluja nach düng von dem schönen/und himmlischennacht vcr. Christlichem Brauch in der Kirchen ni- Knaben / daß soll sich mein Hertz / undbaltcn. verlegt / und die Närrische Welt an- Seel zu jederzeit erfreuen ; Ach um-fanget zutantzen/springen/prassen/und solle ich ihme zu Ehren / und Danck-alle Üppigkeit zuvollbringen / fienge er barkeit erzeigen ? Bald darauf wurdeauch in seinemHertzö ein himmlische Faß- dem Diener der Weißheit vergont / un-uacht an / und die war also: Zu dem der dem Fenster seinen Sänger zu sehe/ersten betrachtet er den kurtzen / und und als er ihn gesehen / und ab seinerschädlichen Lust diser Faßnacht / und Schönheit sich verwundert hätte / ver-wie etliche um em kleinen leiblichen Wol- schwände er / und nähme dise offen-lust sich in ein langes Leyd verstecken / bahrung ein fröliches End / mit grosserfür solche bettete er in den PsalmenM- Dancksagung gegen GOtt/ um diser/lerere mei OLus) Lc. Und dise Faß- und anderer Mitgetheilten Gaaben/ undnacht nennete er der Bauren Faßnacht/ Gnaden,dieweil sie um nichts bessers wüßten.
Die ander Faßnacht war die Betrach- An der Nacht des eingehende« o.?/'tung der Ewigkeit / wie GOttmitsei- Mayen-Tags hatte er ihme ein Ge- LAtnenAusserwöhlten / und Freunden hie wohnheit gemacht/ einen geistlichen An Ezeitlich mit Gaben / und Gnaden MapemBaum zusetzen/und verehretespür / und kurtzweile. Als er auf ein den fast alle Tag ein lange Zeit. Un-Zeit an einem Faßnacht Lag vor der der allen Zweyen aber könnte er kernenComplet / in ein warme Stuben ge- anmüthigern / und schönern finden / alsgangen / daß er sich wolte wärmen / den Rosenfarben Ast des H.Creutzes/sodann es fröre/ und hungerte ihn sehr/ schöner / blühender/ und zierlicher mitund wäre der Durst noch grösser / der Gnaden / und Lugenden hersür schusse /
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