Zu Diessenhoffen.
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M/und Göttliche Heimsuchungen ge- ligen Jungfräulichen Geist auf ( wirseyen haben. Als nun der S. setzen den zo. Heumonat wer! der ge-Schwester Annä Sterbstündlein herzu wisse Lag nicht zufinden ) mit Visenkäme / name sie gar ein seeliges End / herrlichen Tugenden / und Wer-und gäbe GOtt dem HErren ihren see- cken sezieret.
L. 6 01' l' ^ IvleAiri d^onverfä.
Von der sceligm Leymschwester Gutta
Mestm»
UnWer.
Ls die Jungfrau Gutta Mestinnoch in der Welt wäre / hattesie oft GQtt den Herren ihrGnad zuthun / sie in Keusch-ünd Reinigkeit zuerhalten / und zu demgeistlichen Stand befördern/ dann ihrdie Welt/ und der weltliche Prachtgantz mißfallen. Weil aber sie vonNatur schöner Gestalt/ und lieblichesAngesichts war; wurffe ein Jünglingein unordenliche Liebe auf sie/ und daer von solcher überwunden / suchte eralle Gelegenheit sein Muthwillen an ihrzuersüllen : An einer Nacht nähme di-ser unzüchtige Jüngling das Gerüst /öder Leytern eines Karrens/ stellte esan ihr Hauß gegen dem Kammerfen-ster/ da Gurta schließe/ und als er ander Leyiernanfieng aufzusteigen/ saheer cinschöne zierliche Frau/ dergleichener sein lcbtag nie Hütte gesehen aufdemFenster sitzen/ diefelbige Frau hatte eininniglich schönes Kindlein auf ihrerSäwoß sitzen. Der Jüngling entsetz-te sich sehr ab disem Gesicht/ ftigewi-der die Leyter hinab / und stellete auchGuttä nicht mehr nach. Also bewahr-
te GOtt/ und die H. Maria dise Jung-frau vor aller Gefahr der Unkeuschheit/käme also die keusche Jungfrau insGottshauß Diessenhoffen. Als sienun das Orden-Kleid empfangen/undnach Ordens-Brauch zum Altar ge-führt war/ empfände sie ein überna-türliche Gnad/ und Freud in ihremHertzen/ und sprach: Herr ich woltefür dise Süßigkeit alle Freud der gan-tzen Welt nicht nehmen/ und mit diserRed urlaubte sie also der Welt / undbekäunete hernach/ daß sie darauf ihrLebtag kein Lust mehr in die Welt nochzu den weltlichen Sachen gehabt / oderempfunden habe. Nach dem sie Pro-feß gethan/ nähme sie ein hartes/undstrenges Leben für/ übete sich ohn un-verlaß in dem Leyden Christi mit vilenGebetten/ Venien/ und Zähern. Siefastete mehr als dreyßig Regul fasten/alle u. L. Frauen Abend/ alle Frey-tag durch das Jahr enthielte sie sichdes Weins / Eyer / und Fisch / mdreyßig Jahren äffe sie nie kein rohes
k. klarer, Die H. Schwel«.
Obs / öder andere grüne Frücht / uü-derweilen name sie einen schönen Api-se! in die Hand / wann sie dem Con-vent gegeben wurde / sahe difen an /daß ihr die Zäher vor Begierd zuesseirin die Augen schössen / zu GQtt spre,chend : HErr diß möchte ich um keinerCreator willen lassen: aber dir alleinzugefallen enthalte ich mich.
Kurtz vor ihrem Todt bekante sie c,t» -.einer Schwester/ wie daß sie dreyßigJahr alle Tag zweymahl sich hätte ge- Eoi-lu«»'geißlet / ausgenommen wann sie Wöch-nerin in dem Chor war / so name sienur einmahl deß Tags Disciplin / undneben anderm Gebet! spräche sie zweyVatter unser/ eins für die allerarmsteSeel in dem Fegfeur / das ander fürden allergrvsten Sünder in der Welt /damit GOtt beyden helffe. Von ihrerstarcken Geißlungen wurde ihr Ruckenso hart/ daß sie bekennete wannsiczu-schlage / wäre nicht änderst ob sie aufein Brett schlage. Der Teuffel wartihr gehäßig / und thäte ihr vil Plagenan/ sonderlich wann sie sich geißlere /da risse er die Geißel aus ihrer Hand/damit sie aufhörte / oder müßte aufste-hen dieselbe zusuchen. AIs sie aufein Zeit in dem Sommer/ grosserHitz/und Arbeit!) wegen abgemattet / zu ei-nem Bronnen um ein Erkühlung geses-sen ; käme der böse Feind / stürtzte dieS.Guttam in das Wasser/ und Bron-nen / hätte auch ertrincken müssen / weilniemands um sie wäre der ihr hattekönnen beybringen/ wann GOtt ihrnicht selbst geholfen hatte. In glei-chem wann sie für das Capitel-Haußgienge / hörte sie den bösen Feind garoft darinnen tappen / und ein Getüm-mel machen/ als ob er einen Harnischweg wurffe / wolte damit die S. Schwe-ster erschrecken/ und in dem Gebettverstöhren. Aber sie trutzte ihn nochvil mehr/ sprechende : du böser Hunddu kanst mir dannoch kein leyd thun.
Die geliebte Gespons Christi legte einBrett an ihr Beth auf den Strosack/darüber breittete sie ihr Decke / daßman deß Bretts nicht könnte warneh-
S s wen/