Von etlichen S. Klosterfrauen/und Schwest.zu Thöß Prediger-Ordens. z
Ehrwürdig Vatter aber erkante wohl/daß dises alles aus Demuth Herflosse /und von ihr selbsten redte / damit ihrkein Ehr bewisen wurde. Nichts de-stoweniger wäre sie mchrmahlen Mut-ter Priorin erwählet worden / in wel-chem Ambt ihr vil Ehr / so wohl vonihrem Convcnt / als Weltlichen / undBefreunden bewisen wurde / sie hau-sete wohl / und regierte das Conventwit grossem Nutz loblkch.
Sie war allen weltlichen Ehrenfeind / hingegen begehrte sie oft vonGott in ihrem andächtigen Gebettvorder Weit verschmacht/ und veracht zu-seyn / und daß er ihr allhie auf diserErden Lenden / und Kranckhett samtder Gedult wöile zusenden / damit sie
desto reiner/ und vollkommner für seinGöttliches Angesicht nach ihrem Todtkommen möchte. Sie würd ihrerBitte gewehrt/ und siele in ein imm"r-wehrende KraNckheit/inder sie ihr An-dacht/ und Gedult sonderlich erzeigte/da sie vermeinte / GOtt habe sie nachihrem begehren noch nicht recht erhöret/biß er sie mit einer schweren Kranckheitheimsuchte.
Als nun die gotkseelige Idda ein guteZeit in ihrer Kranckheit verzählt hat-te/ und ihr letstes End herzu nahete/sahe ein andere andächtige Schwesterin ihrem Todt einen schonen Sternenvor ihr glantzen-ünd ftolocken/damir gä-be S. Idda ihren seeltgenGeist auf.
V. i D O /V cie 8u!t2.
Von der seeltgen Idda von Sulß. ^ ^
(8^ Ehwester Idda von Sulß hat- asse kein liebliche Speiß sonder damit sieLAI te von Kindheit auf jederzeit ihr Lieblichkeit nähme/ schüttet si kalt(DA den Armen gern das Allmusen Wasser darein. In der Andacht /
milriglich mitgetheilet/ Unddi- und Gehorsame übte sie sich über ander jame^se Tugend übte sie vilmehr Nach dem sie re / welches sie auch in dem sonderlichin den Wittwcn-Stand kommen / und erzeigte. Dünn da in dem Klosterihr Mann gestorben / welches den Teuf- Thöß zu derselbigeN Zeit ein grosse An-fel sehr verdrösse/ dann aufeinmahlbe- Zahl Schtvesteren lebten/ und zu dringäbe es sich, da die andächtige Wittib Chor giengen / der C hör aber damahlsetwas für die Armen suchte / daß der klein/ und der Stühlen wenig/ dahics-böse Geist vor ihr stunde / und sie an se die Mutter Priorin die S. Jddamihrem guten Merck mit gewalt verhin- auß ihrem Stuhl hinder den Chor - Al-bern wolte / richtete er doch nichts auß/ tar stehn / daß käme sie vil schwerer an/und müßte mit Spott abtretten. Nach als wie sie die Welt / HaUß / und Hoffdem sie aber ein Lust/ und Begierd in verlassen/ und freywillig in den Ordenden geistlichen Stand / Und das Gottö- gangen. Wir sie es hernach selbst be-haust Thöß zutretten bekäme / da er- kannte. Sie gienge aber wegen Ge-schine ihr der Teuffel in der Gestalt ih- horsame williglich ohn allen Verdruß,res Beicht-Vütters der ein Barfüsser . .
Ware / und mißrtchte ihr nach seinem Sie solle aUfem Zeit unber deMGlo- ^höchsten vermögen den geistliche Stand/ ria Patti gesehen haben das K'indlein ^mir Vermeidung/ wie sie veracht wur- JLsus herumist dem Chor gehen/ undde werden. IteM daß sie thun müßte jede Schwester / so sich tieff gebogen /was andere nit wollen / auch vil Creutz umsahen/ die sich aber nicht tieffgcbo-Und Leyden an Seel / und Leib außste- gen / für über gehen / als ob es fie nichthen: aber sie verachtete dise Reden mit möchte erlangen. ^ Mittet Zeit war ihrmännlichem Hertzen/ und befähle sich deß Gottshauß K'ellerey vertrauet /in best Göttlichen Willett. darüber bekümmerte sie sich sehr / sie
Mochte von ihrer Andacht / und geistli-Da ttust die andächtige Wittfrati chen Übungen verhinderet werden. Di-Idda im Kloster Thöß auf-und ange- sen Kummer klagte sie in der Kirchennommen / die Welt / und alles das ch- GOtt dem HErren / da hörte sie einrige verlassen / lebte sie in williger Ar- Stimm sprechend: Man finde GOttMuth/ und strengem Leben biß an ihr in allen Enden/ von diser Stimm würdEnd. Sie war mit der Strengkeit der sie fast getrost / und versähe ihr
Regnl ntcht zufriden / sonder sie thäte Ampt fleißig / und starkedoch strengere Puncten darzu. Sie seeliglich;