Und Schwestern zu Thöß / .Prediger - Ordens. ;
tzern leftn / und reden. Wann mannn Refenthall von Leyden Christi läse/mochte sie nichts vor grossem Mitley-den essen. Sie hatte auch ein grosftLiebe / und Andacht zu den H. fünffWunden JEsu Christi/ und batteGOtt mit allem fleiß / daß sie auch möch-- tr den Schmertzen an ihrem Leib em-pfinden / den er gehabt hatte / da erdre fünssWunden empfangen. Darauf/und auch zu anderen Zeiten solle sie vilhimmlische Heimsuchungen / und gött-liche Offenbahrungen gehabt haben. /welche ich andern zu beschreiben über-lasse/ dieweil sich ein jeder mehr darü-ber verwunderen / als nachfolgen kamSie läge ein gantzes Jahr/ und iz.Wochen kranck/ und möchte man nichtwissen/ was ihr anlage/ dann sie lagallda/als wann sie wolte den Geist auftgeben. Endlich käme ein gelehr-ter / und erfahrner Doctor der Artz-uey gen Thöß / welcher / als er ihreAderen / und Pulß gegriffen / und ihrAngesicht besehen / spräche er: daß sienicht Kranck läge / sonder die gros-
se Lieb / und Eyffer zu einem andern/machte/ und siechte all ihr Geblüt zudem Hertzen/ welches das Hertz nichtfassen möge / sonder schwächte sie. Undsolche Begierd/ und Liebe verursache-te GOlt / und seine Gehetmnussen.
Es käme auch/ als die S. Schwester c,p.Mechtild an der Liebe GSrrcs / und deßMirleydenö JEsu Christi verwundkranck lag/ gen Thöß der Plovincarl-Vatter Wolfram/ und geborte ihr ausGehorsam/ daß sie von ihrem gross?»Eyffer/ und Göttlichen Einbildungenabstehen/ und nachlassen soite. Sie.wäre gleichwohl Gehorsam/ aber daraufwurde sie so Kranck / daß man ihr kemLeben mehr schätzere. Bald hernachwurde es widerum besser/ undgenasse/daß sie widerum könnte in das Chor/und Reventhall kommen. Als sieaber in ihr Todt-Beth kommen/würdsie mit den hochheiligen Sakramentenverwahret/ und starke seeligltch. Solleauch mit Wunderzeichen geleuchtetHaben nach ihrem Todt.
XVII.
L l. v L r L Sckulrlicikin.
Von der sccligm Lucia SchultWn
- Lucia Schultheißin ihr Provincral-Vatter Hugo rhn hin-
käme in ihrer blühenden In- weg nähme / sprechend : Dieweil es anSgeud in das GOtts-Hauß göttlicher Verhängnuß Herkamme/köri-Thöß/ die GOtt zu einem re sie nicht widerstreben. Also ver-ausserwöhlken / und vollkom- aienge ihr dise Forcht / und nähme täq-nen Menschen nach fernem Göttlichen lichmehrzuinden Betrachtungen/Bel-Wrllen machte. Ihr Bekehrung ten/ Fasten/ und Verachtung allergeschahe bald nach ihrer Profeßion durch weltlichen Dingen / daß sie wohl in zo.ein grosse Kranckheit / daß sie vermein- Jahren niemahken zu ihren Cellew Fen-ke daran zusterben / hätte doch Lieber sterlein außsahe / weder in dem Gartenlänger gelebt / deßwegen batte sie ein noch zu dem Himmel/ oder in daswei-andächtrge Schwester / diesie heimsuch- te Feld.te/ damit sie GOtt um Erlängerung
ihres Lebens betten wolte. Daß In disen geistlichen Übungen kämeverspräche ihr die Schwester/ mit dem dieSchwester Lucia widerum ein Forcht/Beding/wann sie täglich dmch ihr und Klemmüthrgkeitan/daßsieGOt-Übriges Leben mit Andacht is- Vatter tes Angesicht nicht wurde anschauen /Unser/ und Ave Maria in der Ehr deß dannenhero sie so demüthig worden /Leydens/und grosser Marter JEsu und verachtete sich selbsten / daß sie ih-Christi betten / und dieselben Geheim- re Au^en nicht gen Himmel hmauffhe-nuß betrachten wolte. Sie folgete ben dorffte/ liesse auch in dem mmstcnDisem heylsamen Rath/und wurde von ihren geistlichen Übungen nicht ab;bald qesund/kame auch hernach in ein sol- mit disem betrübten Hertzen / und Angstche grosse Andacht/und Übung/daß sie wäre sie umgeben von dem Sonntagbald v,t mehr batte / und in ihren Be- Septuagesimä biß auf den hohen Don-trachtunaen aus Mitleyden der grossen uerstag / da solle sie von einer hmimli-Marter Christi ihres Heylands Hertz- schen Stimm getröst worden seyn.Uch weinere. Sie fiele hernach auch Schwester Lucia war auch siben Iahein ein arosse Anfechtung/ das sie nicht fast Kranck / und verbilde allezeit mmöchtes kia werden/ diser Skrupel be- ihrer Cell/ daß sie nie in ein Stuben/trübte sie oft schwerlich/ biß endlich noch anderstwo hmzudmLcmhen ka-