Zu Diessenhoffen- zrs
tag; nach der H. Meß gienge sie zu Morgen seeliglich von diser Welt /der Schwester Maria verkündigte ihr nicht lang hernach starke auch die see-dise gute Zeitung / und starbe also lige Zdda eines fertigendie Schwester Maria den andern Todts.
VIII.
V. vel Lrurnlin.
Von der Seeligen Helena Brumsin.
^^Jn adeliche Tochter Helci/oderHelena Brumsin von Schaff-hausten/ thäte in dem Gotts,hauß Sr. Carharinä - Thal!Profeßion. Als sie hernach mit kal-tem Hertzen GOtt dienere/ auch sichmehr Weltlich als Geistlich erzeigte /gienge sie die Lüg ihres Lebens grossesLeyden / und schwere Zustand an / dannGOrt wolte ein recht schönen Taber-nacul aus ihr machen/ und sein Woh-nung in ihr haben/ dannenhero er siemit schweren / und grossen Creutzen -und Kümmernussen heimsuchte / undprobierte / sonderlich aber mit dem Aus-satz / dann sie wurde Feldsiech. Ei-
nes Tags als sie vor einem Bild/ wieunser Heyland armseelig an der Saulgebunden/ von Geißlen zerfetzet/undblutig da stunde / mit Andacht bettete/da begehrte sie von gantzem Hertzen / erwolle ihr zu erkennen geben den grossenSchmertzdn/ den er an der Saul un-sertwegen gelitten : wurde der Bitt be-wehrt / alle ihre Adern / und Glrdetwurden mit grosser Peyn/ als ihr mög-lich war zu leyden/ durchtrungen. Sresolle auch andere himmlische Heimsu.chungen gehabt haben / von ihremTodt aber liset manNichts.
IX.
A ÄHerMz Ve! ÄrAeritt
S. Jungfrau Adelheit Ziergcrin war 50. Jahr zu Dies-senhoffen in dem -Orden / äffenie kein Fleisch / truncke auchkeinen Wein/ dasieaber auß Schwach-heit solches thun müßte/ schwächte sieden Wein also mit Wasser/ daß sie des-selben kaum mehr innen würd. Siefastete auch schier die gantze Zeit ihresLebens/ daß sie des Tags nur einmal/und dann auch wenig genug/ soÄrancksie immer war/ asse. Täglich geiß-lete sie sich 2. mal auf daß schärpssste /fuhrre ein strenges Leben / welches sieihr selbst fürgenommen/ und zugemäs-sen. Mit den Betrübten trüge sieein hertzliches Mitleyden / käme vilenMit ihrem Gebett/ Rath/ und Thatzu hilff/ dannenhero die Schwesternein grosse Zuflucht in ihren Betrübnusssen zu / und bey ihr Hütten. Schwe-ster Helci Brumsin fiele auf ein Zeitin ein grosse Trublaal/ und Leyden /batte Schwester Adelheit ( auf welchesie ein grosses Vertrauen setzte) sie sol-le Gott für sie bitten/ damit sie ihrCreutz/ und Leyden mit stürcke könnteertragen/ oder des erlediget werden.Schwester Adelheit nähme sich der Sa-chen an/ und sprach - 0 Mein GOtt/
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und Heri/ was meinst du darmit/ daßdu dein gute / und liebe Freundin sosträng casteyest/ und heimsuchest ? dahörte sie also ihr innwendig zu reden /sprechende Luri cxl > Ich bin erstanden/und kan / und mag kein Leyden mehran mich fallen : so müssen meine gelieb-te Freund zu meiner göttlichen Ehr /ihrem grösseren Heyl/und Aufferbau-ung des Nächsten leyden/ welche son-sten verloyren wurden / und ich will dieSünder bekehren/ die Seelen von demHual des Fegfeurs erlösen / meine ley-dende Freund allhie auf Erden / wer-den mit mir das Reich der Himmlenbesitzen/ wie ich es besitze. Diseserzehlte sie der S. Schwester Helci zuihres Hertzen Trost.
Sie solle auch mehr / und vilHimmlische Gesicht / und ^Offenbah-rungen gehabt haben/ welche wir an-derer Ursachen halben underlassen zube-schreiben. Als sie aber zu ihrem lei-sten End kommen wäre/da fragteSchwester Adelheit die Prwrin / wannes ihr/ und den Schwestern am geleg-nesten wäre / daß sie Sterben solle ?die Priorin sagte : bey Nacht erschre-cken die Schwestern übel/ wann sie die
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