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Zu Dlessmhoffen. zrr
gefallen/ die Sünden/ und was GOttbeleydiget zumeyden/ den Weeg derVollkommenheit zuerstetgen / deßwe-gen pflegte sie andere Freud/Trost undFreundschafft zufliehen / damit sie GOttihr Hertz / und Willen gantz ergeben /und zueygnen möchte. Gegen denNächsten / besonder ihrer Mitschweste-ren / wäre sie eines lieblichen Hertzens/al'o daß sie ihnen vil Dienst äusser undinnerlich mit ihrer Handarbeit thäte /auch die Bekümmerten geistlich tröste-te mit lieblichen Worten / und Zu-sprechungen erquickete / und aufferbau-<ete. Für die betrübte Persthnen bal-le sie andächtig ihnen Trost / Göttli-chen Beystand / und Gnad zuerwer-ben. Uneinigkeit/ und Zweytracht /oder Mißverstand wüßte sie zimllchermästen zudemmen/ und stillen / wannes ihr aber nußlunge / ergäbe sie sich zudemGebett. Fromme / andächtige/und Gottlrcbende Menschen liebte siesonderlich / hätte auch grosse Begiervihnen zudienen.
Mit den Seelen im Fegfeur hätte
^2^/ fle ein grosses Mttleyden / lheylte ihnenrieb!» vil Slcur ihres vilfältigen Gebens /um derselben Erledigung mit. Zu
«MM. N^rcht wann sie erwachte/ st batte sie fürdie Seelen den Psalmen De pio5uuäi8oder etwas anders. Neben ihren an-dern grossen/ und vilfältigen Trübsa-len / und Äümmernussen schickte ihrGOtt ein grosse / und schwere Äranck-heit zu / die Gedult in ihr desto klefferzupflantzen/und zu einer Prob: als siewrder. gesund worden / empfienge sie ei-Uen neuen Eyffer GOtt mit strengemFasten / Wachen / und Betten / auchCasteyungdeß Fleisches zu dienen/des-sen ihr Geisel / so gantz blütigwar/einanzeigen sein kan. Sie beichtete mitrosser Demuth / Seufftzen/ und Zä-ern / desgleichen empfienge sie dashochwürdig Sakrament. In Sum-ma sie führte ein solches Leben / daßihr Beicht-Vatter bey anderen sie lobte/sprechend:daßsie solcher Fromkeit/ undreines Hertzens sey / daß sie gewißlichNicht könre die geringste under denen beyGOtt angenehmen Persohnen seyn.
k'k z. In den leisten Jahren ihres Alters/und Lebens / nähme sie an Leibstarckesehr ab / wurde so schwach / daß sie ver-merckte / das End ihres Lebens ohn-ferr zuseyn. Doch underliesse sie in allihrer Schwachheit von dem DienstGottes/und geistlichen Übungen nichtsUach / sonder je mehr ihr Srerbstünd-kin herzu nahm / je fleißiger / und an-
dächtiger sie ihrem Heyland dienete.
Darnach in der Fasten auf unser liebenFrauen Verkündigung / da empfiengedie stetige Adelheit mit andern Conven-tualin den zarten Fronleichnam deßHLrren. Under der H. Meß / fien-ge sie den Todtkampff mit einem star-ken Frost an / darnach in der Vesper/als man singte: bioäie VLus llornofaÄus eck. Heut ist GOtt Menschworden / gienge sie aus Schwachheitaus dem Chor zu dem Beth / hernachwollen sie die Schwestern nach Ordensbrauch > und Liebe besuchen / sie aberschaffete alle ab / wolle niemand alsGOtt allein bey ihr behalten / welchensie in dem hochwürdigen Sakramentempfangen : dann daß wäre ihr alter/und löblicher Brauch / wann sie kom-municieret/ hielte sie denselben gantzenTag ihr Silentium / oder Stillschwei-gen / und redete mit GOtt allein. AlsAdelheit auf ein andersmahl die Schwe-reren m ihrer Äkanckheit heimsuchen /in welcher sie zweymahl mit GOtt ver-sehen / empfienge sie auch die leste Or-tung / da ermahnere Adelheit dieselbenin dem Leyden zur Gedult/ und spräche:
Lcydet/ leydet / und opfferet euer Ley-den in die glorwürdige Wunden JEsüChristi/ seytemahl allda alles was unsherb / und bitter scheinet / süß wird.Jnglcichem ermahnete sie sowohl be-nannte Mitschwestern / als andere guteBekandL zu der Liebe GOttes / unddeß Nächsten / ftom / und andächtigzuleben /guts zuthun / init Erinne- ,rung deß Todts / darbey sagend: Wannihr dahin kommen werdet/ wie ihr michjetzt ligen sehet/so werdet ihr frolocken/daß ihr vil guts gethan / und Gottseeliggelebt habt. Ein Schwester aber so derAdelheit sonderlich bey Lebzeiten anbe-fohlen war / die ermahnete/ und haltesie / solle ihr in ihrem Todtbeth vil vonGOtt sagen-Antwortete die Adelheit:
Thue was ich dich gebetten / und zuthun ermähnet hab.
Die Mutter GOttes / die zwölff c-p »Apostel/ und bevokiusSt. Johann denEvangelisten verehrte sie sonderlich einstetiges / und vcrnünffriges End Me-langen. Diser Bitt wäre sie auch be-wehrt / daß ihr GOtt ein stetiges/undvernünfftigcs End verlyhe / den 4 A-prill/ im 9 - Tag ihrer Kranckheit zwi-schen dreyzehen / biß auf vierzehenhun-dert Jahr / voller Tugenden gezieret /der Leichnam wurde nur vil Zähern / undLeyd zu der Erden bestattet. Ihr steti-ges End solle GOtt auch mit etlichenWunderwercken besichtiget haben.
m.