Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von etlichen seeligen Klosterfrauen/

S58

me / sich -verholen / oder belustigen.Undletstlich name sie ein seeliges End/

und die ewige Freuden zuder Belohnung.

Den r».MG »b

xvm.

v. cle 2iinck.

Von der seeligen Margarethe von Zürichs

Chwester Margaretha von Zü-rich Klosterfrau zu Thöß wä-re so eines milten Hertzens ge-gen GOtt / und den GöttlichenGeheimnussen / daß sie ohn underlaßweinte/ auch nicht änderst in ihrem An-gesicht außsahe/ als wann sie geschwol-len wäre. Sie wäre auch lange Zelt, so kranck / daß man sie müßte in einemSessel tragen/ wohin sie begehrte/dochliesse sie von ihrer grossen Andacht/und

stätten weinen nicht ab. Sie solleauch vil heimliche Ossnbahrungen/undhimmlische Erscheinungen gehabt haben/onderlich einmahl zu Weyhnachten / alshr die Ämter Prior in nach altem>rauch befähle / sie solle durch das Ad-vent dem Äindlein JEsu ein geistlichesAethlein / von Gebett / und Betrach-tungen zurichten / und das neugebohrntKindlein JEsus zu WöyhnachteNdarein beruffen/k.

Den

Maij. -K

r.

XIX.

L. I 0 I) Zulk^erm.

Die seelige Jdda Sultzcritt.

^^ACHwester Jdda Sultzerin einLeyenschwester deß Gotts-hauß Thöß hatte auf ein Zutein grosse Anfechtung / wiedaß sie GOtt dem Heckn aNeinem andern Orth/ oder in einem an-dern Stand löblicher / und vollkomnerdienen könnte / dieweil sie auch dieKuchen versehen müßte/ und in disemCreutz / und Anfechtung fast betrübtwar. S ie hatte GOtt / und sprach rAllmächtiger GOtt/wann es deinGvtt-licher Will ist / daß ich in disem Stand /und Klöster dir diene / so bestärke mich/und nähme also in beyde Händ glüendöKolen ab der Feurblatten / ssrechend Lso serr sie mich brennen werden / so willich erkennen dein Will ftye / daß ichdir in einem andern Stand dienen soll/brennen sie mich aber nicht / so soll tchdir allhie dienen/ und in disem Standverharren. Also thäte GOtt ein gros-ses WunderzeicheN/ dann die WendeKolen möchten sie Nicht brennen / da-rum auß grossen freuden liesse sie mitden feurigen Kolen in den Händen inden Lreutzgang ; da käme sie bald einforcht an / damit sie nicht von den an-dern Klosterfrauen gesehen wurde / däwarffe sie die Kolen in ihr Scapulier/gienge widerum in die Kuchen/ thätedie Kolen widerum auf die Herdblat-ten / und fände also weder an Händen/noch Scapulier einiges zeichen des

Brands. , Dessen sie höchlich GOttdanckere/ und verbilde hernach bestän-dig indem Klöster/ und Orden mrr zu-nehmen m aller Vollkommenheit/ undAndacht ihres Lebens. Dtse Schwe-ster solle auch vil wunderbahrliche Ge-heimnussen gesehen haben/ und nähmein ihrem hohen Alter ein seeliges End/und da man sie wolle begraben / wäreein so. ungestiMmer Tag von Wind /Und Regen/ daß alle Liechter ausge-löscht wurden/ darauf wurden sievoNHimmel widerum angezündt/ die vonkeinem Wind mehr ausgelöscht möch-ten werden»

Als Schwester Richt von Schal-

cken ein Leyenschwester (so ein H. Le-ben geführt- den ConveNt - Frauenwohl gedtenet / und in ihren Kranck-heiten fleißig/ und willig ausgewartethätte/,) wolle sterben/ hörte.Schwe-ster Jdda ein himmlische Stimm:O lebten ihr alle/ wie Schwe-ster Richi gelebt hat/ so wären ihrGOtt angenehme Kinder. DiseSchwester hatte noch ein andere Schwe-ster in. dem Kloster S. Beli/ oderBarbara auch ein Leyenschwester dessenLeben nichts anders war dann ein un-aufhörliches betten/ und GOtt dienen/solle auch über/ atürlick großen H un-ser/ und Durst erlitten haben/ rc»

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XX. 8.