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Von etlichen sceligen Klosterftauen/
m.
tz. 8cke6!n.
Die seelige Schwester Elisabetha Schastin.
D»k-6öACHwester Elisabetha Schäfflin/käme in ihrer blühenden Iu-gend in das Kloster Thöß /welcher GOtt der Allmächtigseine Gnaden / und Seegen wunderbar-lich eingosse/ und sie zusich zöge. Siemußte aber in der Welt wegen ihrerAndach / und Liebe zu dem GeistlichenStandvil Schmach/Irrung/ und Ver-folgung von den ihrigen/ und dem Trüf-fel außstchen/ also/ daß da der böseFeind sie nicht könnte durch heimlicheNachstellungen abwendig machen / ihrdurch einen beftssnen Menschen treute /sie solle nur ins Kloster gehen/ er wol-le ihr Angst/ Creutz/ und Leyden ge-nug einbrocken. Über das antworte-te sie mit demüthigen Worten : Nunmuß es gewaaet seyn. Nach dem sienun in das Gottshauß Thöß komen /und Profeßion gethan / erlaubte derallmächtig GOtt dem Teuffel vil Ge-walt über seyn geliebte Gespons / daßer sie solle wie den H. Job angreiffen/allein der Seel solle er nicht schaden.Also griße er sie mit so grossen Wehe-tagen / und Ohnmachten an / daß sieoft ein halben Tag läge / ob sie widerzu ihrselbsten komen mvcht.Dannenheroetliche Schwestern vermeinten sie habedie fallende Sucht/ darvon sich dannetliche gefürchtet / und sich von ihr ab-gesondert/ daß sie sehr bekümmerte.In dem Probier - Jahr griffe er siestarck an mit grossem Unziffer der Flö-hen/ und Läusen/ daß sie es schiernicht erleyden möchte.
Nach gethaner Profeßion liesseder böse Feind noch nit nach/ sondersuchte alle Mittel/ wie er sie weiterskönnte plagen / dann underweilen fän-de sie Nateren/ oder Schlangen an ih-rem Beth / oder in dem Dormitorio.Auf ein Zeit als sie Kellerin war/ dakäme der Trüffel zu ihr in den Keller /den vertribe sie / und setzte ein Cruci-fix dahin / damit er minder Gewalödahin hätte. , Wann sie sich getßlete/war ihr der böse Feind auch überlästjg/
zu zeiten knyete er neben sie / undschlugsich auch mit der Geißel/ oder lachetsie aus. Sie würd auch Port-nerin in dem Gottshauß/ in disemAmbt hat sie sich also eingezogen ver-halten / daß sie nichts von weltlichenSachen weder wissen noch hören wolle/und so man etwann von anderen Leu-'then/ oder Schwestern redte/ nähmesie ein grosses Mißfallen darab/ undso sie nicht darwider reden dörffte/oderdie Sach verbesseren/ stunde sie auf /und gieng darvon/ dann sie erkanntewohl daß übrige/ und unnütze Reden/ein Verstöhrung seynd eines rühigenHertzens / und Christlicher/ und Schwe-sterlicher Liebe. Was man sie hiesse/thäte sie willig/ und gern/ so man dochoft wohl sahe daß es über ihre Kräff-ten wäre. Die Schwestern liebte /und ehrete sie innbrünstig/ also daß siekeine mit dem blossen Nahmen nenne-te/ sonder allezeit das EhrwörtleinSchwester hinzu setzete/ ja so gar auchihrer leiblichen Schwester thatte siesolche Ehr an.
Ein fleißige halterin / und vollbrm-gerin der Regel wäre sie / dann alssie ein schwere Gehorsame ihrer geistli-chen Oberkeit verrichtete/ und sahe daßsolche über ihre Kräfften wäre / zwun-ge sie sich selbst / und sprach zu ihr :Ach Herr weil du mein Heyland dei-nem himmlischen Vatter biß in denTodt gehorsam gewesen / also will ichauch meiner geistlichen Oberkeit gehor-samen ; Sie solle auch vil GöttlicheOffenbahrungen / und Gesicht gehabthaben / die wir unnöthig hieher zusetzenverminen. Sie hörte / und redetegern von dem Todt daraus man wohlabnehmen könnte / daß sie mit fteudenzusterben begehrte / und als sie in dasLodt-Beth rame/ müßte man ihr lieb-liche Gesänglein von himmlischen Din-gen singen. Endlich nähme sie eitt
seeliges End / und scheidete von di-ser elenden Welt in das him-lische Paradepß.
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