ZuWilll'sau. Z45
Nlagen / ein gute Zeit daran verwah-ret/ biß etwann ihr ehrliche Freund-schaft ein Wallfahrt / und Gelübd zumHeiligen Blut gen Willisau verlobten/Und selbs vollbrachten / darüber dieFrau wider zu Sinnen kommen / ge-sund worden / und sich vom bösen Geistentlediget befunden.
4 . Einer ehrlichen Frauen erzeigteflch ein Geschwür an ihrem Backen /eines Gans - Eyes groß / welches ihrsehr grossen Wchtum / und Schmertzenmachte/ neben grosser Sorg/ und Forchtrö möchte was ärgers darauf entstehen.Da sie in einer Nacht nicht könnte schlaf-fen auß grosser Pein deß Schmertzens/erinnerte sie sich der gnadenreichcnStattdeß H.Blktts zu Willisau / versprächeein Wallfahrt dahin / wann ihr GOttder HErr von disem Schaden ab / undzu voriger Gesundheit hclffe. Es ge-schahe, zu guter Stund / mit rechtemErnst/ und grossem Eyffer/ dann alssie Morgens erwachte / und wolte auf-stehen / befände sie daß ohn allen fchmer-tzen sich alles mit ihr gebessert/ und inden alten Stand gebracht. LobteGOtt / thäte was sie gelobt.
5. Zu Altishosten / den ZunckerPfiffern'zu Lucern zuständig/ wohnerein der Fluhe ein Wald - Bruder / dirererkranckte dermassen/ daß er in 6. Ta-g^n nicht ab seiner Ligcrstatt konnnen /in disem Anlagen verlobte er sich zumH. Blut zuwal.'fahrtcn / also bald hatihm GOtt zu voriger Gesundheit ge-holssen. Deß andern Morgens / alser die Nacht zuvor das Gelübd gethan/stunde er Frisch/ und Gesund auf/ ver-richtete noch selben Tag was er ver-sprochen / sintemahl Willisau nur ander-halb Stund von Altlshoffen gelegenist.
6. Zu Wangen auch Lucerner^Land-schafft / läge einer Kranck von starckcmFieber / als er sich zum H» Blut ver-lobte/ wurde er Gesund»
Hans Meyer auß S. MichelsAmbt / hätte ein Jungen Sohn der inein Wolsssgrub gefallen / und beyder-seits von dem Fall brüchig worden /über daß wallenten ihm die Darm einerFaust groß auß dem Leib/ dessen sich derfromme Vattersehr bekümmert / wussteweder Hilff noch Rath / setzte grossesVertrauen aufGOTTES Hilff/ver-lobt das Kmd nach WiilifaN zu demHeiligen Blut / auf geschehenes Ge-labt wurde es von §ag zu Tag bessermit dem Kind/ biß es gantz heyl/undgesund worden» Darauf der Vatter
die Wallfahrt mit dem Kind verrichtet/und das Wunderwerck gcoffenbahrcthat.
8. Theodorus auß dem FleckenAltishoffen / hatte ein Knaben per einLeistenbruch bekommen / Visen Knabenverlobte er / und sein Weib mir einemOpffer zu dem Heiligen Blut / darauffder K'nab ohn eintzig ander Mittel /zu gantzer Gesundheit gelangt. Daaber die Eiteren in ihrem VersprechenUndanckbahr/und saumlaßig / die Wall-fahrt/ und Opffer von einem Tag undWochen zu der anderen aufgeschoben /fiele das Kmd in vorigen Gekästen-darab die Eiteren sehr erschrocken / undmit grosser Reu / und festem Glauben/battö sieGOlt inniglich um Verzeyhungihrer Sünd/ und Nachlässigkeit/auchUm deß Kinds Besserung ; darauf dergütige GOtt sie von neuem auf ihr Ge-ben begnadet/ und den Knqbcn vonseinem Gekästen gesund gemacht. Ha-ben derowcgen also bald ihr Opffer /und Wallfahrt verrichtet / GöttlicheBarmhertzigkeit gegen ihrem Kind, auchihre Hinläßrgkeit/ und Undanckbarkcitgeoffenbahret.
9. Einer aus Rußlhall hätte einjunges Kind/ welches um den Herd /und Feur sicrum gelösten / dessen sichdie Eltern wenig achten / oder war-vahmen; underdessen lauft cht Hundschnell neben dem Herd/ und Fcutfürüber/ stosset das Kind um in dasFeur/ da ein Haff zugesetzt war/ undhienge ein Kessel mit siedigem Wasserob dem Feur: als jetzt das Kind überden Haffengegen dem Feur siele/ er-griffe es den Kessel so starck / dass esselben umstürtzte/ und das siedendeWasser meistentheil übersich selbst auf-gösse/ und erschröckl'ch verbräme/ inMassen man es für Todt aus dem Feurgezogen/ daß es rein Zeichen eines Le-bens von sich gäbe. Die Elterndeßwegen sehr betrübt/ Und geängsti--gek/ verhießen ein Opfer / und Wall-fahrt zum H. Blut/ da fienge dasKind an sich wider zu erhollen / undallgemach zur Gesundheit kommen»Darauf sie das Opffer/ und Wall-fahrt verrichtet/ und bezeuget was sichzugetragen»
10. Von der Stadt Bern kämeein Bürger zum H. Blut/ allda seinversprochene Wallfahrt / und Gcvettzu verrichten / weillen er an einem Fie-ber lang K'ranck läge/ und dermassenaussgemärglet / daß er weder gehennoch stehen mehr vermöchte- Als eraber sichdaherv versprochen/verlieMin
das