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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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4!4 Von dem seeligen

de mit ihm besser / also / daß er auf-stünde/ an zwey Krücken die Wall-fahrt antratte / und wiewohlen daSGrab des Seeligen nur 2. Stund vonfeiner Wohnung entfehrnet/ konte erdannoch Visen Weeg schwerlich in 2.Tagen machen/ hat bey solchen ein sol-che Milterung gefunden/ daß er mit ei-ner Krücken den Ruckweeg nehmen tön-te/ in der anderen Fahrt wäre ihmeauch mehr dise nicht vonnöthen/ sondernur ein Stecken/ in der dritten war ernoch Kruchen noch Stecken mehr be-dürffttg / ward vollkommen gesund.

Discs feynd die Mirackel / undWunder-Zeichen/ welche fast alle nur

Bruder Clausen/

in Underwalden geschehen / und asEydt - Statt 1591. abgelegt worden /wie vil aber an anderen Persohnen aus-sert dem Land gewürcketworden/ magzutheil an den Unzahlbahren aufgehenck-ten Voten/ Opfferen/ und Taffelen/theils auß jenen / was oben gesagt /abgenommen werden.

Ich finde/ daß Anno i6iz. et-welche Wunderwerck eydtlich abgelegt/weist aber nicht/ wie/ oder wo solcheabgelegt worden / glaublich in einemProceß/ der in Underwalden ob demWald angestellt/ weilen die Zeuge»Landtleuth von ob dem Wald /die Schrifft lauthet also:

Hiernach folgen etliche Wunder-Zeichen /.

welche durch die Gnab-GOttes / und Fürbitt deß seeligen Bruder Clau-scn an nachfolgenden Persohnen gewürckt/ welche alle beyihren Eydten gezeuget/ angefangen auf Freytagden 22. Hornung 161z.

r. ^^LIcolaus von Mooß von Sax-len hatte einen Knaben /welcher durch einen Fahl einListen, Bruch bekommen /an dem er sehr grossen Schmertzen gelit-ten / er verspricht den Knaben mit ei-nem Opffer zu dem Grab deß seeligenBruder Clausen/besucht mit dem Kna-ben das Grab/ es thäte sich besseren /und nachdeme er bey solchem etwelchemahl gebettet/ ftynd alle Schmertzengewichen / und der Kuab vöPg genäsen.

r. Elisabeth Fanger von Kernslitte solche Haubtschmertzen / und Zahn-wehe/ daß sie vermeinte unsinnig zuwerden/ sie steht in einer Nacht auf /sagt zu ihrem Mann / er solle mit ihrzu des seeligen Bruder Clausen Grabgehen / sprach weiter / sie wolle vonsolchem nicht weichen/ biß sie gesundwerde / sie besuchten das Grab / dieFrau legrsich mit grosser Andacht/undVertrauen auf solches / der Schmer-tzen wird gestillt/ gehet gesund/ undgetrost nach Hauß/ thäte von solchemZahn - Schmertzen die Täg ihres Le-bens befteyt verbleiben.

z. Andreas von Mooß litte gros-se Noth / und Schmertzen in einer Hufft/und Scheuchet/ hatte kein Ruhe / thä-te nichts als jammeren/ und schreyen/er tragt ein höltzernen Fuß zu demGrab des Seeligen/ rufst jhne instän-dig an um Hilff/ in selbiger Stundverlaßt ihn der mehreste Wehetag /wird bald frisch/ und gesund.

4. Barbara Schälin hat ein Kind/welches öffter gefallen/ als?wann eSden fallenden Siechtag hätte/die Mut-ter vermeint öffters / das Kind werdihr in den Händen sterben / sie verlobtsolches mit einem Hpffer zu des Seeli-gen Grab / verrichtet die Fahrt / rufstden Seeligen mit gantzem Hertzen an /der Knab wird allerdings gesund.

5. Jacob Iörgi Weibel hat einAckslen ausgefallen/ es waren dreygeschworne Barbierer / die den gan-tzen Tag mit Ansetzung der Sträuben/und auf andere Weis die Ackslen ihmsuchten einzurichten/ sie verloben sichsammentlich/ weilen alle Mühe umson-sten gewesen/ zumGrab des Seeligen/auf welches sie ohne Arbeit / und In-strument die Ackslen eingerichtet/ derMann ist auch völlig genäsen.

6. Catharma Fluri hat ein Toch-ter/ deren die Augen aufgeschwollen /und auch mit einem Fähl überzogenworden/ daß sie stockblind worden/siewallet mit der Tochter zu dem Grabdes seeligen Bruder Clausen / die Au-gen entftbwöllen/ die Fähl verliehrensich/ die Tochter wird sehend.

7. Margaretha Ettlin hatte einKind von 14. Wochen alt/ die andereKinder gaben ihm ein Baßler- Rap-pen/ es steckt ihn in den Mund/ körntihm in den Halß/ die Mutter vollerAengsten sahe das Kind in augenschein-licher Gefahr des Lebens/ sie verlobtsich zu dem seeligen Bruder Clausen /

dtt