5O8 Von dem Gottsecligen Amando /
wertet ihme/ und sprach : die Mutter ben/ wüthen/ und toben die sämtlich .GOtres hat sich höchlich über dich er- schryen : O du schälckhafftiger Mönch/zörnet/ dieweil du an ihren Festtagen wir wollen alle zusamen schweren / daßnir wirst von ihr Predigen. Der wir uns an dir rechen / dir an Leib/Ehr/Diener der Weißheir sprach : daß thue und Gut schaden/ und mit unzihmli-ich auß Demuth / dann ich mich selbst chen Dingen verschreyen.« Die Gott-nit Würdig schätze sie zu Loben/ und seelige Anna erschracke übel ab disemgibe also meinen älteren Vättern die Gesicht/ befähle den Diener der Weiß-Ehr: weil sie aber daß von mir begehrt/ heit in den Schutz/ und Schirm derwill ich es forthin mit Fleiß verrichten/ Mutter GOttes; bald darauf ward sieund bitte sie um Gnad / und Erledi- getröst/ daß die Teuffel dem S. Vat-gung von diser Finsternuß. ter weiters nichts mehr sollen schaden/
als was ihr geliebtes Kind ihnen er-L-p. r-. Es wäre nun ein lange Zeit ver- laubte; die Tochter Anna zeigte demflössen/ daß der S. Vatter Suso sei- S. Vatter dises Gesicht an/ ab mei-ner geistlichen Tochter Elisabeth«! Stäg- chem er sehr erschracke/und stellte einlin in dem Kloster zu Thöß nichts hät- Wallfahrt an zu einer Capellen/ so zute erbotten/ da schribe sie ihme einen Ehren derHH.Englengeweyhetwar/Vricff/ daß er ihr ein Trost in ihrem und gienge neunmahl um die Capell in 'Leyden geben solle/ sprechend : Einar- der Ehr der neun Chör der Engten/mer Mensch wird getröst wann er hört/ damit sie ihn beyständig wider seineund sieht wie es andern betrübten Men- Feind wären. Hernach des Morgensschen ergeht / welcher Creutz grösser / wurde er in dem Gesicht in ein grosse-und* schwerer ist als das seinige/ auß Feld geführet/ darinnen er sich mit ei-denen ihnen GOtt so gnädig darauß ner grossen Schar der Englen umgebenHNftt. Der S. Vatter Suso aber sahe / die ihn trösteten/ und sprachen:antwortete ihr wlderum/ und ermähn- GOtt ist mit dir/ und wird dich in Vei-te sie/ daß sie wolle gedultig sein in nen Nöthen nicht verlassen / darum soltihrem Leyden/ undKranckheiten/ und du nicht underlassen dre weltliche/ underzehlte ihr ein Exempel/ sprechend : sündige Menschen zu GOtt zu bekehren.
Ich weis einen Menschen der aus Ver- Auß Visen Worten war er also gestärckt/hängnus GOttes mit grossen Leyden daß er vil Sünder bekehrte. Undecseiner Ehren angefochten war / dessel- anderen wäre auch ein weltlicher/ undden Menschen gröste Begierd wär/ frecher Mann/so in achtzehen Jahrendaß er begehrte GOtt von gantzem nit gebeichtet hätte; den beredete erHertzen zu loben / aufdaß er alle Men- mit seinen heylsamen Ermahnungen /schen durch sein Leyden dahin möchte daß er ihme also andächtig Beichtete /bewegen / damit sie die Welt / und ihr daß sie beyde im Beicht - Stuhl weine-Üppigkeit fliehen/ und GOtt allein die- ten. Der Mann aber starke baldnen möchten/ durch dises Mittel schaff- hernach / und nähme ein seeliges End.te er grossen Nutz. Es begab sich auf Auf ein Zeit hatte er 12. gemeine/undein Zeit/ das er in ein Kloster käme / öffentliche Sünderin von ihrem unzüch-da die Herren desselbigen Ordens ihr tigen Leben bekehrt/ von denen er vilRegel / und Ordnungen pflegten ab- gelitten / nichts destoweniger bliebengesondert zuhaben / und die geistliche nur zwo auß ihnen beständig in ihrerFrauen auch besonder nach ihren Sa- Büß. Es waren auch an underschid-tzungen lebten. In gesagtem Kloster lichen Orthen vil Weibspersohnen / diewaren 2. Persohnen underschidlichens ihre Gelübd / und weibliche Ehrenver-Geschlechts/ mit unordentlicher Liebe gessen/ dise hätten niemand / deme sieverbunden/ also daß sie solches für kein vor Scham dörfften beichten/ sie ka-Sünd hielten / sonder vermeinten ih- men oft in Verzweifflung/ daß sie sichnen solches von GOtt erlaubt zu sein. selber wollen Lösten. Da sie aberDa aber der S. Vatter Suso gefragt vernahmen daß der S. Vatter einmil-war/ ob es möchte also durch GOttes tes Hertz trüge gegen den betrübtenwillen geschehen ? da sprach er nein/ Seelen/ kamen sie zu ihm mit grosserund sagte: daß dise Liebe Falich/ und Reu/ und begehrten ihme zubeichten.wider alle christliche Lehr / und ihr Ge- Er horte ihre Beicht an / vermercktelübd wäre/ und vermöchte so vil bey ihr innerliche Rsu / und Leyv/ dar-ihnen / daß sie sich besserten / Büß thä- durch er bewegt war mit ihnen zu wei-ten/ und Keusch hinfüro lebten. Als nen / und liesse sie widerum mit Trost/nun dtses GOttseelige Merck der S. und Auflegung der heylsamen BüßVatter verrichtet hatte/ sahe ein geist- von sich gehen/ wiewohl nicht ohn scha-liche Frau mit Nahmen Anna/ indem den seiner Ehr / und guten Nahmens.Geist ob dem S. Vatter ein grosse Under andern wäre auch ein wohledleSchar der Teuffel in den Lüfften schwe- Frau die grosse Reu/ und Lepd hatte
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