Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Beichtiger/ und Prediger-Ordens. 517

GQtt hie leiblich pflegen / und ihn anseinem leisten End begnaden.

Dcr S*' « nun der S. Vatter Suso 70.Ainandus Jahr alt worden / ukld 50. nach getha-k°mk,ns »er Profeßion in seinem Orden Gott-« vster seeliglich gelebt hatte / war er durch seinObrigkeit in das Gottshauß gen Ulmverschickt/in welchem er noch wenige Zeittzird lebte / und wegen seines strengen Le-Heus / und grossen Bußwercken'blöd /und schwach erkrancketc / und in seinTodtbcthlein käme / darum er sich nikversäumte mit neuem Eyffer seine SundZubeichten / mit grosser Demuth diehochheilige Sacramenten nach altemHerkommen der Christlichen / und Ca-tholischcn Kirchen zuempfahen / sichGOtt/ seiner werthen Mutter Mariä/und allen lieben Heiligen zubefehleu^wie er vormahls auch gethan/ Und indem Z 7 . Capitel beschreiben worden. )Was GOtt in seinem Todt / und lersten End gewürcket hat / ist unbewußt/ist wohl zuerachren daß / weil er so hei-liglrch habe gelebt / das End auch nichtböß gewesen seye. Er starbe seeliglichauf S- Pauli Bekehrung den 27. Jen-aer/ deß rz6z. Jahrs under der Re-gierung PapstsUrbani V. AäysersCa-roli IV. und P. Simonis Lingoviensisdeß21. Generalen deß Prediger-Or-dens. Sein Heil. Leichnam war zuUlm in dem Prediger-Kloster in demCreutzgang ehrwürdig von den Wal-kern / und Ordens-Brüdern begra-ben. Nach seinem seeligen Ableibenfände man hinder ihm etliche schöneTractütlein/ und geschribne Büchlein/so er Gedicht/und vilen frommen /Und andächtigen Kindern hinderlassen/die seynd bißhero offt in den Druck aus-»angem Sonderlich aber fände mau

ein Geschafft / darinn er bekennt / daßihm GOtt den Tauffnahmen Heinrichwegen grosser / und innbuwstigcr Lie-be so er zu der ewigen Weisheit getra-gen / abgenommen / und ihn Aman-dum genennt / und zubehalten befohlenhabe / den er doch aus ticsser Demuthunder den Menschen memahlen bey sei-nen Lebzeiten gebrauchen wollen / unddeßwegen wird er auch vilmahlen vonuns in disem Buch Amandus genannt/und ist auch mit solchem Nahmen in dieZahl der Heiligen geschoben. Alssetzt unser S Vatter. Amandus 2 ^8.Jahr under der Erden geruhet.hatte /und im Jahr i6rz. die Reichstatk Ulmbey den Predigern in dem Creutzganggraben / und etwas bauen wolrcn / kä-me» die Werckleuth ohn alle Gefahrauf den Leuchnam unsers GottseeligenVatter Susonis / und fanden ihn gantzUnversehrt in seinen gewohlichen Or-dens-Kleidern allda ligen / der auch ei-nen lieblichen Geruch von sich gabt.Die Werckleml) erschracken ab disemWunder / giengen zu den Bürgermei-ster der Statt/ und zeigen ihm an waSsie gefunden haben. Den antworteteek/er habe die Tag seines Lebens gehört/man solle die Todten ruhen lassen / sol-len deßwegen gehen / und das Grabwiderum zuwerffen / und kein weite sGeschrey daraus machen. Weil aberdie Werckleuth sich bey dem Bürger-meister saumbtem/ stige ein andächtigePersohnin das Grab hinab/und schnit-te aus altem Catholischen Eyffer vonseinem schwachen Mantel/ und meistenScapulier ein Theil/ und verehrete setlichen Catholischen Persohnen / des-sen ich Mich ein Srücklcin zuha-ben auch höchlicherfreue»

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