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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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O»1». 76 .

2-r Von dem GottseeligenAmando/

GOLt wird dich bald ergötzen. DiseWort erquickten sein Hertz / und könn-te doch aus grosser Not!) deß natürli-chen Dursts das weynen nicht gar las-sen. Zn derselben Nacht / sahe er indem Gesicht / wie die barmhertzigsteMutter GOttes Maria mit ihremKindlein / in der Gestalt als ob es si-ben Jahr alt wär / zu ihme käme / dasKindlein trüge in seiner Hand ein K'rüg-lein voll Wasser / das Geschirr warer-din/und vergläßt/ und ein wenig grös-ser als ein Convent-Becher. Es na-me aber die Mutter GOttes das Kürg-lein in ihr Hand / und gäbe es dem H.Vatter Susoni zutrincken / welches ermit grosser Begird auslrancke / und er-löschet also seinen Durst nach seinesHertzens Wunsch.

Zu einer Zeit als er über Feld gieri-ge / begegnete ihm auf dem schmalen /und engen Weeg ein ehrbahre / undarme Frau / der H. Vatter wiche derFrauen ab dem Weeg / und tratte indas Koch / oder Lachen / und liesse siefürüber gehen / die Frau kehrte sich um/und spräche zu dem H. Susone: wa-.rum er dises gethan habe/ und ihr ausdem Weeg gewichen wäre / dieweil esbrilrcher gewesen / daß sie ihme als ei-nem Priester / und Geistlichen Qrdens-Mann ab dem Weeg weichen solle.Der Heil. Mann antwortet ihr / undsprach : Es ist mein Gewohnheit/ daßich die Weiber gern verehre / um derMutter GOttes willen / da sprach dasarme Weib mit aufgehebten Händen /und Augen. So bitte ich die gnad-reiche Mutter / baß ihr von diser Weltnit sollen abscheiden/ es beschehedannzuvor von ihr euch ein besonder Gnad/dieweil ihr die Weiber so andächtig eh-ren. Auf ein andere Zeit / als er a-bermahl mit grossem Durst vom Tischwäre aufgestanden / und bald daraufschlaffen gangen/ erschine ihme die Mut-ter GOttes / sprechend : Ich bin die/Dir in der vorigen Nacht hat zutrinckengegeben / und weil dich widerum soübel dürstet / so will ich dich übermah-len träncken / der Diener der ewigenWeißheit sprach: Ich sihe kein Ge-schirr bey euch / O gebenedeyte MutterGOttes / sie antwortet ihm: ich willdich träncken mit dem heylsamen Tranckmeines Hertzens / welches dich in wah-rer Lauterkeit deß Geistes wird stär-cken. Da der H. Vatter Amandnun genug hatte getruncken/ von disemHimmlischen Tranck/ verblibe ihme et-was in dem Mund / als em kleines weis-ses Körnlein wie das Manna/ oderHimmelbrod geschaffen war/ welcheser lang zu einem Zeichen in dem Muvd

behalten/ darnach danckete er GOtt/und seiner lieben Mutter Mariä um diegrosse Gnaden / die sie ihm harren er-zeigt. In derselben Nacht erschinedie Himmel-Königin einer andernPersohn in einem andern Ort/ wohn-hafft / und zeigte ihr an / auf welcheweiß sie ihren Diener den S. Susohätte getränckt/ nehmlich mit ihrerJungfräulichen Milch/ wie vor Zeitenden H.JoannemChrysostomum. Daffals derselbige noch Jung / und einSchüler war/ und vor einem Altarbettend knyere / darauf die HimmlischeMutter in Form eines höchinen Bildsihr Kind auf ihrer Mütterlichen Sckooßtränckte /. da hiesse das Mütterliche Bildihr Kind ein wenig von den Saügenlassen / damit sie den gegenwärtigenSchüler auch mochte von ihrem gna-denreichen Hertzen träncken. DiseGnad wäre ihm auch widerfahren / zNeinem Urkund der Wahrheit/ so sollesie seine Reden / und Predigen wohl inacht nehmen/ dann sie hinfüro villieb-licher/ anmüthiger/ und nützlicher seinwerden/ als zuvor sie gewesen seyndiDises zeigte die H. Persohn dem H.Vatter Susoni an/ und sagte: er sol-le für gewiß wissen / daß ihr die Him-mel - Königin Maria mit ihrem liebenKind JEsus in diser Nacht erschinensey/ es hatte die Mutter Gottes inihrer Hand ein schönes Trinck Geschirrvoll Wassers/ und hat die Jungfrau/ <mit ihrem lieben Kind ein freundlichesGespräch von dir gehabt/ die MutterGottes aber batte dem Äindlein JE-su das Geschirr mit Wasser/ den ASeegen darüber zusprechen; nach vol-lendtem Seegen hat sich das Wasser inden besten Wein verändert/ und sprä-che die Mutter Gottes mit ihrem Kindzu mir: Es ist genug / ich will nichtdaß sich mein Diener in solchem schwe-ren Abbruch mehr üben / und keinenWein trincken solle/ hivfüro soll er sei-nen schwachen Leib mit Wein stärcken/und über den Tisch denselben bescheiden-lich trincken. In solchen schwerenÜbungen würd er oft Kranck/ und alser auf ein Zeit Kranck in seinem Verb-lein läge/ enchine der HErr JEsuSseiner Mitbrüder einem/ und hatte einSalb - Buchsen in seiner Hand / undspräche zu dem andächtigen Mann: Ichgehe zu meinem getreuen Diener Su-sone / ihn zu salben / und zu heylen. Danun der Hexr JEsus zu demVatter Su-sone kommen/ eröffnet er di-Büchsen/die voll frisches Blut war/ damit sal-bet er dem S. Vatter sein Hertz / daßes gantz Blutroht worde/ deßgleichenauch Händ / und Füß / und alle ande-re Glider des Leibs. Da fragte die

an-

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