-50 Von dem hochheiligen Sakrament zu Etißwyl.
ster die andere H. Hostien ins Corpo- mit Zusvrechung / und Zuschreyett/ral/ trüge sie mit Andacht ins Sacra- noch mit Schlagen nichts ausrichten /menthäußlein / welches er mit allem wurde also verursachet einer Frauen /
Fleiß beschlösse/ gienge hernach/ wie welche unser: von ihr wäre/ um Hillsauch andere anwesende zu Hauß. A- zuruffen/ dise käme dem Mägdlein zuber das arge verwcndte Weib/ aller Hilff/ aber beyde / ob sie schon allenSchalckheit voll blibe in der Kirchen / möglichsten Fleiß anwendeten/ könn-und da sie niemands mehr zugegen sa- ten sie doch die Schwein nit von dan-he/ und all Gelegenheit in Acht/ und nen bringen / da nun sie in solcherAugen genommen/wohin der Priester Angst sich hin / und wider umsa-hen theuren Schatz hingethan hätte / hen / ersahen sie in dem Nesselbuschgienge sie auf das Sacramenthäußlein/ gleich wie ein weisse Rosen / derwendte allen Fleiß/ wie sie die H. Ho- Englen / und der Menschen Sveiß mitstiam bekommen möchte/ tribe es also grossen Schein umgeben. Sintemahl bistlang / biß sie das Hochwürdig Sacra- Heil. Hostia hat sich wunderbahrlicheement durch das Gätter/ neben/ oder Weiß in 7. Theil zertheilt / daß die Kunden herauß möchte bringen mit samt Theil nicht änderst anzusehen/ als wärendem Corporal/ warffe es mit geringer es 6. schön weisse Rossenblätter/und dasEhrerbiethung in ihr Schooß / und ey- 7. so gantz Rund / darob läge. Wielete durch die Kirchen hinab über den es die Figur in dem Titl-Äupffer vor-Kirchhoff auß/in Meynung damit von weisset.
Etißwyl wider auf Bischoffzell zurei- Das Geschrey / und wunderbahre e-?. -sen/ und ihre Arthexen/ und Unhol- Erfindung deß verlohrnenSchatz kämeden damit zu erfreuen. Als sie aber dem Psarrherren bald zu gehör / wievon gesagtem Kirchhofs kommen/ hat auch allen deß Dorffs Innwohnern /das hochwürdige Sakrament angefan- da liesse Mann / und Weib/Jung/undgen also Schwer zmverden / daß sie Alt nut dem Psarrherren das Wunderdasselbe nit weiter forttragen/ noch sie zubesichtigen / Freud / und Leyd warselbst weder für sich / noch hinderlich durch einander vermischt einer behertzig-gehen könnte / auch letstlich weil die te die grosse Unehr welche das boßhaff-Schwere zunähme ( als wann es zu ei- re Weib unserm HErren/ und Seelig-nem grossen Bleyklotz wurde) das Weib macher angethan; ein anderer erfreue-zu boden zöge. In diser Angst/ und te sich der wunderlichen Erfindung / undgrosser Macht als sich das bößwichtig der schönen Gestalt / und Glantz deß. Weib befände / kehrte dieselbe sich nit hochheiligen Sakraments. Der Pfarr-zu Gott ihrem Schöpffer / und Hey- Herr als ein weiser Mann wolte GOltland/ um Gnad bey ihm zuerwerben/ den HErren nit länger in Unehr / un-, und sich wider zu ihm zuwenden/ son- der den Nesseln an der Staß ligen las-der gantz verstockt / thäte sie das Cor- sen/ eylere der Kirchen zu/ liesse durchporal auf/ warffe dieH.Hostiam/den das Geleut das Völck herbey ruffen /zarten Fromleichnam des Herren JE- und sammlen / verordnete ein Processsu Christi/ in ein Nesselnbusch bey ei- sion anzustellen / das hochwürdige Sa-uern Hag/ und zöge mit dem Corpo- cramentwider mitCreutz/und Fahnen/ral / welches sie bey sich behalten / nach Liechter / und Glockenschall einzuheilen /dem Flecken Beuren / von bannen auf so vil in solcher Noth / und Eyl beschehenLriengen / allda sie Anna gefangen / möcht ( dann ich mich nicht bereden las-und wider gen Beuren geführt / da- se / daß gesagten Pfarrherr in Stätt /selbsten durch das Feur hingerichtet und Flecken hin/und wider geschicktha-worden. be / die Priesterschafft zusammlen / und
. Capitel zuhalten / als man lifet.)
Vor wenig Täg / und Zeit / als
zu Etißwyl der Verlurst des hochheili- In dem man aber zum Orth kom- c-rgen Schatzes ruchtbar worden / begab men / und der Pfarrherr samt jeden be-es sich auf einen Abend als Margare- sonder mit Andacht GOtt den HErrentha Schulmeistert von dem Geschlecht/ angebetten/ langte der Pfarrherr mitund jung von Jahren/ die Schwein einer Paten nach den Stuck/ undPar-hüttete auf dem Feld / und selbe in ge- ticuln / dieselbe aufzuheben. Nachnanntes Dorfs bey disem Nesselnbusch dem die 6. Theil in der ründe herumfürüber solle eintreiben. In dem die aufgehoben waren / und der PriesterSchwein an bis Ort kamen/ wollen nach der mitlen runden Hostia / unddieselbe weder hinder-noch fürsich/ sie- Particul griffe / versanck dieselbig vorlen theils auf die Knye/ theils ruchel- männiglich in die Erden / mit alles Unt-ren/ und trlben seltzame Gebärden/ daß stands grosser Verwunderung / also daßd s arme Schweinmägdlein in grosse sie nicht mehr zusehen/und zubekommenSorg / und Angst käme / könnte weder war. Welches vil bedenckens / und re-den