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M vergriffen im rathen / und urthei-len ( wie man leyder fast in allen Re-gimenter, solche Leuth findet ) da sahediser Ehren - Mann Nikolaus gemeltenRichtern feurigen Flammen erschreckli-cher Gestalt zum Mund herauß fahren.Ohnezrveiffel hat er damahlen Göttinihme hören reden / wie etwann S. Ar-ftnius : Fliehe die Welt/ so wirst dufeelig. Dann ab disem Spectacul ister dermaßen erschrocken / daß er nach-mahlen weder wenig noch vil mit Ge-richtShändlen wölken zuschaffen haben.Mit wachen / und betten hielte er strengdise Gewonheit; zu Abend wann esZeit war zu Beth zugehen / begäbe ersich samt seinem Haußgesind zur Ruhe/aber nach dem er ein wenig geschlaffen/stunde er auf in aller stille / und giengein ein abgesondertes Orth/ allda warchete er den überrgen theil der Nacht/und verzehret die Zeit mit inbrünstigemGebett/ und andächtigen Betrachtun-gen. Der Feind aber deß Menschli-chen Heyls / neydete die beständigeGottseeligkeit deß frommen Manns /und weil er besorgte / es möchten vilSeelen durch B. Llausen Lehr / undExempel auß dem höllischen Rachengerissen werden/ deßhalben rennett er' den S. Mann oft an / und hindergienge/den Freund Gottes mit allen Listen /ob er ihn villeicht eintwederabwendig/oder verderben/ oder aufs weniges! un-d'sM» gedultig machen könnte. Insonderheitden einmahl / als B. Claus mit seinem^ausm. Sohn Iohannesen ( der nacher Land-Amman worden ) durch ein Thal! gieng/das Melchthall genannt / in seyn Gut/oder Wisen mit Namen Bergmat / seynVieh zuversehen / rc. Als nun derSohn demVieh seyn gewohnlichenRathin der Scheur anthäte / wolle der Vat-rer als ein fleißiger Arbeiter / Stauden/und Dorn außhauen / dre Matten zu-reinigen / da käme ein grausammerTrüffel / erwüschte den frommen Mann/der sich dessen nicht versähe / und warsteihn durch einen grossen dicken Dorn-busch/und Gestäud bey zo. Schritt hi-nab / daß er in grosser Ohnmacht lag.Als nun der Sohn seyn Arbeit voll-bracht hatte / und seyn Vatter suchte /fände er ihn halb Todt/ und seinenLeibvon Dornen verletzet/ richtet ihn baldauf/ zöge/ und trüge ihn nach seinembesten vermögen biß in den Gaben / daßer ihn zu dem Feur brachte. Als dem-nach Nicolaus widerum allgemach zuihm sechsten kam/ redet er mit gedulti-gen / und sanfftmüthigen Worten also:Wohlan / wohlan im Nahmen Gottes/wie hat mit mir der Trüffel so recht ü-bel gehandlet / daran ist aber der Wil-len Gottes erfüllet worden. Mit bi-
ld Beichtiger. Z6t
ser Gedult / und Düimth hat nun B.
Claus bey Gott / und seiner MutterMaria so vil Gunst / und Gnad er-worben/ daß ob ihn schon hernach diebösen Geister mit ic>oo. Künsten auf-heftigst verfolget / und angefochten /haben sie ihn doch weder an Leib nochSeel verletzen mögen.
Als auf ein andere Zeit der Freund ö
Gottes abermahl in fein obgemeltesGut die Bergmat zu fernem Vieh gien-ge/ setzte er sich in der Matten niderauf die Erden/ und fienge da an/nachseiner Gewohnheit / aus gründ seinesHertzens/ mit grosser Andacht zubet-ten / und zu betrachten von himmlisch? K. Cl<n,§Dingen. In dem sahe er ein schöne / M MOund scheinende Gilgen aus. seinem AUcheMund wachsen/ so da rühret biß anden Himmel mit wunderbahrlichemGeruch / und Wohlgeschmack. Dar-nach kam gleich für ihn sein Vieh / undals er sein Gesicht zu demselben kehrte/sahe er under denen für den andern garein schönes Roß daselbst wcyven / aufwelches Roß sich die Gilgen krümmte/und neygte. Er sahe auch das Roßfürgehen / und wie es ihme die Gilgenaus seinem Mund nähme/ und diesel-ben verschluckte. Dardurch war ih-me zu verstehen geben / daß die himm-lische Gaaben/ und Gnaden durch diezeitliche Güter/und Geschafft hinge-nommen/ und vernichtet werden. Alser ferrners auf ein Zeit in seinen hättß-lichen Geschässten war / seynv dreyehrbare Männer in einer ehrlichen Ge-stalt/ und guten Sitten zu ihme kom-men / under denen der erste ansiengtugendlich zureden/ der Meynung: Nl-colae wilt du dich gantz ergeben mitSeel/ und Leib in unfern Gewalt ?
Er antwortet/ und sprach: Ich ergibmich niemand andern dann dem All-mächtigen G0tt/ dessen Diener ichnun lange Zeit znseyn begehrt hab ;da wandten sich dise drey Männer zu-samen mit fröhlichem Lachen / und re-det der erste widerum zu ihme: dieweildu dann dich Gott allein zugeeygnethast ewiglich / so verheiß ich dir gewiß/daß wann du wirst vollbracht/ und erlebthaben das sibentzigst Jahr / wird sichder allgütigst GOtt erbarmen ÜberbeinArbeit / und dich erlösen von aller Wi-derwärtigkeit / darum ermähne ich dichzu einer vesten Beharrlichkeit/ so willich dir geben einen Panner mit einemBärentappen bezeichnet/ einem mäch-tigen Kriegsherr in das ewige Lebenvorzutragen. Ick verlasse dir auchzu unserer Gedäckrnuß das CrrUtz zu-tragen. Wie difts also vollendet /gierigen die drey hinweg. Auß wel-chen