Z Von zwölff seeligen Kloster -Jungfrauen/
Taffel hören schlagen / da gab Adel- te ja. Nach der H. Meß wurde steheit Visen Bescheid widerum/ gedun- mit allen H. Sacramevten verse,cket es euch gut / so will ich morgen nach hen / und starbe bald darauf,der H. Meß sterben / diePriorinsag-
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Die sceligk Machtildis von Wangen.
Jser Schwester Mechtilden be-gegnete was gemeiniglich al-len anfangenden Ordens - Per-sohnen zu begegnen pflegt /dann nach gethaner Profeßion hatte siebald grosse Anfechtungen/ daß ihr Ge-bett von GOtt nicht erhört wurde /und kein Krafft hätte etwas zu erlan-gn daß sie begehrte. Item daß es>esser wäre / sie führte in einem Wald
ein Einsidlisches-Leben/ als daß steein Klosterfrau worden. Sie hät-te mit Visen Versuchungen vil / undlang zu thun/ biß ihr endlich durchGöttliche Einsprechungen/und himm-lische Offenbahruugen geholffen wor-den. Hernach übte sie sich in al-len Tugenden/ und guten Wer-cken/ und stürbe fröhlich.
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Die seclige Klara Anna von Hohenbcrg.
^Ise Schwester käme in ihrer Ju-gend in St. Catharinnen-Thal/nähme in dem Orden/ Jahren/und Tugenden sehr zu. BeyVisen zeiten wäre underden Klosterfrau-en zu Dlssenhoffen ein geistlicher Zwey-tracht/ und Unwillen / welcher Ioan-ries / der Evangelist / oder der Täuf-fer fürnehmer/ und grösserer Verdien-sten bey GStt wäre ? da wolt jederTheil den seinen höher achten/ welchensie in Ehren hätten/ nennte sich auchein jede Klosterfrau von ihrem St.Jo-anne / ein Theil waren Evangelister /der ander Baptister/ doch hätten et-liche ältere Klosterfrauen ab disemZanckein mißfallen/ und hielten dar-M/ man solte beyde in gleichen Ehresthalten. Auf St. Joannis BaptistäLag begäbe es > sich / daß dise Schwe-ster Clara Anna neben andern Schwe-stern im Creutzgang vor einer gemahl-ten St. Joannis Baptistä Bildnußstunde / da sprach sie aus Ubermuth /dieweil sie mehr auf St. Joanne denEvangelisten hielte: schauet wie derHoltzhacker allda stehet. Aber GOttstrastte die verwegne Red von Stundan / weil er in allen seinen Heiligen willgeehrt werden/ wurde also von einemunsichtbahrlichen Streich urplötzlich zu-boden geschlagen / daß sie da lag mitvssnen Augen / konnte weder ach nochwehe schrenen / verstünde auch nicht wasandere Schwestern ihr zuredeten. Alssie ober wider zusich kommen/ beweine-te sie ihr Sund / und Frevel/ und ge-
wönne eben so vil Lieb / und Andachtzu St. Johann Baptisten/ als sie zu-vor zu dem Evangelisten gehabt hatte.Durch dise Heimsuchung wurde dasGezänck der andern Schwestern aufge-hoben/ und beyde Heiligen hinfüro ingleicher / und grosser Ehre gehalten.
Die Göttliche Heimsuchung / undunbesunnene Wort der Schwester Cla-rä Annä waren ihr ein grosser Vorschub/und Anleutung zu einem strengern Le-ben / behutsamen Reden / und Be-trachtung der verborgnen/ und gestren-gen Urtheilen GOttes / wurde also inwenig Jahren ein recht geistliches / undvollkommnes Mensch aus ihr. De-rowegen als der Vatter Conrad vonBrüsten Prediger - Ordens / ein Manngrosser Vollkommenheit / und heilige»Wandels / das Kloster Schönen-Stein-bach bey Geweyler im Elsaß zu ihresOrdens-Handen bekommen / daselbstein recht reguliertes Gottshauß anzu-stellen / berußte er im Jahr ChristiIZ 97 . aufSt. Martini Lag / Schwe-ster Llaram Annam neben verändernGottsforchtigen Schwestern / als A-delheiden / von Hattingen / ElisabethGoldschmidin/ Elisabeth Meringerin/und Magdalenen Bettungerin / alleaus dem Kloster St. Cathrinen-Thall/gen Schönen-Steinbach/ mit den ei»rechts geistliches Ordens-Leben anzu-zustellen / and dem Kloster einen An-fang zumachen. Zu disem End setzteVatter Conrad Llaram Annam / als
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