Von dem stetigen Bruder Clausen/
lieben alten Eydtgnossen/Mit-Bur-gcren / und Brüderen der StattLucernaufgetrucktcm 8ecrer Insi-gilt verwahrt geben worden. Denl6. s'ebr. Xnno i6iz.
chrciben
Der Löblichen acht Catholischen Or-then an ihr Pabstliche Heiligkeitksalum den fünfften.
Heiligster Vatter.
^Ir haben den Ehrwürdigen /wohlgelehrtcn / und Geist-lichen Herren Pater Alexan-der provincial der Ehrwürdige Vat-ter Capucmeren erbctten/ und ver-mögen / daß er uns zu Ehren / undGefallen sich für ihr Heiligkeit Lüß be-gebe/ und in aller unser Nahmen umdie Canonization unsers Wohl-steti»gen Landmanns Bruder Claufen vonLlüe demüthigest anhalte / weilen unsbewußt/ mir was für VatterlichemAstecr / und 'Zuneigung Ihr Heiligkeituns gewogen. Bieren derowegen /daß sie gcmeldtem Pater gnädigenAudienyverleihen / und völlige Glau-
ben zustellen wollen/ als wann wirfeststen gegenwärtig wären / und ih-ne m Ansehen unser mit der verlang-ten örarikLarion trösten m einer so hei-ligen Gach/ welches wir sirr ein stn»dcrbahre Gnad mit demüchigen/undbereithwiltigen Diensten gegen demheiligen Stuhl als demüthige / undandächtige Söhn/ und Diener suchenZu verschulden. Mit disem verlan-gen wir den H. Secgen/ und Väc-
terlichcLerieöicriori, wünschende Ih-ro Heiligkeit von G<k)tt alte Gluckst»ligkeir/ und langes Leben in besterGesimdheit/ rc. re. rc.
l.. 8- Lantomdlarliolici, 6nc.
Ich achte nicht unthunlich zu seynden Brich'/ so damahlmIhr Fürst-liche Gnaden Herr Bischoff von Lon-stantz nacher Rom abgehen lasten /Kicher zu seyen/ auf welchem seynLZatterllche Sorg/ undEyfferdiseshohen/ und gottsccligen Prälaten zuder Lanonizationdessecligen BruderClausen klar erhalct. Der Brichwar folgenden Innhaltö.
Heiligster Vatter/ rc. rc.
groß / berühmt/ und beiEandt feynd bey den Schwei-ycren dreTugenden/ u«dHei-ligkeit Bruder Claufen deß Emsid-lexs / so vilseynd der bezeugten Wun-derwercken/ daß dtse andächtigisteSchweitzerische Kation ihr em Ge-wüsten machet / gemeldtem villsteii-gen Mann nicht die jemgeEhr zuge-ben/ welche anderen Heiligen gege-ben wird. Ich zweifle nicht daran /daß die Werck dises frommen Maüs /welche er bey Leben in Heiligkeit ge-würckt/und nach dem Todt mit Wun-dcrzerchen bestattigct / nicht auchruchtbahr seyen durch gantz lVelsch-land. Und so vil ich höre / so feynddie Herren Exdtgnostcn samethafftbei» Ihr Helligkeit / und schon zuvorbey deren Vorfahreren bittlich einge-langt/ daß was sie durch ordentlichegeschehene Erforschungen eingegeben/mit päbstlicher Äucrori^ät betiätti-get werde / und folgendlich der Nahmdes gemeldten Manns Gottes in dieZahl der Heiligen eingcschr.ben wer-de / welche Begird distr überaus Ca-rholtschen Nation durch die Verfal-lenhert der Zeiten keineswegs gemin-deret/ sonder sich vermehret / unddaß um st vil sich d»e lVunderwerckdises gottseeligesten Manns täglichvermehren/ welche Begird sie gleich-sam nicht mehr ertragen kan (undwie vermeldet) ihr ein Gwüssen ma-chet/ dem st> grossen/ und in Heilig-keit st berühmten Diener GOtteslänger die gebührende Ehr zuverfa-gen. Derowegen sie/ und ich mitihnen wiewohlen unwürdiger dan-nochaußGOttes/ und Ihro Heilig-keit Gnaden Ihr Vorgesetzter/ undBischoss wersten uns zu Dero Lüster»zum aller mständigest bittend/ undbettende / daß sie das von uns / undvon allen frommen st hcstttg verlang-te Geschäffc der Canonization belie-be anzunehmen/ nnd wann sie solche»derLirchen GOttcs gedcylich zu seynwird erachtet haben/zu einem er-wünschten End zu führen sich würdi-gen wolle. welches der unsterb-liche GGtt under anderen lobwürdi-gisten wercken Ihrer Heiligkeit stn-derbahr für genehm halten wird. Eswird auch der Scelige under die Zahlder Heiligen Eingesihribncr durch seinVorbitt bey GOtt nicht ermangle»solches zu vergelten. Durch solcheswird erfreuet werden das allgemeineChristliche Volck/ wann sie in denLmsternussen distr unstr armsccligcnSeiten ein solche» neue» Lrecht auf
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