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Bruck unschuldiger Todt welchen er zuRavenfpurg von den bultgirigen Judenüberstanden.
Im Jahr Christi 1429. ungefähr den ;o. ZlpriU.
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Dise Histori ist aüß zweyen alten Chronicken/ eine aus dem Gotts-hanß Ocningcn ob Stein am Rhein / -die ander auß eines Adelichen Her-kommens zu Navenspurg / welche mir der Wohl - Ehrwürdig Herr Nico-laus Walser Pfarrherr allda / und des Capitels wohlbcstelter Decanuscommunieiert hat/ gezogen.
^ Ravenfpurgin Schwaben/
wie dann schier im gantzenLcutschland/zuzeittnK'äy-M sers Sigismundi / und Ai-berti deß II. hattcy sich dieverstnchten Juden ein / undunderqelasscn / und neben ihrem schänd-lichen Wucher / und Betrug / auch vilChristlich Blut vergossen / wie esdannauch zu Ravenfpurg beschehen / dannetlich Juden allda neben einem Bürgerwohneren / bey welchem CatholischenBürger ein junger Knab Ludwig vonBrück ^ in dem Schweitzerland gebür-tig / zu Tisch gienge / darneben auchferner Schul / und studieren oblag / undauöwartete. Diser Knab käme mit derZeit mit seinen benachbarten Juden inwasIundschafft / besuchte ihre Herbergoft/ und wäre denen zu Dienst. Es be-gab sich aber im JahrChristiunsersHey-lands i429.zwische Ostern/und Pfing-' stö daß der Juden einer zu Ravenfpurg /
. bey welchem gemelter Ludwig sein Aus-und Eingang underwcilen hätte / einstattliche Hochzeit anfienge / daraufvilJuden von Costantz/ Uberlingen/ undandern umliqenden Oerthern beruffenwurden/ und auch erschincn. Inwehrender diser Hochzeit wolte derfromme Jüngling seinem bekannten Ju-den / nndNachvauren auch Dienst be-weisen/ gienge in dessen Hauß/ denbestellete man in der Kuchen den Brat-spieß umzurreiben / und zubratten. Alsdrjen die Juden sahen / und hätten Be-richtig er ein Christ / und dis Ortskm Frembdling wäre / waren 2. Ju-^^n Aaron / und Anshälm Gebrüdermit ihrem Schwager Woyse/' sonder-uch begierig das Christlich Blut zuver-p' sturer, Die H. Schwer«.
giessen / und den unschuldigen Knabestzu ermorden. Da nun die z. Blut-Hünd ihre Vortheil ersehen/ ergrerffensie den frommen Jüngling/ und peinig-ten ihn so lang biß er sein Geist/ undunschuldige Seel ausgäbe; sonderlichaber (daß schrecklich zuhören / und zu-sagen ) schnitten die Juden dem Kna-ben die Gemächt ab/ und mißbrauch-ten es schändlich auß angeböhrnem Haßdes Christlichen Bluts. Nach demdie Juden mit Christen Blut ihr Hertzerfühlet/ und grossen Muthwillen ver-übet / bekleidten sie den ermordten Kna-bmmit seinen Kleidern / undRöcklein/stiessen ihn in ein Fardel / oder Sack/und trugen den Sack/ für das Thorzu Ravenfpurg den i. Mais.
Vor welchem Thor die Juden ei- »nen Bürger/ und Fuhrmann von Ra-venspurg gebürtig/NiclausKuoll ge-nannt / antraffen / hatten / und ver-dingten ihm disem Sack auf seyn Kar-renfuhr zulegen / und oben in den WaldHaßlach zuführen / da werde einer sei-ner warten / und wettern Befclch geben.
Der Fuhrmann/ aus Einfallt/und Liebe ,des Gewins/fuhre mit dem unschuldigenBlut fort/ wie ihm befohlen war; Alser in den Wald kommen/ fünde er beyeiner Tannen vil Juden beysammen /so den verstrickten Sack vom Karrenabgeladen / und stracks geöffnet / denermordeten Knaben auf gesagte Weiß/herauß gezogen / darüber der Fuhr-mann hefftig erschrocken / sprechend:was habt ihr mich gezigen / daß ihr mirdis unschuldig Blut her» zuführödörffenaufgaben ?deme die Juden stillzuschwei-gen/ gedreuet/ kein Geschrey in derL § Stadt