Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Einsidler / und Beichtiger.

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Hnider^Iau< wirb«uch von

Uncachoij,

steSchrrl,d'-rrndr»dvndkret' /^dgrprj,

yen kekandten Unwahrheiten seine lang / anderthalb breith / und so hochSchafften nicht besudlet hatte. Di- gewesen / daß er mit dem Haubt an-fes hab ich hieher setzen wollen dem Le- rührte / dise hat 2. Fensterlein einerfer zu einem Underricht/ dem derglei- Spangen breith / nichts anders warchen Unwahrheiten in die Hand fal- darin zusehen / als kleine Schämelein /len möchten. die er ohne Zweifel zum Haubt - Küsse

gebraucht hat. Drß alles haben wirDas Lischt ist einer solcher Klar- darum beschriben/ dieweil wirs bey an-yeit/ daß dessen Gegenwart auch blö- deren nicht gefunden/ die sein Lebende Augen gewahr werden / wiewohlen beschriben haben: Obgleichwohl ^in-dessen Glantz deren Gesicht widrig / ricus I.upulus Chorherr zu Bern einund unbequem/ also haben auch erken- fast gelehrter Mann schier nichts aussnet / und bekennet den Schein der Hei- gelassen / dessen Büchlein wir auch baldlrgkeit deß Vllseetigen Bruder Clauftn m Druck verfertigen wollen. Manunsere Glaubens - Gegner / wiewohlen sagt / daß unsers Poeten Vatter mitsolche mehreren Theils ihr Glaubens- ihm geredt hab / fern Groß - Vatter /Lehren gantz widrig/deren Lob-Sprüch und Vor-Eiteren waren mn ihm imvon unserem Vilseelig n Mann ich von Krieg/ der Poet selbst ist in dem Jahr ge-

bohren / im welchem Nrcolaus gestor-ben/das ist 1488. Jahr / und hat seinenSohn als Landamman zu Underwalsden gesehen 1510.Jahr. Bißhero^x-welcher geschriben 172z.

Disem lVi/conio setze ich bey HerM

eorrius.

Wort zu Wort aufrichtig anziehe.

Der erste aus Visen ist!Vl^coniu8 ,oder Oswald Müller Geißhaußler ge-nannt / welcher dem wahren Liecht sei-nes in dem Glauben leuchtenden Vat-

terlands entzogen / sich in freywillige , ^.

Finsternuß gcstürtzt. Diser schreibet in Johann Stumpff/ der sein grosse Chror'Qlsreanum also: Ällhie deuthet er ( das Nlck zu Zürich verfertiget l 546. in wel-jst Olarearms) auf den Einsidler7 wel- cher er von dem seeligen Bruder Clauscher von Underwalden gebürtig war / in dem 7. Buch das vierdte Capitel al-sein Vatttr hiesse Heinrich / sein Mut- so schreibet: Um das Jahr 1480 vor/ter aber ttemmgns,aus Göttliche Au- und nach hat sich zu Underwalden obmahnung rst er in die Einöde gangen / dem Wald ein alter Landsmann von al-hat sein HaNßftau samt io. Rinderen len seinen Freunden hindann in em wil-5. Söhn / und 5. Töchter verlassen / de Emöde in das Melchthal ob Sachs-hat in der Wildnuß ohne menschliche len gesetzt/der war genennt Br. Claus/

Speist / und Tran« 21. Jahr gelebt:Er pflegte etlichmahl zu sagen / es ftyeihm vrl Ueber gewesen / daß er durch dieGnaden GSttrs dem Weib als derSpeist habe können absagen: Er ligt be-graben zu Underwalden in einem Droff

er verließ htnder ihm »0. Kind5. Söhn/und 5. Töchter / führt in dlser WiidLein gar gelassen / abgesönderet / Und H»Leben in die 2l. Jahr ohne alle leibli-che Speiß / und Lranck ( etliche wol-len / er habe Wurtzlen geessen ) die

Sachslen / ist ein zimlich lange wohl- Landsleuth haben ihm oft alle Zugänggestalte Persohn gewesen/ doch endlich verhalten/- zu besehen/ ob ihmjcmandsalso cmögemerglet / daß man nichts als menschliche Speijs reichte/aber es erfandHaut / und Betn an ihm verspühret / sich / daß diser Mmsch ttlichermaß denein Färb war braun / tue Haar schwartz Englö gleich die menschliche blöde Naturnit grau hm-und her besprengt/ übertraff/indem daß er noch im Fleischein Bart nicht lang noch dick / doch in bekleidet menschlicher Nothdurffr enl-)er Mitten zertheilt / die Augen gar laden/ und nicht underworffen. Seinschwartz / und wegen ihres Ehrwürdi- Gebett war under anderen: 0 GOtt!gen Glantzes erschröcklich : Wann er Nimm mich mir / und gib mich gantz zuredte / liesse es sich ansehen / als wann eigen dir / rc. Er hat under anderemdie Adern seines Hals / und Gurglen etwann gesprochen/ daß ihm vil ange-ruckt mit Blut sonder mit Lufft ange- nehmer ftye gewesen/ daß er aus Got-füllt waren: Eines eintzigen / und ein- tes Gnad sein eheliche Gemahel mögenfachen Kleids gebrauchte er sich / wel- verlassen/,dann daß er die leiblicheches ibm biß auf die Anoden gieng / Speiß möchte meyden/ rc. Er warallzeit war er baarhaupt/ und baarfuß/ ein Mann grads/ und gestaltigs Leibs/männlich in der Stimm / gmacht im doch dürr/ mager / und außgeschöpfft/Reden / wann er von GOtt redete / allein von Aderen / Haut/ und Ge-ließ es sich ansehen / als hätte er die bein zusammen geschmückt. Das hatGeheimnussen der gantzen H. Schrifft der Weich-Vischoff zu Constantz leiblftdurchgrünbet / da er doch kein Buch- cher Speiß halb bewährt/ und kein Be-finden kennte: Diß wil ich noch hinzu- trug/ noch angenomme Weis bey ihmsetzen / daß sein Zell dritthalb Schritt mögen finden / anders dann daß es eink. t'. ^urer, Vte H. Schweiy. Bb h Göfts