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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Einsidler / und Beichtiger.

41. Heinrich Krauer von Lucernwurde ein halbes Jahr lang gantz Unsin-nig / das man ihn an Ketten geschlagen /die Geinige versprechen ein Fahrt zu

. dem seeligen Bruder Mausen/ alfvbaldkomt er zu voriger Vernunfft.

42. Ein Priester auß der Laute-ren Lucerner Gebieths wäre ebenfahlsUnsinnig / man führt ihn under denRock deß seeitgen Bruder Llausen /ist nach wenig Tagen völlig genäsen.

4Z. Herr Johannes Wirtz Land-amman hatte em Kind/ welches einLeistenbruch gehabt/ man schätzte/daßsolchem ohne Schnitt nicht zu helffen /welches der Vatter nicht wolle gesche-hen lassen / sucht Hilff bey dem allge-meinen Artzt dem seeligen Bruder Mau-sen/ das Kind würd zu dessen Grabgetragen / und von solcher Zeit vori-ger Schmertzen gantz befreyer.

44. Herr Johann Zelger wurdeein Kind gebohren/ an welchem überangemeldte Mittel / kein Leben versmerckt wurde / man verspricht ein Wall-fahrt zu dem seeligen Bruder Mausen/alsobald thut daö Kind sich bewegen /und ist frisch/ und gesund worden.

45. Caspar Jmfeld von AltnachtStenge einstens über den Schlieren-Gtäg / als das Wald - Wasser durchein Wolckenbruch sehr angelogen / großBäum/ und Stein mit sich führte / derStäg ist mit ihm gebrochen/ und erin das rerssende Wasser gefallen/ insolcher Gefahr verlobt er sich zu demseeligen Bruder Mausen/ er wurdeunder Stock / Bäumen / und Steinen«mMußgetten-Schutz weich hingeris-sen/ und von dem wüthenden Wasserin Mitten des Stroms auf ein Sauh-und Steinraum ausgeworffen/ verhü-be auf solchem bey zwey Stunden oh-ne menschliche Hilff/ wäre in neuer Ge-fahr dorten zu erftiehren / rufft wide-nmr von gantzem Hertzen den seeligenBruder Mausen an / ergreifst einendaher schwimmenden Zaunstecken/suchtMit solchem die Liesse des Wassers zuergründen / schine aller unmöglich da-durch zu kommen / nichts destowemgerwagt er sich mit grossem Vertrauen zudem seeligen Bruder Mausen in dasWasser/ ist auch glücklich an das Ge-statt kommen/ wäre aber von Stei-nen/ Stöcken / und Holtzeren an demgantzen Leib also gequetschet/ daß dieHaut gantz schwach / und blau/ undderowegen kaum einem Menschen gleichsahe/ seine Kleider waren mit Sandalso angefüllt/ daß sie zu 60. Pfund

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gewogen / ist dannoch ihm kein wei-cheren Schaden erfolget.

46. Herr Lambert Stultz wurde ne>ben 18. anderen Persohnen / als er na-cher Lucern schiffen wolle von einem ent-setzlichen Wind / und Wetter aufdemSee also angefallen / daß die Wellenbey nachem das Schiff mit Wasser an-füllten/in solchem wüthen deß Sees bra-che der Steur-Ring/ das Stühr Ru-der wurde unbrauchbar / der Steur-mann fallt vor Mattigkeit/ undForchtin Ohnmachten in das Schiff/ es wä-re der einte Nebend-Port deß Schiffsschon halb gebrochen / in diser äusser-sten Gefahr thaten alle in dem Schiffsich zu dem seeligen Bruder Claufenverloben / auf welches der Wind sichgesetzt/ das Schiffzu Land kommen.

47. Ein Knab Paulus Anderhal-den verlohre das Gehör io. Tag / dirfromme Elteren versprechen ein Fahrtzu dem seeligen Bruder Mausen / andem Tag dises Versprechens erlangtder Knab das Gehör.

48. Frau Barbara Rüeplein vonFrauenfeld reisete von Frauenfeld naherSarnen / allwo sie verheurathet / aufderReiß ist sie in einem Zwtnglischen Orthvon einer schwären Kranckheit überfal-len worden sie rufft den seeligen BruderClaufen an/ daß er ihr verhrlfstich seynwolle an ein Catholisches Orth zu gelan-gen. Eshatsichsovilgebesseret/daß siebiß auf Roth Lucerner Gebieths kom-men / allwo sie die Äranckhelt auf einneues ergriffen / würd kranck nacheeHauß gesschrt. Die Kranckheit thätedurch 10. Wochen also zunehmen / daßdie Medici ihr nicht mehr helffen tön-ten. Sie that ein Versprechen demseeligen Bruder Claus / ihr mit Per-lein gestickte Haubt-Zierd bey seinemGrab zu opffercn. Weile sie aber her-nach / da sie gesund worden / etwas Rengetragen / und das Geld für solcheHaubt-Zierd rtr geben sich entschlossen/,st sie widererkrancket/sie erkennet ihrenFehler / legt das versprochn? Opffer ab/und erlangt vorige Gesundheit.

Dise Miracul / wie oben gemeldt,wurden nach Rom geschickt.

Neben gemeldten eydklichen in gesmeldten Processen abgelegten Wunder-werken ist die Zahl derselbigen von derZeit / da durch oje Lullss Oememisix»öc Oememt 8 X. zugelassen den DienerGottes als einen Seeligen zu verehren/Mit der Andacht deß Volcks also ge§wachsen / daß die Grabstatt deß seeli-

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