«-p. zLElisabethbtäglmbeschreibtdas LebenbesS- A-mandl.
Der S.
Lmanbusverbrennetseyn qe-schribnesLeben-
z l s Von dem Gottseeligcn Amando /
hast verliehen; Ich vergibe / und ver-zeyhe auch allen denen aus gantzemHertzen / die mich jemahlen beleydigethaben / als wie du vergäbest deinenFeinden an dem Stammen deß H.Creu-tzes. O HErr dein H. Leichnam denich in der H. Meß einpoligen hab / seyemein Behüt« / und Beleiter für deinGöttliches Angesicht. Und mein lei-ste Bitt ist / daß ich vor meinem Endthue / daß du meine geistliche Kinderdir wollest befohlen lassen seyn/ und ih-nen ein seeliges End verleyhen. Dader S. Vatter Amandus nun alsogebettet hatte / fiele er in obgesagteSchwachheit / und Verzückung deßGeists - nach zwo Stunden käme erwiderum zu ihm selber / und fienge ansein krancker Leib/und schwaches Hertzsich zuerholen/ und zustärcken.
Hievor in dem 26. Capitel dises Le-bens/ ist Meldung geschehen / wre auchin anderen Capiteln mehr / wie daß einsonderbahre geistliche Tochter in demGottshauß Thöß Prediger-Ordens/mit Nahmen Elisabeth Stäglin/ sich hat-te GOtt gantz ergeben. Drse geistlicheKlosterfrau hatte so grosse Freundschajstmit dem S. Vatter Amando gemacht/daß er ihr vil heimliche Übungen / Ley-den / und geistliche / oder Göttliche Ge-sicht geoffenbahret hatte/ welche sie mitgrossem Trost ihrer Seelen / und fleißaufmerckte / und beschrcke / mit ihrenkrancken Händen / doch alles in geheim/daß es der S- Vatter nicht könnte ver-mercken. Dise Schrifften legte diegemelte krancke Schwester in ein Käst-iein / darauf sahe auf ein Zeit ein an-dere andächtige Schwester / das Kind-lein JEsu in seiner Klarheit sitzen / undals die Schwester die krancke Elisabe-tham fragte / was sie für einen geist-lichen Schatz in disem Kästlein / oderTröglein hatte / den GOtt selber be-wahrete / wolte sie ihr nicht offenbah-ren. Es könnte aber dise Elisabethsihre Schrifften/und geistliche Listigkeitso geheim nicht haben / daß es der S.Vatter Suso nicht «kündigte / deß-wegen käme er gen Thöß / straffte sieihrer Frechheit / und geistlichen Dieb-ftals / und zwange sie alle ihre Schriff-ten aus dem Lädlein Herfür zugeben /also name er einen grossen Theil derSchrifften / und warffe es selber in dasFem znverbrennen / und als er den an-dern Theil auch wolte hinein werffen /ist er durch Göttliche Fürsehung / undEnglische Stimm Visen Theil nicht zu-verbrennen ermähnet worden. Undalso übcrblibe diser Geistlichen Tochterdiser Schatz / den sie meistentheil mitihrer eygnen Hand geschriben hatte.
Und wäre deß S. Vatters Amandi Le-ben / und geistliche Übungen / wie esbißhero treulich von uns erzehlet wor-den. Es starke aber dise GottseeligeSchwester Elisabeths Stäglin in demGottshauß Thöß um das izoo. Jahr/vor dem H. Vatter Susone / also dasuns seinen Todt niemand umständigbeschriben / und also mit wenig Wor-ten dises S. Vatters Leben beschließenmüssen. In seinen letsten Jahren /war der S. Vatter Suso von UnserenLanden hinab gen Asch gezogen; unserliebe Frau heimzusuchen / in dem heim-reisen erschine unser liebe Frau einer H.Persohn sprechend: Sihe der Dienermeines Kmdö JEsu ist wider kommen/der hat den süßen Nahmen JESUSweit / und breit h«um getragen / alsauch die HH. Apostel gethan haben /da sie Visen Nahmen allen MenschenMit dem Glauben zuerkennen gaben / al-so hat auch der Diener der ewigen Weiß-heit sich beflissen / denselben NahmenJEsus in allen kalten Hertzen mit neuerLiebe anzuzünden / darum solle er auchnach seinem Todt den ewigen Lohn mitihnen empfangen. Es hatte aber dieMutter GOttes ein brennende Kertzenin ihrer Hand / die die gantze Weltmit ihrer Klarheit erleuchtete / Undstunde der Nahmen JESUSringsweiß um die Kertzen / und sagtedie Jungfrau Maria zu der S. Per-sohn / dise brinnende Kertzen bedeutetden Nahmen JEsus / dann er war-hafftig erleuchtet alle Hertzen / die sei-nen Nahmen andächtig empfahen/ UttdMit ehren beysich tragen / und meinKind hat seinen Diener selbsten darzuerwöhlet / daß sein Göttlicher Nahmin vilen Hertzen wurde entzündet / undZu ihrer ewigen Seeligkeit besördert.Als nun dise obgemelte geistliche Toch-ter verMerckt hatte / daß ihr geistlicherVatter ein grosse Andacht zu dem al-lersüssesten Nahmen JEsu trage / dagewänne sie auch ein sondere Liebe dar-zu/ und nähere denselben Nahmen JE-sus mit rother Seyden auf ein zartesTüchlein in diser Gestalt / Itt8. densie auch selber aUf ihrem Hertz heimli-cher Weiß trüge. Zu dem mehretösie ihren Eyffer/und machte dergleichenTüchlein vll/ und übrrschickte dieselbendem S. Vatter Amando daß er sie aussein Hertz zu dem Nahmen JEsu leg-te / und mit einem geistlichen Seegenseegnete / und die under seinen geist-lichen Kindern austheilte/ daraufwardiser Tochter von GOtt geoffenbahretworden / daß wer Visen Heil. NahmenJEsus also bey ihm tragen / und ihmetäglich ein Vatter unser/und Ave Mariamit Andacht betten werde / dem wolle
GOtt