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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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5O8 Von dem Gottsecligen Amando /

wertet ihme/ und sprach : die Mutter ben/ wüthen/ und toben die sämtlich .GOtres hat sich höchlich über dich er- schryen : O du schälckhafftiger Mönch/zörnet/ dieweil du an ihren Festtagen wir wollen alle zusamen schweren / daßnir wirst von ihr Predigen. Der wir uns an dir rechen / dir an Leib/Ehr/Diener der Weißheir sprach : daß thue und Gut schaden/ und mit unzihmli-ich auß Demuth / dann ich mich selbst chen Dingen verschreyen.« Die Gott-nit Würdig schätze sie zu Loben/ und seelige Anna erschracke übel ab disemgibe also meinen älteren Vättern die Gesicht/ befähle den Diener der Weiß-Ehr: weil sie aber daß von mir begehrt/ heit in den Schutz/ und Schirm derwill ich es forthin mit Fleiß verrichten/ Mutter GOttes; bald darauf ward sieund bitte sie um Gnad / und Erledi- getröst/ daß die Teuffel dem S. Vat-gung von diser Finsternuß. ter weiters nichts mehr sollen schaden/

als was ihr geliebtes Kind ihnen er-L-p. r-. Es wäre nun ein lange Zeit ver- laubte; die Tochter Anna zeigte demflössen/ daß der S. Vatter Suso sei- S. Vatter dises Gesicht an/ ab mei-ner geistlichen Tochter Elisabeth«! Stäg- chem er sehr erschracke/und stellte einlin in dem Kloster zu Thöß nichts hät- Wallfahrt an zu einer Capellen/ so zute erbotten/ da schribe sie ihme einen Ehren derHH.Englengeweyhetwar/Vricff/ daß er ihr ein Trost in ihrem und gienge neunmahl um die Capell in 'Leyden geben solle/ sprechend : Einar- der Ehr der neun Chör der Engten/mer Mensch wird getröst wann er hört/ damit sie ihn beyständig wider seineund sieht wie es andern betrübten Men- Feind wären. Hernach des Morgensschen ergeht / welcher Creutz grösser / wurde er in dem Gesicht in ein grosse-und* schwerer ist als das seinige/ auß Feld geführet/ darinnen er sich mit ei-denen ihnen GOtt so gnädig darauß ner grossen Schar der Englen umgebenHNftt. Der S. Vatter Suso aber sahe / die ihn trösteten/ und sprachen:antwortete ihr wlderum/ und ermähn- GOtt ist mit dir/ und wird dich in Vei-te sie/ daß sie wolle gedultig sein in nen Nöthen nicht verlassen / darum soltihrem Leyden/ undKranckheiten/ und du nicht underlassen dre weltliche/ underzehlte ihr ein Exempel/ sprechend : sündige Menschen zu GOtt zu bekehren.

Ich weis einen Menschen der aus Ver- Auß Visen Worten war er also gestärckt/hängnus GOttes mit grossen Leyden daß er vil Sünder bekehrte. Undecseiner Ehren angefochten war / dessel- anderen wäre auch ein weltlicher/ undden Menschen gröste Begierd wär/ frecher Mann/so in achtzehen Jahrendaß er begehrte GOtt von gantzem nit gebeichtet hätte; den beredete erHertzen zu loben / aufdaß er alle Men- mit seinen heylsamen Ermahnungen /schen durch sein Leyden dahin möchte daß er ihme also andächtig Beichtete /bewegen / damit sie die Welt / und ihr daß sie beyde im Beicht - Stuhl weine-Üppigkeit fliehen/ und GOtt allein die- ten. Der Mann aber starke baldnen möchten/ durch dises Mittel schaff- hernach / und nähme ein seeliges End.te er grossen Nutz. Es begab sich auf Auf ein Zeit hatte er 12. gemeine/undein Zeit/ das er in ein Kloster käme / öffentliche Sünderin von ihrem unzüch-da die Herren desselbigen Ordens ihr tigen Leben bekehrt/ von denen er vilRegel / und Ordnungen pflegten ab- gelitten / nichts destoweniger bliebengesondert zuhaben / und die geistliche nur zwo auß ihnen beständig in ihrerFrauen auch besonder nach ihren Sa- Büß. Es waren auch an underschid-tzungen lebten. In gesagtem Kloster lichen Orthen vil Weibspersohnen / diewaren 2. Persohnen underschidlichens ihre Gelübd / und weibliche Ehrenver-Geschlechts/ mit unordentlicher Liebe gessen/ dise hätten niemand / deme sieverbunden/ also daß sie solches für kein vor Scham dörfften beichten/ sie ka-Sünd hielten / sonder vermeinten ih- men oft in Verzweifflung/ daß sie sichnen solches von GOtt erlaubt zu sein. selber wollen Lösten. Da sie aberDa aber der S. Vatter Suso gefragt vernahmen daß der S. Vatter einmil-war/ ob es möchte also durch GOttes tes Hertz trüge gegen den betrübtenwillen geschehen ? da sprach er nein/ Seelen/ kamen sie zu ihm mit grosserund sagte: daß dise Liebe Falich/ und Reu/ und begehrten ihme zubeichten.wider alle christliche Lehr / und ihr Ge- Er horte ihre Beicht an / vermercktelübd wäre/ und vermöchte so vil bey ihr innerliche Rsu / und Leyv/ dar-ihnen / daß sie sich besserten / Büß thä- durch er bewegt war mit ihnen zu wei-ten/ und Keusch hinfüro lebten. Als nen / und liesse sie widerum mit Trost/nun dtses GOttseelige Merck der S. und Auflegung der heylsamen BüßVatter verrichtet hatte/ sahe ein geist- von sich gehen/ wiewohl nicht ohn scha-liche Frau mit Nahmen Anna/ indem den seiner Ehr / und guten Nahmens.Geist ob dem S. Vatter ein grosse Under andern wäre auch ein wohledleSchar der Teuffel in den Lüfften schwe- Frau die grosse Reu/ und Lepd hatte

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