I.
D-r Sttl.BrndcrNi,cloin nnVcrk.indcrvorstrhen.der Glau-bens > Ir-rung.
Von dem seeligen Bruder Clausen /
alt / bezeuget / bey 4. Jahren seye ih-me under dem essen ein Bein von-Fleisch / so in Rüben gesotten gewesen/rn dem Hals kommen / und darinn al-so versteckt bliben / daß er es wederhindersich / noch für sich bringen mögen.Darum er grosse Angst gelitten / undbey 14. Tagen / weder essen / trinckennoch schlaffen mögen. In solcher Nothhab er ihme fürgenommen zu deß B.Clausen Grab zmvandlen/ und so balder dlses verrichtet / seye ihm das Beinin der nachfolgenden Nacht aus demHals kommen / daß er nicht wisse wiesolches geschehen.
16. VarbaraFuchsin bey 4O.Iahr alt/bezeuget / ihr wäre vor 8. Jahren eingrosser Schaden an einem Schenckel be-gegnet / darum sie 19. Wochen lang zuBeth ligen müssen / und niemand ver-meint / daß sie widerum auf die Füßkommen wurde. Als aber sie sich zuB. Clausen Grab verheißen / habe esangefangen sich zubessern / also daß sieaus dem Beth an zweyen Krücken ge-hen / und biß zu B. Clausen Grabwandlen mögen; allda nach dem sieGOtt den HErren/ Mariam GOttesMutter / und V. Clausen angeruffen /seye die Sach so gut worden / daß sieohne Krücken wider heim gehen mögen/darauf sie bald widerum erstarcket.
17. Wolssgang Heyman bey dreys-sig Jahren alt / bezeuget / er seye vor16. Jahren von dem Holtztragenerbro-chen / da hab man ihme gerathen / daßer sich mit einem Wachsopffer zu deß
B. Clausen Grab verspreche/ daßhaabe er gethan / und in der Nacht da eres verheißen / sey er gesund worden /also daß er deß Schadens nicht mehr em-pfunden. Hab also die Fahrt mit ei-nem halben pfund Wachs verrichtet»Dergleichen Exempel ein grosse vile er-zehlt / und bewisen werden könnte.
18. Anna Hentzlin bey 56. Jahren.alt/ bezeuget vor 26. Jahren / als ih-rem halb Jährigen Sohn ein offnerSchaden an einem Schenckelein begeg-net / und deß Wunyartzets Kunst garnichts helffen wollen / habe sie darKind zu deß B. Clausen Grab getra-gen / und sey ihme der Schaden / denman zuvor meißlen müssen / noch ftl-.bigen Tags zugeheylet.
19. Barbara am Stalden ob 40.Jahr alt / bezeuget / wie sie vor 24.Jahren ihrer abgestorbnen SchwesterSohn Casparn Huber / so damahlen
20. Wochen alt / zu pflegen angenom-men / und samt einer Magd das Kindzu Nacht verwahrloset / also daß sienichts anders vermeint / dann es wä-re ertruckt / und todt/ das Kind auchfast bey einer Stund lang kein Zeichendeß Lebens mehr geben/ und einer e-lenden Gestalt gewesen : Als sie aberdas Kmd zu deß B. Clausen Grab ver-heißen / seye es widerum lebendig/undgesund worden / lebe auch noch/ rc.Mehre Miracul so dato geschehe»
seynd / find der günstig Leser beyseinem Grab zu Sachs-len bericht. '
ninerckiliig.
^WOlgendes. ist in besserem neu aufgelegten Wcrck in dem Leben desseeligen Nicolaus beygesetzet worden / welches der Verleger von demberühmten Werckleindes?. Lenno von StanßProvincial desCapuciner-Ordens hcrauß gezogen / so Ermclter?. k. ?. üeaao bey lctster Ent-hebung disercs Wunder- Sterns des secl- Br. Clausen nit nur aus denenbewcrtesten Authoren/ sonderen auch aus den ^rcln vi, Löbl.Eydtgnoßschafftselbst zusammen getragen/ und wie Er in seiner Vorred anmcrckct/ zu Er-kantnuß unserer Sünden/ zum starcken Antrib wahre Büß zu würcken/zu Vcrabscheuung der Irrthum/ und falschen Lehren / zu Bekräffttgung/ undStarckung in dem wahren allein seelig-machenden Glauben/mit Erlaubnuß/und Guthclssung der Oberen an das Tag-Liecht gegeben Anno r7zr.
Daß zu Zeiten GOtt durch neu-entstandene Himmels - Liechter zukünff-tige Straffen der Welt bedeuthen wol-len/ ist ungezweiflet/ ja es seynd sol-che Zeichen ein sondere Zeugnuß derGöttlichen Güte / weilen sie durch sol-che gewaknet /- damit sie durch Besse-
rung deß Lebens solchen Straffen sichentziehen thäten / wie klar der Pro-phet uns anzeiget: ptsl. 5:>. Du hastden jenigen ein Zeichen geben / diedich sörchten / auf daß sie vor den»Angesicht des Bogens fliehen. Aufdaß deine Geliebte erlöset werden»
Undex