Beichtiger / und Prediger-Ordens.
rcker ihre begangne Sund; Es erschi-m aber ihr die Mutter GOrtes Maria/Und sprach: gehe hin zu meinem Cap-lan/ der kan dir widerum helffen. Siesagte: O Mutter GOttes ich kenne ihnnit/ da sagte die Mutter der Barm-hertzigkeit: sihe ich beschütze/ und be-wahre ihn under meinen Mantel/ be-sitze in wohl/ dann der soll dichtrösten.Sie käme hernach zum S. Vatter / undbatte ihn daß er wolle ihr Beicht hö-ren/ daß thäte er gern/ und halste ihrnach seiner Möglichkeit.
Ä L' Als nun der S. Vatter Aman,limandns bus vil betrübte Hertzen getröstet/ und>n«ßv'i,ey. vil Merck der Barmhertzigkeit den ar-MusUn, men Sündern erzeigt hätte; müßte ervon deßwegen vil Creutz / und Leydenaußstehen / wie ihme dann GOtt in ei-^ nem Gesicht geoffenbahret hat. Aneinem Abend käme er in ein Herberg/
- ünd gegen Morgen war er in dem Geistan ein Orth / geführet / da er solle vonYen HH. Märtyrer ein Meß singen.-lVlulra rribulalionesjullorum, öcc. die davon mancherley Lrübsaalen der Gerech-ten redet: daß wolte er nit thun / dieweilauf Visen Tag keines Märtyrers Ge-burts-Tag fiele: die Sänger aber deu-teten ihm / imd sagten : GOtt findetseine Märtyrer auch an disem Tag / duaber fahre fort / und singe was du vordir hast. Da er aber sahe/ daß esnicht änderst möchte seyn / und das gan-tzeMeß-Vuch von den Märtyrern alleinwäre bescheiden / fienge er an mit singk.Bald hernach sagte der S. Vatter: wa-rum singet ihr nit das Gaudeamus /Das lieblicher zu singen ist / als dise trau-rige Meß von den Märtyrer ? es warihme aber geantwortet: du weist nitwas wir thun / das Gesang von denMärtyrer gehet vor / darnach wann esZeit wird seyn/ so folget das ftölicheGaudeamus. Nachdem er aber wi-der zu ihme selbst wäre kommen / ist ersehr traurig ab disem Gesicht worden/daß es auch sein Mitgesell vermerckte;als er wider in sein Kloster war kommum Weyhnächten/ da die kürtzesteTägseynd/ gienge sein Leyden bald an/daßer vermeinte sein Hertz müßte ihme vorCreutz/undTrübsaalen zerspringen. Un-der andern Menschen hätte er gern einüppiges / und fleischliches Weibsbildbekehrt/und zuGSlt gezogen / die trü-ge aber ein Wölffes- Hertz under einemguten / und scheinbaren Wandel/ daßes der S. Vatter lang nit könnte ver-meiden. Dise war zuvor in ein grossefleischliche Sund gefallen / und gab her-nach das qehohrne Kind einem andern/der nit sein Vatter war, Als der S.Such ihr Beicht gehört hatte / tröstetek. Klurer, Die Schweif.
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er sie nach Möglichkeit / da er aber nachlangem vermerckte/ daß sie ihr üppigLeben nit verlassen wolle/darzu schwtger still / und wvlte ihr seine gewöhnlicheDienst nit mehr erzeigen. Das böseWeib aber entbotte ihme/ er soll sie nitalso verlassen / dann wann er ihr denNutz solte abbrechen/ den sie von ihmhätte/ wurde er es müssen ergelten/und wolte ihm ein Kind geben / daß sievon einem weltlichen Mann hatte em-pfangen/ und ihn also mit dem Kindverkleinern/daß jedermann auch in wei-ten Landen von solcher Sckand müßtesagen. Ab dsser bösen Zeitung er-schracke der Gottseelige Mann sibel /und sprach : Angst / und Noth hat michHantz umgeben / und weiß mir ftlbst nitzu rathen. Letstlich vermeinte er bes-ser zu seyn / das er sich vom bösen Weibabsondere / als das er seinen guten Nah-men/ und Ehr durch solche Mittel be-schützen / und beschirmen solte. Deß-wegen luffe dises böse/ und schalckhaftbWeib zu Geist und Weltlichen Per-sohns herum / und verfchrelte den Gott-seeligen Vatter / daß sie von ihme einKind empfangen härte. Aus VisenReden kam der S. Vatter under denWelttLeutheniu ein grossen Verdacht/etliche glaubtens / und redten ihm übelnach/ andere zweiffleten midiferSach.Der fromme Vatter aber vermeintevor grossem Hertzleyd er müßte sterben/lag Tag / und Nacht in grossem Jam-mer / und Noth / und sprach also zuGOtt: O HErr! die Stund meinesLeydens ist vorhanden/ wie kan ich dieElende Noth in meinem Hertzen erley-den ? O HErr wäre ich gestorben /daß ich dise grosse Noth nit müßte se-hen noch hören; L> mein GStt lchhab alle Tag deinen hochheiligen Nah-men nach meinem besten fleiß geehrt /ihn weit / und breit außgebreiret/ unddu wirffesi meinen Nahmen in so gros-se Unehr / und Schanv: sihe an denwürdigen Orden der Prediger / der vonmeiner Pcrsohn also muß geschmächtwerden. Alle Menschen die mich vordisem als einen frommen Mann geehrthaben / die schänden nun mich als ei-nen Betrüger der Welt. In VisenKlagen / und seinem Elend kam einWeih zum S. Vatter/ und gab ihmeein Rath/ daß sie wölle durch heimli-che Mittel das Kind tödten / und ver-graben/ der S. Vatter antwortete ihrund sprach: O du böses Weib / wol-lest du das unschuldige Kind tödten ?was vermag es daß sein Mutter einfalsches Hertz hat; daß wolle GOtt nit/daß diser Mord von mir beschehe / ichwill heut memem GOtt mein zeitlicheEhr/ und guten Nahmen aufov^-n»
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Sitz