Beichtiger/ und Prediger-Ordens. 517
GQtt hie leiblich pflegen / und ihn anseinem leisten End begnaden.
Dcr S*' « nun der S. Vatter Suso 70.Ainandus Jahr alt worden / ukld 50. nach getha-k°mk,ns »er Profeßion in seinem Orden Gott-« vster seeliglich gelebt hatte / war er durch seinObrigkeit in das Gottshauß gen Ulmverschickt/in welchem er noch wenige Zeittzird lebte / und wegen seines strengen Le-Heus / und grossen Bußwercken'blöd /und schwach erkrancketc / und in seinTodtbcthlein käme / darum er sich nikversäumte mit neuem Eyffer seine SundZubeichten / mit grosser Demuth diehochheilige Sacramenten nach altemHerkommen der Christlichen / und Ca-tholischcn Kirchen zuempfahen / sichGOtt/ seiner werthen Mutter Mariä/und allen lieben Heiligen zubefehleu^wie er vormahls auch gethan/ Und indem Z 7 . Capitel beschreiben worden. )Was GOtt in seinem Todt / und lersten End gewürcket hat / ist unbewußt/ist wohl zuerachren daß / weil er so hei-liglrch habe gelebt / das End auch nichtböß gewesen seye. Er starbe seeliglichauf S- Pauli Bekehrung den 27. Jen-aer/ deß rz6z. Jahrs under der Re-gierung PapstsUrbani V. AäysersCa-roli IV. und P. Simonis Lingoviensisdeß21. Generalen deß Prediger-Or-dens. Sein Heil. Leichnam war zuUlm in dem Prediger-Kloster in demCreutzgang ehrwürdig von den Wal-kern / und Ordens-Brüdern begra-ben. Nach seinem seeligen Ableibenfände man hinder ihm etliche schöneTractütlein/ und geschribne Büchlein/so er Gedicht/und vilen frommen /Und andächtigen Kindern hinderlassen/die seynd bißhero offt in den Druck aus-»angem Sonderlich aber fände mau
ein Geschafft / darinn er bekennt / daßihm GOtt den Tauffnahmen Heinrichwegen grosser / und innbuwstigcr Lie-be so er zu der ewigen Weisheit getra-gen / abgenommen / und ihn Aman-dum genennt / und zubehalten befohlenhabe / den er doch aus ticsser Demuthunder den Menschen memahlen bey sei-nen Lebzeiten gebrauchen wollen / unddeßwegen wird er auch vilmahlen vonuns in disem Buch Amandus genannt/und ist auch mit solchem Nahmen in dieZahl der Heiligen geschoben. Alssetzt unser S Vatter. Amandus 2 ^8.Jahr under der Erden geruhet.hatte /und im Jahr i6rz. die Reichstatk Ulmbey den Predigern in dem Creutzganggraben / und etwas bauen wolrcn / kä-me» die Werckleuth ohn alle Gefahrauf den Leuchnam unsers GottseeligenVatter Susonis / und fanden ihn gantzUnversehrt in seinen gewohlichen Or-dens-Kleidern allda ligen / der auch ei-nen lieblichen Geruch von sich gabt.Die Werckleml) erschracken ab disemWunder / giengen zu den Bürgermei-ster der Statt/ und zeigen ihm an waSsie gefunden haben. Den antworteteek/er habe die Tag seines Lebens gehört/man solle die Todten ruhen lassen / sol-len deßwegen gehen / und das Grabwiderum zuwerffen / und kein weite sGeschrey daraus machen. Weil aberdie Werckleuth sich bey dem Bürger-meister saumbtem/ stige ein andächtigePersohnin das Grab hinab/und schnit-te aus altem Catholischen Eyffer vonseinem schwachen Mantel/ und meistenScapulier ein Theil/ und verehrete setlichen Catholischen Persohnen / des-sen ich Mich ein Srücklcin zuha-ben auch höchlicherfreue»
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