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2-r Von dem GottseeligenAmando/
GOLt wird dich bald ergötzen. DiseWort erquickten sein Hertz / und könn-te doch aus grosser Not!) deß natürli-chen Dursts das weynen nicht gar las-sen. Zn derselben Nacht / sahe er indem Gesicht / wie die barmhertzigsteMutter GOttes Maria mit ihremKindlein / in der Gestalt als ob es si-ben Jahr alt wär / zu ihme käme / dasKindlein trüge in seiner Hand ein K'rüg-lein voll Wasser / das Geschirr warer-din/und vergläßt/ und ein wenig grös-ser als ein Convent-Becher. Es na-me aber die Mutter GOttes das Kürg-lein in ihr Hand / und gäbe es dem H.Vatter Susoni zutrincken / welches ermit grosser Begird auslrancke / und er-löschet also seinen Durst nach seinesHertzens Wunsch.
Zu einer Zeit als er über Feld gieri-ge / begegnete ihm auf dem schmalen /und engen Weeg ein ehrbahre / undarme Frau / der H. Vatter wiche derFrauen ab dem Weeg / und tratte indas Koch / oder Lachen / und liesse siefürüber gehen / die Frau kehrte sich um/und spräche zu dem H. Susone: wa-.rum er dises gethan habe/ und ihr ausdem Weeg gewichen wäre / dieweil esbrilrcher gewesen / daß sie ihme als ei-nem Priester / und Geistlichen Qrdens-Mann ab dem Weeg weichen solle.Der Heil. Mann antwortet ihr / undsprach : Es ist mein Gewohnheit/ daßich die Weiber gern verehre / um derMutter GOttes willen / da sprach dasarme Weib mit aufgehebten Händen /und Augen. So bitte ich die gnad-reiche Mutter / baß ihr von diser Weltnit sollen abscheiden/ es beschehedannzuvor von ihr euch ein besonder Gnad/dieweil ihr die Weiber so andächtig eh-ren. Auf ein andere Zeit / als er a-bermahl mit grossem Durst vom Tischwäre aufgestanden / und bald daraufschlaffen gangen/ erschine ihme die Mut-ter GOttes / sprechend : Ich bin die/Dir in der vorigen Nacht hat zutrinckengegeben / und weil dich widerum soübel dürstet / so will ich dich übermah-len träncken / der Diener der ewigenWeißheit sprach: Ich sihe kein Ge-schirr bey euch / O gebenedeyte MutterGOttes / sie antwortet ihm: ich willdich träncken mit dem heylsamen Tranckmeines Hertzens / welches dich in wah-rer Lauterkeit deß Geistes wird stär-cken. Da der H. Vatter Amandnun genug hatte getruncken/ von disemHimmlischen Tranck/ verblibe ihme et-was in dem Mund / als em kleines weis-ses Körnlein wie das Manna/ oderHimmelbrod geschaffen war/ welcheser lang zu einem Zeichen in dem Muvd
behalten/ darnach danckete er GOtt/und seiner lieben Mutter Mariä um diegrosse Gnaden / die sie ihm harren er-zeigt. In derselben Nacht erschinedie Himmel-Königin einer andernPersohn in einem andern Ort/ wohn-hafft / und zeigte ihr an / auf welcheweiß sie ihren Diener den S. Susohätte getränckt/ nehmlich mit ihrerJungfräulichen Milch/ wie vor Zeitenden H.JoannemChrysostomum. Daffals derselbige noch Jung / und einSchüler war/ und vor einem Altarbettend knyere / darauf die HimmlischeMutter in Form eines höchinen Bildsihr Kind auf ihrer Mütterlichen Sckooßtränckte /. da hiesse das Mütterliche Bildihr Kind ein wenig von den Saügenlassen / damit sie den gegenwärtigenSchüler auch mochte von ihrem gna-denreichen Hertzen träncken. DiseGnad wäre ihm auch widerfahren / zNeinem Urkund der Wahrheit/ so sollesie seine Reden / und Predigen wohl inacht nehmen/ dann sie hinfüro villieb-licher/ anmüthiger/ und nützlicher seinwerden/ als zuvor sie gewesen seyndiDises zeigte die H. Persohn dem H.Vatter Susoni an/ und sagte: er sol-le für gewiß wissen / daß ihr die Him-mel - Königin Maria mit ihrem liebenKind JEsus in diser Nacht erschinensey/ es hatte die Mutter Gottes inihrer Hand ein schönes Trinck Geschirrvoll Wassers/ und hat die Jungfrau/ <mit ihrem lieben Kind ein freundlichesGespräch von dir gehabt/ die MutterGottes aber batte dem Äindlein JE-su das Geschirr mit Wasser/ den ASeegen darüber zusprechen; nach vol-lendtem Seegen hat sich das Wasser inden besten Wein verändert/ und sprä-che die Mutter Gottes mit ihrem Kindzu mir: Es ist genug / ich will nichtdaß sich mein Diener in solchem schwe-ren Abbruch mehr üben / und keinenWein trincken solle/ hivfüro soll er sei-nen schwachen Leib mit Wein stärcken/und über den Tisch denselben bescheiden-lich trincken. In solchen schwerenÜbungen würd er oft Kranck/ und alser auf ein Zeit Kranck in seinem Verb-lein läge/ enchine der HErr JEsuSseiner Mitbrüder einem/ und hatte einSalb - Buchsen in seiner Hand / undspräche zu dem andächtigen Mann: Ichgehe zu meinem getreuen Diener Su-sone / ihn zu salben / und zu heylen. Danun der Hexr JEsus zu demVatter Su-sone kommen/ eröffnet er di-Büchsen/die voll frisches Blut war/ damit sal-bet er dem S. Vatter sein Hertz / daßes gantz Blutroht worde/ deßgleichenauch Händ / und Füß / und alle ande-re Glider des Leibs. Da fragte die
an-
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