4!4 Von dem seeligen
de mit ihm besser / also / daß er auf-stünde/ an zwey Krücken die Wall-fahrt antratte / und wiewohlen daSGrab des Seeligen nur 2. Stund vonfeiner Wohnung entfehrnet/ konte erdannoch Visen Weeg schwerlich in 2.Tagen machen/ hat bey solchen ein sol-che Milterung gefunden/ daß er mit ei-ner Krücken den Ruckweeg nehmen tön-te/ in der anderen Fahrt wäre ihmeauch mehr dise nicht vonnöthen/ sondernur ein Stecken/ in der dritten war ernoch Kruchen noch Stecken mehr be-dürffttg / ward vollkommen gesund.
Discs feynd die Mirackel / undWunder-Zeichen/ welche fast alle nur
Bruder Clausen/
in Underwalden geschehen / und asEydt - Statt 1591. abgelegt worden /wie vil aber an anderen Persohnen aus-sert dem Land gewürcketworden/ magzutheil an den Unzahlbahren aufgehenck-ten Voten/ Opfferen/ und Taffelen/theils auß jenen / was oben gesagt /abgenommen werden.
Ich finde/ daß Anno i6iz. et-welche Wunderwerck eydtlich abgelegt/weist aber nicht/ wie/ oder wo solcheabgelegt worden / glaublich in einemProceß/ der in Underwalden ob demWald angestellt/ weilen die Zeuge»Landtleuth von ob dem Wald /die Schrifft lauthet also:
Hiernach folgen etliche Wunder-Zeichen /.
welche durch die Gnab-GOttes / und Fürbitt deß seeligen Bruder Clau-scn an nachfolgenden Persohnen gewürckt/ welche alle beyihren Eydten gezeuget/ angefangen auf Freytagden 22. Hornung 161z.
r. ^^LIcolaus von Mooß von Sax-len hatte einen Knaben /welcher durch einen Fahl einListen, Bruch bekommen /an dem er sehr grossen Schmertzen gelit-ten / er verspricht den Knaben mit ei-nem Opffer zu dem Grab deß seeligenBruder Clausen/besucht mit dem Kna-ben das Grab/ es thäte sich besseren /und nachdeme er bey solchem etwelchemahl gebettet/ ftynd alle Schmertzengewichen / und der Kuab vöPg genäsen.
r. Elisabeth Fanger von Kernslitte solche Haubtschmertzen / und Zahn-wehe/ daß sie vermeinte unsinnig zuwerden/ sie steht in einer Nacht auf /sagt zu ihrem Mann / er solle mit ihrzu des seeligen Bruder Clausen Grabgehen / sprach weiter / sie wolle vonsolchem nicht weichen/ biß sie gesundwerde / sie besuchten das Grab / dieFrau legrsich mit grosser Andacht/undVertrauen auf solches / der Schmer-tzen wird gestillt/ gehet gesund/ undgetrost nach Hauß/ thäte von solchemZahn - Schmertzen die Täg ihres Le-bens befteyt verbleiben.
z. Andreas von Mooß litte gros-se Noth / und Schmertzen in einer Hufft/und Scheuchet/ hatte kein Ruhe / thä-te nichts als jammeren/ und schreyen/er tragt ein höltzernen Fuß zu demGrab des Seeligen/ rufst jhne instän-dig an um Hilff/ in selbiger Stundverlaßt ihn der mehreste Wehetag /wird bald frisch/ und gesund.
4. Barbara Schälin hat ein Kind/welches öffter gefallen/ als?wann eSden fallenden Siechtag hätte/die Mut-ter vermeint öffters / das Kind werdihr in den Händen sterben / sie verlobtsolches mit einem Hpffer zu des Seeli-gen Grab / verrichtet die Fahrt / rufstden Seeligen mit gantzem Hertzen an /der Knab wird allerdings gesund.
5. Jacob Iörgi Weibel hat einAckslen ausgefallen/ es waren dreygeschworne Barbierer / die den gan-tzen Tag mit Ansetzung der Sträuben/und auf andere Weis die Ackslen ihmsuchten einzurichten/ sie verloben sichsammentlich/ weilen alle Mühe umson-sten gewesen/ zumGrab des Seeligen/auf welches sie ohne Arbeit / und In-strument die Ackslen eingerichtet/ derMann ist auch völlig genäsen.
6. Catharma Fluri hat ein Toch-ter/ deren die Augen aufgeschwollen /und auch mit einem Fähl überzogenworden/ daß sie stockblind worden/siewallet mit der Tochter zu dem Grabdes seeligen Bruder Clausen / die Au-gen entftbwöllen/ die Fähl verliehrensich/ die Tochter wird sehend.
7. Margaretha Ettlin hatte einKind von 14. Wochen alt/ die andereKinder gaben ihm ein Baßler- Rap-pen/ es steckt ihn in den Mund/ körntihm in den Halß/ die Mutter vollerAengsten sahe das Kind in augenschein-licher Gefahr des Lebens/ sie verlobtsich zu dem seeligen Bruder Clausen /
dtt