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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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ro.

Von dem seeligen Bruder Clgusen/

gen Kleyds / oder Rocks / einfältig te ei» männliche Stimm / undbiß auf die Fersen / das Haupt / und langsame Red.

die Füß hielt er Morgen bloß/ er hat-

Etliche Miracul / welche nach des Seeli-

ltgcn Bruder Clausen Abscheiden / und Todt geschehen.

^^^Er hochwürdige Herr Bened!-ctus von Monteferrato BischofsZU Losanna / hätte ein langeZeit ein sehr bösen/Und presthaff-ten Schenckel / der gestalt / daß er vorgrossen Schmertzen weder reiten noch ge-hen möchte^ Als demnach alle Docto-res / und Artzet an ihme verzagten /verhieße er sich / auf etlicher seinerFreunden Rath / zu deß S. B. Clau-sen Grab / darauf von Stuud an seinWehethum gemiltert / inmassen daß erohn Verzug aufgesessen/und ringlich genSachslen geritten ist. So bald er nun indie Kirchen zu B. Clausen Grab komm/ist er urplötzlich von aller Äranckheiterlediget / und gantz frisch / und gesundworden/ daß er mit Freuden auf seineFüß gestanden / ohn allen Mangel /und Verhindernuß widernm wandlen /und gehen können. Derowegen GOtt/und den B. Clausen höchlich gelobt /und geprysen.

2. Herr Bertholt» Feer Pfarrherrzu Einsidlen/ hätte den wissenden Steinoder Grieß so hart / und schwerlich /daß er davon vierzehen Wochen tödtlichzu Beth gelegen / der ruftt auch in sei-nen Nöthen B. Clausen um Fürbitt an/und versprach sich zu seinem Grab. Als-bald ist das Grieß samt dem Stein sicht-bahrlich mit grosser Verwunderung / vi-ler Menschen von ihme gangen / daraufer gäntzlich genäsen/ und sein versproch-ne Fahrt mit frolocken verrichtet.

z. Nicolaus von CinwyleinUnder-waldner/ war 5. Tag stockblind ( auswas Ursach ist nicht verzeichnet) warverwegen von den Nachbauten zu B.Clausen Grab / und nach vollendtemGebett / von bannen Blind widerumheim zu Hauß geführt. In der nechst-folgenden Nacht hörte er ein Stimmdie hieß ihn ausstehen / und ihr nach-folgen. Alsbald stunde er auf/ undempfand daß er sein Gesicht vil besser /und klarer widerum hätte/ dann je zu-vor.

4. Elisabeth Elerin von Nürnbergbat ihr weibliche K'ranckheit vierzehenJahr an einander / darab sie so schwachworden/ daß sie kaum auf allen vierenkriechen möchte. Demnach sie aber vil

von dem Bruder Clausen gehört/ ver-hieße sie sich zu seinem Grab. Daraufihr Sach so gut worden / daß sie dahinkam / und gantz gesund / und fröhlichvon bannen scheidete.

5- Johannes Schneider von Eystät-ten hat 5. gantzer Jahr den Schwindelin dem Haupt / also daß er auf ebnerStrassen darnider fiele / welches ihnmercklich beschwerte / dieweil ihm auchniemand darvon helffen könnte. Letst-lich als er sich zu deß B. Clausen Grabverhieße / und die Fahrt mit Andachtverrichtet/ wurde er gesund.

6. Margareth Korbergm von Hey-' delberg / lag acht gantzer Monat zu Bethan einem bösen Schenckel / der auchgantz schwach / und so hitzig war / daßso man Wasser darauf tropften ließ/ein Dampff darvon gieng/ und wieauf ernem heißen Eysen verzchrtward / der Ursachen sie von allen Ach-ten verlassen / suchte Hilff bey unsern»S. Br. Clausen/ und als sie sich zu sei,nem Grab verheißen / stunde sie aufvon ihrer Kranckheit / würd gesund ,und käme gen Sachslen / rühmet / undlobte höchlich die Wunder GOttes.

7. Petrus im Saal von Wallis warvergifft worden in Franckreich / daraufer gähling nidergesallen / und solcherMassen aufgeschwollen, daß ihme seinWammeS under beyden Achslen zer-sprungen. In diser Noth schreyte erzu GOtt / und dem seeligen BruderClausen/ von stund an brach der Wustvon ihme an neun Qrthen / als zu demMund/ Nasen/Augen/ Ohren/Na-bel / und Gemächten / also daß er ge-näse/ und gäntzlich glaubte G-Ott habeihn durch Fürbitt deß B. Clausen mitGewalt errettet / dann sonsten hätte evgewißlich sterben müssen.

8. Conrad Scheuber von GlaruSist von einem Augstmonat zu dem an-dern in grosser / und schwerer K'ranck-heit gelegen / daß er weder Tag nochNacht keine ruhe noch rast befunden /und seine Augen/und Mund vor schrey-en/ und klagen nimmer zugethan / undda er also jämmerlich / und elendiglichein gantzes Jahr gelegen / und ihme

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