z 4c Von dem Heiligen Blut.
das Fieber / und käme zu vorigenK'räffken.
n. Auß Solothurner-GcbiekvonDiersheim kamen 2. Männer zum H.Blut / darzu sie ein Wallfahrt verhelftsen/ in dem sie sich auf ein Zeit schierzu Todt grilltet hätten; so bald sie aberdiß Gelllbd gethan / so ist daß Blutbestanden / welches zuvor durch keinnatürlich Mittel hat gestellt könnenwerden.
12. Im Jahr Christi deß Herrenrz8o. im Aprill / hat der fllrnem weiseHerr HanS Jacob Straffer deß Rahtszu Solothurn/ und Vogt zu Diers-heim auf der rechten Hand zum Hauptzu Adergelassen/ darvon ihme die Aderund Hand also geschwollen / daß dieAder alle 5. Täg aufgebrochen/ undstarck gebllln Diß Unheyl/ und Schadmehrere biß in den Brachmonat hinauß/da er dann ein Wassergelten voll außder Hand geblutet / halste auch keinArtzney/ Doctor / und Wundartzt kön-ten nicht darwlder. Derowegen ge-weiter Herr sich nichts weiterö zutrö-sten/ dann daß diß übel müßte seynTodt seyn. Als er in diser Traurig-keit/ und Gedancken lebte/ käme einsTags seyn Pfarrherr Georg Stiffel inheimzusuchen / und zutrösten : underandern» Gespräch sagte ihm der Pfarr-herr/ er hielte es für rathsam daß derArancke sich mit einem Opffer zum H.Blm verlobte/ so wolle er seiner in sei-nem Gebett nicht vergessen; ruvorderstaber ein Meß von dem H. Blut lesen /damit ihm GStt in diser Gefahr bey-stehe/ und alles zur Besserung wende.Der Vogt liesse ihm Visen Vorschlaggefallen/ folgte dem Pfarrherren/ ver-lobte sich mit grosser Zuversicht/ undAndacht dahin/ befähle auch demWuud-Artzt hinfllro seyn Besuch / und Cureinzustellen / wolle GOtt / und dem H.Blut seyn Elend befohlen haben. DisesHerren Eyffer war also groß / daß ernach wenig Tagen mit samt seinemPfarrherren nach Willisau die Wall-fahrt vornähme / und als der Pfarr-
herr in der Capellen vom Heil. BlukMeß hielte / und in der Wandlungdas H. Sacrament anderen anzudet-ten aufgehoben / ist Herr Straffem dem"Vogt das Blut aller kalt von der Handhindersich indem Armb gegen dem Her-tzen gelösten/ hatte sich auch die ver-wunde Ader von stund an gesetzt /und heylete völliglich. Sagte da-rum GOtt inniglich Danck/ begäbe sichvoller Freud/ und gantz Gesund wiszu Aauß.
iz. Herr Gall Zehenter Schult-heiß zu Willisau hätte ein Tochter Ma-riam/ dise brachte im Jahr ^85. mitihr auf die Welt ein Geschwür/ oderÄnuppen an einem Backen in grösseeines Ganß-Eys. Die Elternheissen das Kind mit einem pfundWachs zu dem H. Blut/ da verschwän-de das Geschwür ohn des Kinds eim-gen Schmertzen/ und blibe ein Anmahlals wäre es aufgeschnitten worden.
14. Ein frembder Priester JohannTentzler hätte täglich das böse Wehe /oder fallende Sucht; damit er diserKranckheit möchte entlediget werden /hat er ein Wallfahrt nach Rom/ undzu St. Jacob gen Compostell fllrge-nommen. Als er aber auf seinerPilgerfahrt nach Willisau kommen /frembd / und aller Sachen unwistend /in die Capell des H. Bluts eingetret-ten/ nach verrichtet Andacht / besichter die gantze hievor beschribne HistortvomH. Blut/auch die Wunderzeichen/so darbey beschehen / befähle sich da-rauf mit Jnnbrunst/ und Andacht demH- Blut/ befände ein Besserung/ undErledigung von seiner Kranckheit/ undals er drey Täg zu Willisau verbliben/und das böse Wessen nie bekommen /zöge er mit Freuden/ und Hoffnungvölliger Gesundheit seyn Strassen.Dts ist um das Jahr i6oz. geschehen/da Herr Ludwig Schweißer Leuth-Priester/ und Herr Jacob Zehenter
der Capellen Pfleger-Her-ren waren.