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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem seeligen

27. Margaritha von Znben hatteein schweres Halßwehe/ tönte keinlautes Wort reden / da sie bey demGrab des Seeligen gebetten/fallt ihr et-was ausi dem Halß in den Leib/ aufwelches sie vollkommne Red/ und Ge-sundheit erlangt.

28. Iost Hertzog von Roth Lucer-ner Gebiets hatte ein Jahr langemstcrckes Fieber/ lasset für sich zu demGrab des seeligen Bruder Clausenwallfahrten/ in der Zuruckkunfft hatihn das Fieber noch einmahl angestos-sen / man legt ihm ein Gewand auf /welches under dem Rock des seeligenBruder Clausen gewesen/ aufwelchesihne das Fieber völlig verlassen.

29. Elisabeth Spichtig kam inGeburts - Nöthen in grosse Gefahr /weilen das Kind sich in ihrem Leib ver-schossen / und zu der Geburt sich un-tauglich gemacht/ die Anwesende wa-ren verzagt / sie thut ein Versprechenzu dem seeligen Bruder Claus / aufwelches sich das Kind gewendet/ undglücklich gebohren worden.

zo. Columbina Brandenberg vonZug wurde ihrer Sinnen beraubt / undertaubet/man verrichtet für sie ein Wall-fahrt ZU dem seeligen Bruder Clausen/nach solcher ist sie völlig gesund worden.

zi. Herr Jacob »kork Chorherrzu Lucern hat zu Arau an der Bruggmit zvo. Persohnen Schiffbruch gelit-ten/ 70. von solchen seynd ertruncken/nachdem er lang in dem Wasser gestrit-ten/ käme er an das Land / könte a-ber sich nicht auß dem starck - lauffen-den Wasser schwingen/ weilen derWasen/ an welchem er sich heben wöl-ke/ weichen thäte/ in diser Gefahr rufter inniglich an um Hülff den seeligenBruder Clausen / auf welches komtein Mann/ biethet ihm die Hand/undziehet ihn auß dem Fluß/ ist alsobaldvor seinen Augen verschwunden/ er be-kennt / daß solcher Mann in Kleidung/und Leibs-Gestalt gewesen / wie manden seeligen Bruder Clausen vorstellet/hat zur Danckbarkeit alle Jahr/ solang er gelebt/ ein Wallfahrt zu desseeligen Manns Grab verrichtet.

Z2. Maria Cindelin ab demSchwartzwald wäre so Lahm/ daß sieauf den Knyen krichen müßte/ kam al-so kriechend nacher Saxlen/ da ihr derRock deß seeligen Bruder Clausen auf-gelegt wurde / ist sie frisch/ und ge-sund aufgestanden / ist auch von dem

Bruder Clausen/

fallenden Siechtag zugleich erledigetworden.

zz. Zwey Kloster-Frauen warenmit dem bösen Geist besessen / nach vi-len umsonsten gebrauchten geistlichenMittlen führet man sie nacher Saxlen/allwo sie durch Anruffung des seeligenBruder Clausen seynd erlediget worden.

Z4. Ein andere Persohn mit Nah-men Anna Maria ist von dem bösenGeist / der sie besessen / under dem Rockdes seeligen Bruder Clausen befreyetworden.

35. Ein Frau von Gißweil wäregantz lahm/ kröche nacher Saxlen/all-wo sie durch die Vorbitt des seeligenBruder Clausen völlige Gesundheiterlanget. .

Z6. Ein Capuciner-Novitz hatein Bruch bekommen / wolte / daßman ihn auß dem Orden entlassen thä-te / man führt ihn nacher Saxlen un-der den Rock deß seeligen Bruder Clau-sen/ allwo er in einem Augenblick Ge-sundheit erlanget/ ist in dem Ordenverbliben/ und ein gelehrter Predi-ger worden.

Z7. Ein Kloster-Frau zu Her-metschweyl wäre besessen / oder verma-lefitzt/ derowegen dem Kloster sehrbe-schwärlich / man führt sie zu dem Grabdes seeligen Bruder Clausen / allwosie völlig gesund worden..

z8. Zu Gtßweyl wurde HerrHaubtmann Peter Schäli vor der Zeitein todtes Kind von seiner Frauen ausdie Welt gebracht/ man verspricht zudem seeligen Bruder Clausen/ sosehr«das Kind so lang das Leben erlange /biß es könne getaufftwerden/ aufwel-ches sich das Kind natürlich bewegt /und getaufft worden.

Z9« Zu Freyburg in Uchtland wur-de einem ehrlichen Bürger ein Kind vorder Zeit gebohren / an welchem manzwey Stund kein Leben vermerckt/manverspricht ein Wallfahrt zu dem seeli-gen Bruder Clausen/ darauf das Kindalsbald Zeichen des Lebens von sich ge-ben/ und oen heiligen Tauff empfan-gen.

40. Martin Bossarth von Zughatte ein schwären Leystenbruch/ alser ein Wallfahrt zu dem seeligen Bru-der Clausen verrichtet/ und ein heiligeMeß lesen lassen / ist er von dem Zu-stand befreyet worden.

4r. Heist-