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fründlichm Gab/wan ich erkennedardurch »wer Vätterllche Liebe /die »„»ch baß sreüwet/ da„ dieGaab/und ihr sond müssen/ daß ich ein großBenügen han/ und wäre sie noch zuhalben minder/ nahte so bcnüegteichmich vaft wol/ und wo ich das umbuwcre Liebe köttte verdienen gegenGGtt / und gegen der Welt / wolteichs thun mit gutem willen. DerBort/ den dem ihrs uffgehn hmd/ hatmirs fründlich bracht / bitten ich uch /daß ihr ihn auch lassent empfohlenseyn von Liebe wegen, so schrrb ichuch in Gehorsamb / ist die grosse imHimmel/ und Erdrich/ uffdas sontihr luogcn / daß ihr ein andere Ge-horsamb sind/ und wüsscnr das al-lerliebst / wann es facht alle Dingzum dessen an : Frid ist allwegcn inGDtt/ rban GGkt/ der iftderFrid/mag nicht zerstört werden / Unfridwird aber zerssöhrt. Varumb sosond ihr luogen / daß ihr uff Fridssellet/Wittwen/ undweyscn beschir-men/ als daß ihr noch unyher thonhänd / und wessen Glück sich uff Er-reich mehret / der soll Danckbar da-rumb syn/ so mehret es sich auch indem Himmel. Die offnen Sündendie soll man währen / und der Ge«rechrigkeit allwegen bcyssohn: Ihrsond auch das Lydcn Gottes in uwe-rem Heryen tragen/ wan es iss deßMenschen grösser Trost an ssnem le-ssen End. Es ist »„enger Mensch /der zweisslet heffcigiss an dein Glau-ben / und der Tüfel thut »„engen An-fall durch den Glauben/ wir sond a-der nrchr zwerffelhaffc.arin syn/wairer iss also/ als er gesetzt ist; Und ichschrxbe uch nit das darumb / daß ichGlaube/ daß ihr nit recht Glauben:mir zweisslet nicht daran / sigcn gu-te Lhrissen. Ich schriben es uchaber zu einer Vermahnung / ob derböß Geist jemand daru»Nb anfecht /daß er desto ritterlicher widerstand.Vlüt mc / dan GOtt der HErr sigMit uch. Datum uff Ganct Bar-bara Tag im 82. Jahr. varzu hanich lassen trucken mein eigen Insigeluff disen Briess
Ich Bruder Clausvon der Flüe.
Solche / Und dergleichen Weissa-gungen hat unser wahrhaffte Prophetnicht nur zu Stanß / und in genield-tettt Briess hören lassen / sonder aachsonst rn der Einöde / wann etwann Her-ren/ oder Vorgesetzte des Vatterlandtsthue besuchten / hat er bist/ und ande-
Von dem seeligen Bruder Claustn /
re zu verstehn geben / und widerholeh'Ich finde auch in einer gar alten Schrifft/welche mir communicierr, so auch dem159». gehaltnen Proceß einverleibt /daß einstens ein frommer Pilgramb denseeligen Mann heimsuchte / mit welchemer ein langes geistliches Gespräch ange-stellt/ aus welchem der Pilgramb höch-stens getröstet / und aufferbauet denMann G-Ottes gelobt/ und seelig ge-sprochen/ welchen der fromme demüthi-ge Mann gestrafft/ und von derglei-chen Lob - Sprüchen abgehalten/ wei-len niemand müsse / als GOtt allein /wer gut/ odkt böß/ setzte dise Weissa-gung hinzu: Es wird ein Zeit kommen/da ein neuer Irrthum entstehen wird/alsdann wird der jentge seelig könnengenennt werden / welcher in dem Glau-ben verharret/ und den Irrthum be-streiktet. Ist ja klar geredt.
Dahero ich mich nicht unblllich ver-wundere/ daß ein bekannter Helveti-scher Scribent in lVlerkoäo leAenäi l-lill.blelv. 5 o!. 546. seiner so gar vergeßen/der ^VimpdelinAg 8oliIoguium anzie-het/ in welchem der seelige Br. Clausfolgendes geredt zu haben wird einge-führt : Haltet euch nicht in erweichenCeremonien/ welche ihr wider den Ge-brauch anderer Christen haben ange-nommen/ «eydt nicht ÄLohns/ alS wassjenes/ was der H. Geist durch die H.Schrifft -erbiethet / ihr solches Gottgefällig verrichten/ rc. rc. Dises sottdleAnred / und Ermahnung deß seeltgenBruder Claujen an die Eydtgnossengewesen seyn. Wie darss doch diseeHerr dtses auch als nur etwas wahr-scheinliches anziehen ? Jndemeer ludenSchweitzer - Geschichten sonst aller er-fahren / wann das wenigiste dergleichenwahr wäre / wurden es in ihren Ge-schichten seine Glaubens - Gnossen /
alS 8imler- 8tetler, klyco„iu8,raleon, und 8rumphiu5, die von demseeligen Mann/ und zwar etwelche außihnen von dessen Warnungen Meldungthun/ einzutragen nicht vergessen ha-ben : Hat er mcht das Gegentheil außden Catholischen Scribenren/ welchevor der Neuerung der Religion geschri-ben/ ja aus dem obgemeldten Send-schreiben deß seeligen Manns sechsten?Und ist noch verwunderlicher/ daß ge-meldter Herr in iuo Irenico btelverirc»st)I. 190. das 8oliIoguium Wirnplls-Ilnxij nennet ein Schmach - und Laster-Swrifft / dessen gantzes Absehen dieEydtgnossen zn schmächen: Cujug 80-Ülo^uium l^olverÜ8 rurpich'mö äeni-ArgncÜ8 rorum eit ciellingrum. Alsohatte diser Herr vil aufrichtiger gehand-ler/ wann er mit aus anderen gezog-nen.