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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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EinMer / und Beichtiger. 4r t

)7- Elisabeth Leys hat an einem-Ohr das Gehör völlig verlohren / kaumverspräche sie zu des seeligen Grab / dakäme sie im Augenblick zu vorigem Ge-hör. Sie bekäme in einer Kindbett)ein gefährlichen Zustand / förchtete daßsie ihr Lebtag elend verbleiben müßte /sie thut widerum dem Seeligen ein Ge-lübdt / nachdem sie solches ins Merckgesetzt/ wird sie gesund.

18. Anna Henßlein hatte ein klei-nes Kind/ welches ein Geschwär be-kommen in dem Angesicht / thäte tieffeinsressen/ umsonsten brauchte man dieArtzt/ das Kind wurde zu dem Grabdes seeligen Bruder Mausen getragen/an selbigem Tag ist solches gesund wor-den.

19. Vrigitha Trachsel hat dasZahn - Wehe mit dem hefftigistenSchmertzen/ daß man vermeinte / siewerde vor Schmertzenunsinnig werden/keine Mittel wollen ihr helffen/ sie ver-spricht das Grab des Seeligen zu be-suchen/ in demselbigen Augenblick istaller Schmertzen gewichen.

2v. Ein andermahl verlohre sie gantzihr Gehör / sie verlobt sich drey Frey-rag zu dem Grab des Seeligen / beyder ersten/ und anderen Wallfahrtwurde es besser/ nach der dritten hatsie vollkommen ihr Gehör erhalten.

21. Es läge zu Sarnen ein gwüsseMatron in schwären Kinds-Nöthen /das Kind läge in der Mutter überzwerch/ Kind / und Mutter war ver-schätzt ohne Hoffnung/ man ruffet an-dächtig an die Hilffdeß seeligen Nico-lai/ auf welches man das annoch le-bende Kind bey einem Händlein hattauften können / wurde hernach todtergebohren/ und die Mutter bey demLeben erhalten.

22. Johannes von Däschwandenhat ein Kind/ welches ein so starckenHusten/ daß man nichts anders ver-meinte / als es werde an solchem ster-ben/ man verlobt solches zu dem fetti-gen Bruder Mausen/ am ersten Tagnach solchem Verloben hat sich das Kindbessert/ und wird gesund.

2z. Margaritha Gering wäre gantzlahn an ihren Armben/ daß sie solchenicht bewegen kont/ sie verrichtet einWallfahrtzu dem seeligen BruderMau-sin / und erlangt den Gebrauch ihrerArmben.

. 24. Balthasar Buosiger steckte sichlinder dem Mittag-Essen ein stücklein

k. b. Dlurer, Die H. Schweitz.

Fleisch in dem Schlund / welches überalle angewendte Mittel noch ob-nochnidsich tonte gebracht werden / könte14. Täg nichts als wenig Brühe hinun-der lassen/ er verlobt sich zu dem seeli,gen Bruder Mausen/ in selber Nachtgibt er das stücklein Fleisch von sich /ist gesund / und verrichtet nächsten Lagdie Wallfahrt.

2;. Andreas Zrotz hatte ein Kna-ben/ der hatte ein gefährlichen Bruch/welcher also zunähme / daß der Knabin gewisse Gefahr seines Lebens kom-men/ die Elteren verrichten mit ihmein Fahrt zu dem seeligen Bruder Mau-sen/ er wurde dort augenblicklich ge-sund/ daß kein Zeichen einigen Scha-dens mehr verblibe.

26. Nicolaus Thurrer hat ein Kna-ben / welcher behafftet mit dem fallen*den Siechtag/ man vermeinte öffters/daß er in solchem Hinfallen die Seelaufgeben werde/ die Elteren thun fürihnc ein Gelübdt zu dem seeligen Bru-der Mausen/ im Augenblick war esbesser/ der Knab wird gantz gesund.

27. Gemeldten Niclaus ThurrerSTochter hatte ebenfahls den fallendenSiechtag/ also/ daß das Leben ihrschon war abgesprochen/ er erinneretsich der ersten Gnad / die ihme der see-Uge Bruder Claus an seinem Knabenerwisen/ rufft sein Noch Helft» denseeligen Bruder Mausen an / und inselbigem Augenblick war die Tochtergesund.

28. Der fettige Bruder Claus er-wise ihm die dritte Gnad/ sein Sohn/Welcher mit Nahmen / fiele in dasFeur/ bekäme ein solchen Schaden andem Haubt / daß er vor Schmertzenöffters lauth aufschrye/ auch zu Zeilenwie ein unsinniger sich auf dem Bodenhin-und herr weltzte/ man versprachmit grossem Vertrauen das Grab deßseeligen Manns zu besuchen/ der Knabwird nach verricht» Fahrt völlig gesund.

29. Balthasar Ettlin hatte einenKnaben mit einem presthafsten Knye/die Artzt wendeten allen Fleiß an denKnaben zu heilen / es wurde nur schlim-mer/ indem er so elend worden/ daßman ihn hat tragen müssen/ man ur-theilet / er seye von Zauberen geläh-met/ er wird zu des seeligen Grab ver-sprochen / that sich besseren / daß er aneinem Stab dorthin gehn könte/ undals die Fahrt vollendet/ vollendet sichauch der Schaden.

Fff

Zs. Zo-