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Von dem scck'gm Bruder Hansen /
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frommer andächtige Jüngling/ HansWagnrr von Ricdlingen aus Schwa-ben in der Carrhauß JttiNgen/ alldageistlich zuwerden/ begeben. Welchesandächtiges / und exemplarische Leben/und gross n Eysser in dem H. Orden/ alsdie gcistücheValter gespühret / und gese-hen/ haben sie ihne nach seinem begeh-ren mir einhelliger Stim zu einem Leyk-burdcr(so man Conversvs nennet) auf-und angenomen/und um das Jahr Chri-sti >476. ungefährlich/ ihme das Orden-kleid mitgetheilt / und nach verflossenemgantzen Jahr / durch die Proftßion /und Geiübd / under ihre geistliche Gli-der erkennet / und geschriben. Da-rauf name B. Hans täglich / und vonJahr zu Jahr in der Andacht/Tugen-den / unstra'sflichem / und auferbauli-chem Leben zu / daß ihme täglich dieWelt / und die weltliche Geschafft ver-leideten / hingegen aber GOtt / unddie Göttliche Ding / und Übungen ge-liebten. Welches dann darauß wohlabzunehmen; dann als jetzt das Gotts-hauß Jttingen / etliche nothwendigeGchäu nach des Ordens brauch / undCarthauser Gewohnheit zu bauen/ fürdie Hand nähme/ und disen unsern Bru-der/ neben andern Brudern/ Und Ar-beitern an den Bau stellen wolte /Und thäte/ da fiele der fromme Bru-
der Hans in ein grosse geistliche Kümsmernuß/ und Traurigkeit/ wohispüh-rende das es seinem geistlichen/ undbeschaulichem Leben einen grossen Ab-bruch / und Hindernuß bringen wurde/wolt aber doch nicht wider die H. Ge-horsame seiner Oberkeit streben. Danun die H. Gehorsame / und grosse Lie-be gegen GOtt ihme vollkommentlichzu dienen in unstrs Bruder HansenHertzen miteinander stritten/ was zu-lassen / oder zuthun / und was vor demandern zuerwöhlen / befehl er durchsandächtige Gebett'disen starcken Streitseinem Heyland / und Erlöser JEsitChristo/ ihn zuleiten/ und zu under-weisen. Da fiele ihme ein solcher Ge-dancken ein/ daß er von Päbstl. Hei-ligkeit zu Rom mit demüthigem Schrei-ben ein gnädige Urlaub von seinem Or-den/ mein Einöde zuziehen/ begehrensolte. Er folgere difer Göttlichen Ein-sprechUng/ schribe an Ihr Heiligkeitgen Rom/ und eröffnete mit gantzemfleiß sein Gemüth/ und Vorhaben.GOtt der Allmächtig aber/ der/ derMenschen Hertzen ein Ergründet/undEinschauer ist/ machte den Pabstalsogeneigt/ daß er Bruder Hansen/nachseinem Wunsch / und Begehren durcheinen Beieff genädiglich willfahrete:wie folget.
OHeAo kllio soanni (^onverio OrcZinis dzt-
rbusiensts INNOLLNIIDS VIII.
Hs^IIeÄe üli Lslutern, A /^postolicsmUeneäiAionem. Lxponi nobizfeeisti,guoä ru alias,ob melioris vi-krc trübem, ör ucDno stunulsreris, Do-mum Oräinis Carrbustensts in IrrinAe j(Donstsnricnsts Diceceüs, lVIo^unrinrokrovinciL inrraiii i <8: in es ?rofestio-nem per Dsicos Converlos emirri to-liram ernililtij A sligusmäiu cum IsuäLcomorstus es. Verüm guis ea Domusrna^nis üruÄuris, A reparsrioneinäi-^er, öL illius (Donverli sä Opus kre-cjuenrer evocancur - ru äivinis re ob-fegusts, üc priüs , vscsre poüe noniperss. (Zusproprer ur meliüs, öcxerieökiüs /^Irillimo pollis äetervire jrliqusm Lremum incolere äetiäeras.läeo nobis bumilirer tupplicasti, cÜA-»sremur buic ruo äeliäeriopsrernsbe^
Und lautet zu Teutsch also :
niAnirars annuere. k^osruisbusssmo-äi lupplicibus inciinsri, ribi, ur lieen-ris a ruo tuperiore perirs,licec non ob-tents, bsbirum Isbarri §ritei coloriszuxrs tris vors fubügnrislis äiöki Oräi-nis ablgue efu csrnium in sligus Lire-mo per re sä libitum eliAenäs, cumperperua Aeiksrione eiltest, czuo sä vi-xeris tolus, vel cum uno locio perms-nere, /^ltilkimo ksmulsri polus , re-nore prsestenrium ponceäimus, öL inäul-semus.' non obstsnribus contiirurioni-bus, öc oräinsrionibus/^postolicis, 6cäi<^ki Oräinis starmis, erismssirsmenro,constrmsrione /^possolica, vel slijs ro-borsris creteris contrsrsts guibus cum-czue. Darum Uomse spuä 8. ?errum tiib^nnulo?itcgrorisäie r6.lVlssti489. konriücsrüs nostri ^nno V.
Z'.